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Konsolidierung und Harmonisierung bringt ERP-System locker auf Linie

SAP-Betriebskosten sinken durch Aufräumen pro Nutzer um die Hälfte

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Der Erfolg spricht für sich

Viele Unternehmen haben bereits große Konsolidierungs- und Harmonisierungsprojekte erfolgreich abgeschlossen; deren Nutzen ist durch in den einzelnen Branchen jeweils marktführende Unternehmen nachgewiesen:

  • Eine standardisierte Applikations- und Infrastrukturlandschaft reduziert die SAP-Betriebskosten pro Nutzer durchschnittlich um 50 Prozent.
  • Die Abwanderungsquoten von Kunden sinken um bis zu 25 Prozent durch eine deutlich verbesserte Kunde-/Unternehmen-Interaktion über alle gängigen Kommunikationskanäle (Email, Internet, Call-Center) auf Basis einheitlicher und konsistenter Daten und Prozesse.
  • Akquirierte Unternehmen werden nach einem erfolgreichen C&H-Projekt bis zu 70 Prozent schneller in den Mutterkonzern integriert: Die Implementierungsphase der konsolidierten Systeme sinkt von etwa zwei Jahren auf durchschnittlich acht Monate.

Schritt für Schritt: Konsolidierungsfahrplan zum Erfolg

Spezialisierte Dienstleister wie Atos empfehlen, für C&H-Projekte einen standardisierten Ansatz zu wählen. Dazu ist erforderlich, zunächst die Ist-Situation zu analysieren. Nur so lässt sich eine verlässliche Kosten-Nutzen-Betrachtung gewährleisten, die für Unternehmen zu jeder Zeit essentiell ist.

Standardisierte Templates für SAP-Systeme, IT-Lasttests sowie Trainings für die Mitarbeiter vereinfachen Prozesse, schonen das Budget und führen zu mehr Agilität.
Standardisierte Templates für SAP-Systeme, IT-Lasttests sowie Trainings für die Mitarbeiter vereinfachen Prozesse, schonen das Budget und führen zu mehr Agilität.
(Bild: Atos)

Zudem bildet die Ist-Analyse die Basis für die Konsolidierung und Harmonisierung der SAP-Systeme nach dem Vorbild der Industrie – also mit standardisierten Methoden. Sie umfassen automatisierte Systemanalysen und Quellcode-Anpassungen. Zentrales Werkzeug ist das so genannte Template. Dabei handelt es sich um eine SAP-Anwendung, die nach spezifischen Unternehmensstandards entwickelt wird.

Alle funktionellen Anforderungen des Unternehmens wie Organisationsstrukturen, Geschäftsabläufe oder Nummernspektren sind darin beschrieben. Das Template bildet zudem die künftige IT-Landschaft ab und beschreibt detailliert geplante Geschäftsprozesse.

Die Bauvorlage

Auf dieser Grundlage entsteht ein SAP-System mit unternehmensspezifischen Konfigurationen und Programmierungen: Es bildet die vorhandenen Daten- und Organisationseinheiten ab und integriert sie in lauffähige Prozesse, ohne in den Tagesbetrieb einzugreifen. So ist darin etwa dargestellt, wie die einheitlichen Material- und Kundennummern aussehen, Buchungsprozesse ablaufen sollen oder die Rollenverteilung definiert ist.

Das Template als „Master-Lösung“ kann nach und nach in den einzelnen Standorten und Ländern ausgerollt und alle beteiligten Bereiche schrittweise in die konsolidierte Systemplattform integriert werden. Es empfiehlt sich, zunächst mit einem Pilotprojekt zu starten. Das kann beispielsweise ein ausgewählter Standort, ein bestimmtes Land oder ein repräsentativer Geschäftsbereich sein.

Idealerweise bildet es die ganze Bandbreite der Geschäftsprozesse ab, ist aber weniger geschäftskritisch. Läuft das Pilotprojekt reibungslos ab, lässt sich dies schrittweise auf alle übrigen Bereiche ausweiten. Anschließend sollten die Mitarbeiter geschult und Instrumente aufgesetzt werden, die einen Compliance-gerechten Betrieb ermöglichen.

* Klaus-Dieter Heerklotz ist Global Offering Manager Consolidation & Harmonization bei Atos Deutschland.

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