Stärkung von Europas digitaler Autonomie SAP baut Sovereign-Cloud-Angebot aus

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

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Die SAP SE hat ihr Sovereign-Cloud-Portfolio erweitert und will damit neue Maßstäbe für digitale Souveränität in Europa setzen. Das Full-Stack-Angebot soll Unternehmen – von der öffentlichen Verwaltung bis zu regulierten Branchen – Zugang zu sicheren Cloud- und KI-Innovationen bieten, ohne Abstriche bei Kontrolle oder Compliance.

SAP setzt mit der Sovereign Cloud auf digitale Souveränität: Europäische Unternehmen erhalten volle Kontrolle über Daten, Infrastruktur und KI-Innovationen.(Bild:  SAP SE)
SAP setzt mit der Sovereign Cloud auf digitale Souveränität: Europäische Unternehmen erhalten volle Kontrolle über Daten, Infrastruktur und KI-Innovationen.
(Bild: SAP SE)

Souveränität als Basis für KI-Innovationen

Mit der neuen Ausrichtung verknüpft SAP ihre jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb geschäftskritischer Prozesse mit den steigenden Anforderungen an Datenschutz, Regulierung und KI-gestütztes Wachstum. Vorstand Thomas Saueressig betont, dass die Zukunftsfähigkeit Europas entscheidend davon abhänge, wie gezielt KI in branchenspezifischen Anwendungen eingesetzt werde.

„Mit dem erweiterten SAP Sovereign Cloud-Angebot ermöglicht SAP den Zugang zu umfassenden Cloud-Innovationen und KI-Funktionen für viele Märkte und Branchen – einschließlich des öffentlichen Sektors und regulierter Bereiche – und gewährleistet dabei, dass diese Fortschritte innerhalb eines souveränen Rahmens und entsprechend den individuellen Anforderungen der Kunden bereitgestellt werden“, erklärt Saueressig.

Flexible Bereitstellungsmodelle für mehr Kontrolle

Das Portfolio umfasst unterschiedliche Optionen, die sich an Sicherheitsprofile und rechtliche Rahmenbedingungen anpassen lassen. Dazu gehören die SAP Cloud Infrastructure mit EU-basierter Datenhaltung, die SAP Sovereign Cloud On-Site mit SAP-betriebener Infrastruktur in kundeneigenen Rechenzentren sowie die Delos Cloud für den deutschen öffentlichen Sektor. Unternehmen können so bestimmen, wie viel Kontrolle sie über Infrastruktur, Plattform und Software behalten – stets mit dem Anspruch, höchste Compliance-Standards zu erfüllen.

Milliardeninvestition in Europas digitale Resilienz

Um die digitale Unabhängigkeit Europas langfristig zu sichern, will SAP über 20 Milliarden Euro in den Ausbau souveräner Cloud-Infrastrukturen investieren. Diese sollen nicht nur die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sicherstellen, sondern auch eine schnelle und skalierbare Transformation ermöglichen. Integriert ist dabei die SAP Business Technology Platform mit Business-AI-Funktionen, die Kunden eine sichere Nutzung innovativer Anwendungen erlaubt.

„Die digitale Widerstandsfähigkeit Europas basiert auf einer Souveränität, die Sicherheit, Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit gewährleistet“, sagt Martin Merz, Präsident SAP Sovereign Cloud. „Das Full-Stack-Angebot von SAP für souveräne Cloud-Lösungen bietet Kunden die Möglichkeit, ihr bevorzugtes Bereitstellungsmodell auszuwählen und unterstützt sie gleichzeitig dabei, höchste Compliance-Anforderungen zu erfüllen.“

Mit lokalen Spezialisten, relevanten Zertifizierungen und einem wachsenden internationalen Footprint will SAP Unternehmen befähigen, sowohl die Kontrolle über ihre Daten als auch die Innovationsgeschwindigkeit in Einklang zu bringen.

DSAG: Wichtiger Etappensieg

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) begrüßt die erweiterten souveränen Cloud-Angebote von SAP als Meilenstein für kritische Infrastrukturen. Mit neuen Hosting-Optionen, klaren Compliance-Zusagen und einer EU-basierten Datenhaltung erfülle SAP zentrale Forderungen der Anwender. Besonders die On-Site-Option, die den Betrieb im Rechenzentrum des Kunden ermöglicht, sei für hochsensible Bereiche wie Verwaltung, Energie und Gesundheitswesen ein zwingendes Muss.

DSAG-Vorstände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz betonen die europaweite Tragweite der Ankündigung: Sie stärke Rechtssicherheit, digitale Souveränität und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa.

Gleichzeitig fordern die Vertreter mehr Transparenz bei Lizenzmodellen für hybride Szenarien und eine klare Ausgestaltung der neuen Services, damit sie in regulierten Branchen wirtschaftlich und ganzheitlich einsetzbar sind.

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