Was die Stiftung Warentest rät Microsoft 365: Preiserhöhung beim Office-Abo umgehen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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KI-Features stecken nun auch in Microsofts Office-Programmen. Das will sich der Softwarekonzern bezahlen lassen – und erhöht die Preise um mehr als 30 Prozent. Das müssen Abo-Kunden nicht mitmachen.

Künstliche Intelligenz ist rechenintensiv, somit der Betrieb der Rechenzentren teuer. Anbieter wie Microsoft geben die höheren Bereitstellungskosten an ihre Cloud-Abonnenten weiter.(Bild:  Sutthiphong - stock.adobe.com)
Künstliche Intelligenz ist rechenintensiv, somit der Betrieb der Rechenzentren teuer. Anbieter wie Microsoft geben die höheren Bereitstellungskosten an ihre Cloud-Abonnenten weiter.
(Bild: Sutthiphong - stock.adobe.com)

In Microsoft 365 arbeitet nun auch der KI-Assistent Copilot. Außerdem enthält das bekannte Office-Paket mit Word, Excel, Outlook oder Powerpoint neuerdings die KI-gestützte Bildbearbeitung Microsoft Designer.

Das hat Microsoft zum Anlass genommen, die Abopreise für das Officepaket zu erhöhen. Bestandskunden, die nicht mehr bezahlen möchten oder die KI-Funktionen schlicht nicht brauchen, könnten aber auf die neuen Tarife „Single Classic“ oder „Family Classic“ umsteigen, berichtet die Stiftung Warentest.

Die KI-freien Abos muss man erst einmal finden

Allerdings sei die Umstiegsmöglichkeit „nicht allzu leicht zu finden“. Um die KI-freien, neuen Abos angeboten zu bekommen, müssten sich Nutzerinnen und Nutzer erst auf „Account.microsoft.com“ anmelden, dann auf „Abonnement“ gehen und schließlich „Abonnement kündigen“ anklicken.

Nach Auswahl eines der neuen Classic-Abos erfolge die Umstellung dann automatisch bei der nächsten Aboverlängerung, erklären die Warentester. Umsteigen lasse sich laut Microsoft nur „für einen begrenzten Zeitraum“, ein genaues Fristende werde aber nicht genannt.

Bestandskunden, die nichts ändern, zahlen sonst ab der nächsten Aboverlängerung statt 69 Euro im Jahr 99 Euro (Single-Abo) beziehungsweise statt 99 Euro im Jahr 129 Euro (Family-Abo).

Teureres Abo heißt nicht unbegrenzte KI-Nutzung

Allerdings lässt sich Copilot auch nach der Preiserhöhung nicht unbegrenzt oft nutzen. Es gebe nur ein monatliches, nicht in den Folgemonat übertragbares Kontingent an „KI-Credits“, so die Warentester. Wer damit nicht auskommt und mehr möchte, muss für 22 Euro im Monat ein Abo namens Copilot Pro abschließen.

Neukundinnen und Neukunden, die keine KI-Features wollen, bleibt der Stiftung Warentest zufolge nur die Möglichkeit, zuerst einen der teureren Tarife inklusive Copilot zu buchen und anschließend über die oben beschriebene Umstellung zum Classic-Abo zu wechseln.

Gar kein Abo oder Abo-Kündigung als Optionen

Letztlich sind natürlich auch die Kündigung des Abos, oder erst gar kein Abo abzuschließen, Optionen. Denn es gibt gute Alternativen zu Microsoft 365, die kostenlos sind. Dazu zählt etwa das freie Office-Paket LibreOffice, das sich auf Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen und einiges mehr versteht.

Kompatibilität ist kein Thema: Word-Textdokumente oder Excel-Tabellen, die etwa mit Microsoft 365 erstellt worden sind, lassen sich problemlos öffnen und bei Bedarf auch wieder in den Microsoft-Dateiformaten abspeichern. LibreOffice ist für Windows, MacOS und Linux zu haben. Für iOS und Android steht etwa das auf LibreOffice basierende Collabora Office zur Verfügung.

Auch Outlook ist ersetzbar

Und wie soll man Outlook ersetzen? Hier empfiehlt sich etwa das freie E-Mail-Programm Mozilla Thunderbird als kostenlose Alternative, das unter anderem auch einen Kalender und eine Kontaktverwaltung bietet. Thunderbird ist für Windows, MacOS, Linux, iOS und Android verfügbar.

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