Update bringt neue Sicherungsmöglichkeiten für Windows Neue Backup-App für Windows 10 und 11

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Microsoft stellt für Windows 10 Version 22H2 und Windows 11 23H2 eine neue Backup-App zur Verfügung, mit der Anwender leichter Daten sichern können. Die App ergänzt die klassische Datensicherung in Windows, die noch immer auf Windows-7-Technologien aufbaut.

Die neue App „Windows-Sicherung“ ist ein Cloud-Backup nach OneDrive.(Bild:  ©WD Stuart, Getty Images via Canva.com)
Die neue App „Windows-Sicherung“ ist ein Cloud-Backup nach OneDrive.
(Bild: ©WD Stuart, Getty Images via Canva.com)

In Windows 11 gibt es mit der App „Windows-Sicherung“ eine alternative Möglichkeit, Daten zu sichern, ohne auf die klassische Windows-7-Datensicherung zurückgreifen zu müssen. Allerdings ist die neue App nicht sehr umfangreich, sodass die klassische Backup-Lösung aus der Systemsteuerung immer noch nicht komplett ersetzt werden kann. In diesem Beitrag zeigen wir die Möglichkeiten und Einschränkungen der neuen Backup-App für Windows 10 und Windows 11.

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Windows-Sicherung ist nicht gleich Windows-Sicherung

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass die neue App „Windows-Sicherung“, die direkt im Startmenü verfügbar ist, nichts mit der „Windows-Sicherung“ zu tun hat, die in der Systemsteuerung gestartet werden kann. Die neue Windows-Sicherung kann generell Daten nur in OneDrive sichern und hat auch keinerlei Möglichkeiten, ein Systemabbild zu erstellen, mit dem Nutzer Windows 10 oder Windows 11 wiederherstellen können. Die Sicherung auf einen externen Datenträger oder auf eine Freigabe im Netzwerk bleibt der klassischen „Windows-Sicherung“ vorbehalten, die weiterhin über die Systemsteuerung erreichbar ist.

Im Grunde genommen nur ein Cloud-Backup nach OneDrive

Die neue App „Windows-Sicherung“ steht ursprünglich nur für Windows 11 zur Verfügung. Mit dem Update KB5029331 verteilt Microsoft die Backup-App auch für Windows 10 Version 22H2. Die Installation erfolgt über den oberen Link oder als Windows-Update. Die Backup-Funktionen sind in Windows 10 und Windows 11 mit der neuen App weitgehend identisch.

Mit der neuen App können Anwender unkompliziert einzelne Ordner, Apps, Einstellungen und WLAN-Kennwörter sowie Anmeldedaten mit OneDrive synchronisieren. Meldet sich ein Anwender an einem anderen PC mit demselben Microsoft-Konto an, synchronisiert die Windows-Sicherungs-App die Daten, sodass diese auf allen PCs des Benutzers zur Verfügung steht. Alle Sicherungsaufgaben und Aktionen laufen über OneDrive, sodass für die Verwendung der Windows-Sicherung immer ein Microsoft-Konto notwendig ist. Wer das nicht will, kann aber weiter auf die klassische Windows-Sicherung setzen. Diese bleibt Bestandteil von Windows 10 22H2 und ist auch in Windows 11 23H2 mit an Bord.

Die neue Sicherungs-App wird parallel zur Synchronisierung mit OneDrive eingesetzt. Die klassische OneDrive-App und deren Synchronisierungsmöglichkeiten bleiben in Windows 10 und Windows 11 erhalten. Diese Synchronisierung läuft komplett unabhängig zur neuen Windows-Sicherungs-App.

Windows-Sicherung in der Praxis

Nach dem Starten der App können Anwender über die verschiedenen Menüpunkte auswählen, welche lokalen Daten in Windows 10/11 in die Cloud gesichert werden sollen. Über den Menüpunkt „Ordner“ kann ausgewählt werden, dass die App automatisch den Inhalt des Desktops sowie der Ordner „Dokumente“ und „Bilder“ in OneDrive sichert. Ein anderer Cloud-Speicher kann nicht ausgewählt werden, und auch OneDrive for Business kann nicht zum Einsatz kommen.

Derzeit ist es auch nicht möglich, benutzerdefinierte Ordner in die Cloud zu sichern; die Auswahl ist auf die drei genannten Möglichkeiten begrenzt. In der Einstellungs-App von Windows 10/11 lassen noch die Ordner „Music“ und „Videos“ einbinden. Das Tool ist daher eher eine Migrationshilfe von Windows 10 zu Windows 11 als ein vollwertiges Sicherungstools.

Mit der Schaltfläche „Sichern“ beginnt die Datensicherung, die ausgewählten Daten in OneDrive zu sichern. Neben „Ordnern“ stehen hier noch „Apps“, „Einstellungen“ und „Anmeldeinformationen“ zur Verfügung. Für jeden einzelnen Menüpunkt gibt es untergeordnete Einstellungen, mit denen Anwender festlegen können, welche Daten sie genau mit der Cloud synchronisieren wollen. Viele Einstellungsmöglichkeiten stehen an dieser Stelle nicht zur Verfügung. Wenn die Daten aber hochgeladen sind, ändert sich der Status der untergeordneten Objekte zu „Gesichert“. Im unteren Bereich der Windows-Sicherungs-App ist zu sehen, welche Datenmenge die Sicherung verbraucht und auch wie viel Speicherplatz in OneDrive noch frei ist.

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Anpassen der Windows-Sicherung in Windows 10/11

Die Anpassung der Sicherungen in der App erfolgt nicht in der App selbst, sondern in der Einstellungs-App von Windows 10/11 im Bereich „Konten -> Windows-Sicherung“. Über „Synchronisierungseinstellungen verwalten“ können die Ordner festgelegt werden, welche die Windows-Sicherungs-App zu OneDrive sichern soll. Über den Bereich „Meine Einstellungen speichern“ wird wiederum festgelegt, welche Einstellungen eines Computers die App sichern soll. Auf einem anderen PC können die Daten dann ebenfalls wieder synchronisiert werden.

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