Forschung und IT-Fachexpertise Neues Lernlabor für Cloud-Sicherheit

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

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Unternehmen fit für Cloud-Sicherheit machen. Und den IT-Nachwuchs fördern. Beides soll den Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftssicher aufstellen und nun von einer Kooperation zwischen Fraunhofer IESE und der Hochschule Worms vorangetrieben werden.

Im Zentrum der Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer IESE und der Hochschule Worms steht das Thema „Sichere Cloud“, um sowohl die Forschung zu fördern, als auch Dienstleistungen und Maßnahmen zur Cloud-Sicherheit für Unternehmen zu entwickeln.(Bild:  Naknakhone - stock.adobe.com / KI-generiert)
Im Zentrum der Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer IESE und der Hochschule Worms steht das Thema „Sichere Cloud“, um sowohl die Forschung zu fördern, als auch Dienstleistungen und Maßnahmen zur Cloud-Sicherheit für Unternehmen zu entwickeln.
(Bild: Naknakhone - stock.adobe.com / KI-generiert)

Immer mehr Unternehmen migrieren in die Cloud. Gleichzeitig steigt der Bedarf an IT-Sicherheits-Lösungen, da die Zahlen an gezielten und gut durchdachten Angriffen alarmierend steigen.

Das Fraunhofer IESE steht seit über 20 Jahren für IT-Sicherheit und Datensouveränität für digitale Ökosysteme. In einer Kooperation mit der Hochschule Worms wurde nun das Lernlabor „Sicheres Cloud Computing“ ins Leben gerufen. Das Konsortium fokussiert sich auf Know-how für Cloud-DevOps, Cloud-Anwender sowie das mittlere Management von Cloud-Lösungsanbietern und will eine Kombination aus Lernangeboten, Cloud-Infrastruktur, Verteidigungs- und Angriffslaboren zur Verfügung stellen.

Da sich der IT-Markt stetig wandelt und der Wettbewerb wächst, ist es für Unternehmen jeder Größe unerlässlich, sich anzupassen. Dynamische und sichere Cloud-Infrastrukturen sowie Expertise von IT-Fachexperten werden hier benötigt, um mithalten und sich gegen Cyberangriffe wehren zu können.

Cyberkriminelle nutzen Schwachstellen gezielt aus. Die Folgen sind enorm. Eine Bitkom-Studie zeigt: Die Kosten von Cyberattacken für deutsche Unternehmen lagen zuletzt bei 223,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Sichere Cloud-Infrastruktur: Deutschland zukunftssicher aufstellen

Das Fraunhofer IESE und die Hochschule Worms haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Im Fokus steht das Thema „Sichere Cloud“. Zum einen soll die Forschung gefördert, zum anderen sollen Dienstleistungen und Maßnahmen für Unternehmen zur Cloud-Sicherheit erstellt werden. Zu diesen Dienstleistungen gehören beispielsweise Penetrationstests, die Bewertung von Cloud-Sicherheits-Maßnahmen oder der Zugang zur Fraunhofer-Laborumgebung. Darüber hinaus sollen anwendungsnahe Weiterbildungen angeboten werden, die IT-Verantwortliche auf aktuelle und künftige Herausforderungen vorbereiten und sie fit machen für gesetzliche Regularien wie etwa NIS2.

„Mit unserem Lernlabor möchten wir auch unser Institut verstärkt als forschende Hochschule positionieren, Studierende für die Forschung in diesem Bereich begeistern und den Weg ebnen für Nachwuchsexperten in der Region“, so Prof. Dr. Hans Rück, Vizepräsident der Hochschule Worms.

„Uns muss klar sein: Wir sind nur dann machtlos, wenn wir nicht kooperieren und keine gemeinsamen Lösungen finden. Wir sind resilient, wenn wir von Angriffen auf Unternehmen schnell erfahren – nur dann können wir handeln und beraten“, erläutert Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, anlässlich der Vorstellung des „Wirtschaftsschutzes 2024“.

Die Themen sichere Cloud und Datensouveränität sind essenziell, um den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftssicher aufzustellen.

Prof. Dr. Hans Rück, Vizepräsident der Hochschule Worms

„Die Lehrtätigkeiten von Fraunhofer-Experten an den Abteilungen unserer Hochschule bieten einen wertvollen Wissenstransfer und fördern die gegenseitige Entwicklung sowohl für unsere Studierenden als auch die Mitarbeiter des Fraunhofer IESE“, so Jens Kohler, Professor für sichere Software- und Systementwicklung an der Hochschule Worms. „Auch die kooperative Betreuung von forschungsnahen, praxisrelevanten Abschlussarbeiten und die Nachwuchsrekrutierung, von der beide Seiten profitieren, trägt dazu bei, die Region als innovativen Standort im Bereich Sicheres Cloud-Computing zu etablieren.“

Eine weitere große Stärke der Zusammenarbeit sei auch, dass wir die Ergebnisse der gemeinsamen Forschung direkt in die Anwendung bringen können, stimmt Dr. Raphaela Schätz, Leiterin des Lernlabors Cybersicherheit, zu. So könne das Forschungswissen der Wissenschaftler direkt in die Trainings einfließen, gleichzeitig sind die Kunden auf dem neuesten Stand und profitieren von robuster IT-Sicherheit.

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