KI-Index Mittelstand von Salesforce Wie hast du’s mit der KI, lieber Mittelstand?

Von Barbara Gribl 3 min Lesedauer

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KI-Einsatz – soll ich oder soll ich nicht? Viele mittelständische Unternehmen setzen die Technologie bereits ein und nutzen ihre Vorteile. Andere sind noch nicht so weit. Die Hintergründe hierzu kennen Salesforce und der DBM.

Der neue KI-Index zeigt: Jeder dritte Mittelständler setzt bereits KI ein.(Bild:  Raushan_films - stock.adobe.com)
Der neue KI-Index zeigt: Jeder dritte Mittelständler setzt bereits KI ein.
(Bild: Raushan_films - stock.adobe.com)

„Wie hast du’s mit der KI?“, könnte die Gretchen-Frage beim Mittelstand sein. Denn dieser hat gegenüber neuen Technologien bekanntlich oft Vorbehalte. Es sind aber auch Wissenslücken und Investitionsunsicherheiten, die sie, beispielsweise bei der Implementierung von KI, hemmen.

Eine Studie vom Deutschen Mittelstands-Bund (DMB) und Software-Anbieter Salesforce zeigt allerdings, dass gut ein Drittel des Mittelstands künstliche Intelligenz (KI) nutzt. Die Bilanz bei einer KI-Implementierung beziehungsweise für konkrete Vorbereitungen für eine solche ist durchaus positiv. Bei einem kleineren Anteil der Befragten heißt es noch, die Notwendigkeit von KI-Plänen zu unterstreichen sowie diese Unternehmen besser über das Potenzial der Technologie zu informieren.

Jeder dritte Mittelständler setzt KI ein

KI-Lösungen befinden sich bei knapp 24 Prozent der befragten Unternehmen aktuell in der Test- oder Pilotphase. Knapp jedes zehnte mittelständische Unternehmen (9,5 %) hat KI-Lösungen vollständig implementiert. Bis Ende 2025 wird dieser Anteil weiter steigen, denn ein knappes Viertel plant, innerhalb der nächsten zwölf Monate KI-Technologien einzuführen oder deren Nutzung auszubauen. Keine konkreten KI-Pläne für dieses Jahr haben 43 Prozent der Mittelständler.

Der Mittelstand gehört bei KI-Investitionen nicht zu den ‚first movern‘, aber ein Drittel aktive KI-Nutzer sind ein guter Ausgangspunkt.

Alexander Wallner, DBM

KI als Chance für den Mittelstand

„Die Ergebnisse des KI-Index Mittelstand zeigen klar, dass Künstliche Intelligenz für den deutschen Mittelstand gleichsam eine enorme Herausforderung wie auch eine riesengroße Chance darstellt“, so Marc S. Tenbieg, Geschäftsführender Vorstand des DMB.

In KI sehen die mittelständischen Unternehmen einige Vorteile wie mehr Effizienz bei internen Prozessen und Produktivität sowie Kosteneinsparungen. Auch kann sie eingesetzt werden für eine optimierte Datenanalyse und Entscheidungsfindung sowie bessere Kundenerlebnisse.

„Zwar gehört der Mittelstand bei KI-Investitionen nicht zu den ‚first movern‘, aber wenn man bedenkt, wie lange es in der Vergangenheit Vorbehalte gegen Technologien wie die Cloud gab, sind ein Drittel aktive KI-Nutzer ein guter Ausgangspunkt. Und bis Ende bis Ende des Jahres werden viele weitere hinzukommen ”, sagt Alexander Wallner, Deutschland-Chef und CEO Central Europe bei Salesforce.

Was die Innovationskraft vieler Unternehmen bremst, seien Wissens- und Kompetenzlücken sowie Investitionsunsicherheiten. Der DMB versteht sich hier als Lösungsanbieter und arbeitet daran, „die Mitglieder durch gezielte Aufklärung, praxisnahe Anwendungsfälle und den Zugang zu verlässlichen Netzwerken und Partnern fit für die KI-Ära zu machen“, erklärt Tenbieg.

Generative KI dominiert

Bei den Unternehmen, die KI bereits nutzen, dominiert Generative KI (73 %) weit vor prädiktiver KI (12 %). Fast zehn Prozent der Befragten haben erste Erfahrungen mit den seit wenigen Monaten verfügbaren KI-Agenten gesammelt. Solche KI-Agenten können autonom E-Mails beantworten, Formulare ausfüllen, mit Kunden sprechen, komplette Arbeitsprozesse automatisieren und haben dadurch das Potenzial, die Arbeitsweise von Unternehmen grundlegend zu verändern.

Jahrzehntelang hing das Wirtschaftswachstum von der Ausweitung der menschlichen Arbeitskraft ab. Jetzt sind Produktivitätssprünge nicht mehr primär vom Wachstum der Belegschaft abhängig, sondern können ergänzend durch intelligente Technologie erreicht werden.

Was der Mittelstand zum Ausbau der KI-Nutzung braucht

Damit Unternehmen KI nutzen oder den bestehenden KI-Einsatz weiter verbessern können, brauchen sie nach eigenen Angaben mehr Hintergrundwissen zu konkreten Einsatzgebieten (27 %), mehr technisches Know-how beziehungsweise entsprechend versierte Fachkräfte (14 %) und mehr Weiterbildungsmöglichkeiten (12 %). Einen Unsicherheitsfaktor soll die unklare Gesetzeslage zur KI-Nutzung darstellen, die von jedem fünften Unternehmen beklagt wird.

Für den KI-Index Mittelstand wurden mehr als 500 Firmenverantwortliche (aus IT, Vertrieb, Marketing und Geschäftsführung) im Auftrag des Deutschen Mittelstands-Bunds (DMB) in Zusammenarbeit mit dem Software-Anbieter Salesforce von November bis Dezember 2024 befragt.

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