Danach wird wieder das Paketzentrum geöffnet. Über das Suchfeld wird das Paket „MariaDB“ gesucht und mit der Schaltfläche „Installieren“ auf dem NAS installiert. Dabei handelt es sich um die Datenbank von OwnCloud. Sobald die Installation der Datenbank abgeschlossen ist, kann auch OwnCloud installiert werden.
Durch einen Klick auf „Installieren“ bei OwnCloud werden die notwendigen Setup-Dateien der Software heruntergeladen und auf dem NAS installiert. Danach werden zunächst die Kennwörter für den Root-Benutzer und den Standardnutzer der OwnCloud-Datenbank festgelegt.
Auf der nächsten Seite des Einrichtungsassistenten werden der Admin-Benutzer, das Kennwort des Benutzers und der Speicherort für OwnCloud festgelegt. Damit enden Installation sowie Konfiguration der Umgebung und OwnCloud steht zur Verfügung.
OwnCloud manuell, ohne Paketquelle installieren
Erfahrene Anwender können OwnCloud auch ohne Paketquelle einrichten. Die Vorbereitungen dazu sind die gleichen, wie bei der Installation über eine Paketquelle. Zusätzlich muss aber noch das Paket „PHPMyAdmin“ hinterlegt werden. Dieses finden Administratoren ebenfalls im Paketzentrum.
Nach der Installation wird das Programm geöffnet. Die Anmeldung erfolgt über den Benutzer „root“ zunächst ohne Kennwort. Aus Sicherheitsgründen sollte dieses erst einmal gesetzt werden. Über den Menüpunkt „Datenbanken“ wird jetzt eine neue Datenbank für OwnCloud erstellt.
Anschließend wird die aktuelle OwnCloud-Distribution heruntergeladen, getestet haben wir mit OwnCloud 8.2.2. Das Archiv wird entpackt, und das Verzeichnis „OwnCloud“ über die Weboberfläche des NAS oder per FTP in das Verzeichnis „Web“ kopiert. Dazu bieten sich das Programm „FileStation“ auf dem NAS oder ein FTP-Programm an.
Nach dem Upload werden über das Kontextmenü des OwnCloud-Verzeichnisses die „Eigenschaften“ aufgerufen. Im nächsten Schritt gilt es, über die Registerkarte „Genehmigung“ der Gruppe „http“ Schreib- und Leserechte auf dem Verzeichnis zu gewähren. Die weitere Einrichtung von OwnCloud erfolgt jetzt über die URL „http://<IP-Adresse NAS>/ownload“. Hier startet der Einrichtungs-Assistent, mit dem sich OwnCloud konfigurieren lässt.
Im Fenster wird die Datenbank eingerichtet, die zuvor erstellt wurde. Sobald der Assistent seine Arbeit abgeschlossen hat, steht OwnCloud zur Verfügung, und lässt sich nutzen, wie bei der Installation auf einem herkömmlichen Server.
Computer, Smartphones und Tablets anbinden
Sobald OwnCloud gestartet ist, steht die Cloud-Lösung auf dem NAS über die Adresse „http://<IP des NAS>/owncloud“ zur Verfügung. Wurde HTTPS aktiviert, lautet die Adresse analog dazu „https://<IP-Adresse des NAS>/owncloud“. Anwender können über den Browser oder Apps auf Smartphones und Tablets zugreifen.
Die Apps stehen kostenlose in Apple App Store und Google Play zur Verfügung. Administratoren können in der Web-Oberfläche Benutzerkonten anlegen, mit denen sich die internen Benutzer authentifizieren können. Das Anlegen von Benutzern erfolgt über das Administrator-Menü und der Auswahl von „Benutzer“.
Die Funktionen lassen sich noch erweitern. Dazu wird nach der Anmeldung als Administrator oben links auf Dateien und dann auf „Apps“ geklickt. Im Fenster sind jetzt die bereits aktivierten Funktionen von OwnCloud zu sehen. Hier lassen sich auch weitere Funktionen hinzufügen, zum Beispiel Kontakte, Kalender und weitere Dienste.
Fazit
OwnCloud ist eine mächtige Cloud-Lösung. Vor allem beim Betrieb auf einem NAS-System ergeben sich zahlreiche Vorteile. Die Einrichtung ist relativ simpel, die Verwaltung des Betriebssystems entfällt. Dazu kommt, dass das NAS-System dann noch für weitere Bereiche genutzt werden kann, zum Beispiel zur Synchronisierung von Terminen und Kalendern.
Da durch den Betrieb das NAS-System nicht beeinträchtigt wird, lohnt sich die Installation. Allerdings muss auch darauf geachtet werden, dass das NAS-System über genügend Leistungsreserven verfügt, um OwnCloud zu nutzen, vor allem wenn mehrere Benutzer mit dem System arbeiten.
Stand: 08.12.2025
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