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Performance aus der Sicht des Anwenders begegnet Robots

Kennzahlengesteuerte End User Experience

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Historische Benchmarks für das Service Level Management

Durch die Kombination beider Ansätze, also Robot-Messung und horizontale End-User Experience-Überwachung, lassen sich somit Verfügbarkeitsstatistiken erstellen und qualitative Aussagen treffen, die vor allem auch wichtige Informationen für Vertragsprüfungen im Service-Level-Management zur Verfügung stellen.

In der Praxis haben sich in der Auswertung dieser Kriterien historische Key Performance Metrics als sehr wertvolle Benchmarks für eine detaillierte Analyse erwiesen. Letztere geben aussagekräftige Indikatoren in der Interkommunikation zwischen unterschiedlichen Anwendungen auf End-User Ebene und zum Beispiel Cloud-Diensten, um Verlangsamungen oder Fehler in der Kommunikation klar darzustellen.

Erfahrungsgemäß eignen sich als Key Performance Metrics folgende Kriterien:

  • 1. Client Page Ladezeit
  • 2. Throughput per Reqest
  • 3. Requests
  • 4. Application Server Latenz
  • 5. Server Netzwerk Latenz
  • 6. Client Network Latenz
  • 7. Transmitted packets
  • 8. TCP retransmissions
  • 9. TCP fragmented
  • 10. Transmitted bytes
  • 11. Status

In Verbindung mit einer Configuration Management Database (CMDB) kann die Sammlung dieser Kennzahlen auf IT-Service-Ebene wertvolle Schlussfolgerungen erlauben, welche Dienste in welchen Zeiträumen zu langsam sind und dadurch das Business negativ beeinflussen. Entsprechend können in der CMDB die Service Level Agreements (Verfügbarkeit aber auch Performance SLA) hinterlegt werden, sodass für den Service Level Manager erkennbar wird, für welchen Service die SLAs eingehalten werden, und zwar auch unter dem Gesichtspunkt der Performance aus Anwenderperspektive.

Markterprobte Lösungen

Eine Lösung, die diese Prozesse bereits weitgehend unterstützt und eine quantitativ auswertbare Überwachung auf End-User-Ebene- abdeckt, ist die Kombination der auf „Nagios“ basierenden Überwachungslösung „Neteye“ mit der integrierten Netzwerkanalyse-Funktionen von „ntop“. Die Performance-Daten werden im zentralen Monitoring-System gesammelt.

Georg Kostner: "Neteye ist ein System Management auf Open-Source-Basis. Das Angebot ist im Laufe der letzten Jahre erweitert worden. Zentrale Bereiche wie Asset-, Inventory Management sind integriert, Capacity- und Service Management ebenfalls Teil der Offerte."
Georg Kostner: "Neteye ist ein System Management auf Open-Source-Basis. Das Angebot ist im Laufe der letzten Jahre erweitert worden. Zentrale Bereiche wie Asset-, Inventory Management sind integriert, Capacity- und Service Management ebenfalls Teil der Offerte."
(Bild: Würth-Phoenix)
Eine Datenaggregation zeigt, ob es bei der Nutzung der überwachten IT-Services zu Verschlechterungen bei den einzelnen Benutzern kommt. Das Besondere an diesem Ansatz ist die einfache Implementierung durch die Nutzung einer gesonderten Appliance mit einem vorinstallierten ntop-Paket als passiven Ermittler der Daten.

Die Integration der von Luca Deri entwickelten Probe Software mit Neteye ermöglicht es, durch intelligente Aggregationen zu erkennen, wo die Performance einzelner Services einwandfrei und wo sie mangelhaft ist. Dafür wird für jede Anwenderanfrage ein periodischer Überwachungsprozess des Netzwerkes auf Client-, Server- und Applikationsseite angestoßen. Engpässe werden sichtbar, indem die Abfrage regelmäßig mit einer automatisch ermittelten Mindestqualität abgeglichen wird.

Der Autor:

Georg Kostner ist Produkt-Manager der Open Source-Überwachungslösung Neteye beim IT-Dienstleister Würth Phoenix.

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