Integrationsprojekte kostensparend umsetzen Kosten für IT-Projekte transparent kalkulieren

Von Hendrik Siegeln 3 min Lesedauer

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Unternehmen stehen regelmäßig vor der Entscheidung, ob sie ein IT-Projekt auslagern oder es mit den eigenen Mitarbeitern umsetzen. Hier geht es neben den vorhandenen Kompetenzen und zeitlichen Ressourcen natürlich auch um die Kosten, und zwar sowohl um die der Entwicklung (Cost to build it) als auch um die des Betriebs (Cost to run it).

„You build it, you run it“ – IT-Projekte können durch diese einfache Methode Kosten einsparen.(Bild:  © NicoElNino - stock.adobe.com)
„You build it, you run it“ – IT-Projekte können durch diese einfache Methode Kosten einsparen.
(Bild: © NicoElNino - stock.adobe.com)

Die Frage ist, ob im Hinblick auf Integrationsplattformen die DevOps-Regel „You build it, you run it“ nach wie vor sinnvoll und gegeben ist. Mit den heute verfügbaren technischen Möglichkeiten lassen sich Schnittstellen zwischen Softwarelösungen innerhalb weniger Tage entwickeln. So sind die damit verbundenen Investitionskosten vergleichsweise gering, unabhängig davon, ob die Schnittstellen inhouse oder von einem externen Unternehmen erstellt werden.

Die Rechnung für das IT-Projekt endet hier aber noch nicht, ganz im Gegenteil. Gerade Schnittstellen oder Integrationsplattformen sollen idealerweise über mehrere Jahre verfügbar sein. Damit entstehen für den Betrieb, die Wartung sowie den Support zusätzliche Kosten.

"You build it, you run it."

Bereits im Jahr 2006 äußerte Werner Vogels, Chief Technology Officer bei Amazon, in einem Interview, dass die Übertragung der operativen Verantwortung für eine Lösung an deren Entwickler die Qualität der Services sowohl aus Sicht der Kunden als auch aus technischer Sicht erheblich verbessert. Damit war die Idee der DevOps-Regel „You build it, you run it“ geboren und wird seither in vielen Unternehmen praktiziert. Sie bedeutet, dass jene Entwickler, die einen IT-Service programmiert haben, auch für dessen Support und Wartung verantwortlich sind. Die damit einhergehenden Vorteile sind eine kürzere Time to Market sowie das schnellere Beheben von Fehlern.

Allerdings hat dieses Prinzip auch eine Kehrseite nämlich die mangelnde Skalierbarkeit. Wenn ein Unternehmen beispielsweise über fünf Entwickler verfügt und einer davon eine Schnittstelle programmiert, dann ist er nach der oben genannten DevOps-Regel auch für deren Betrieb verantwortlich und muss einen Teil seiner Zeit dafür aufwenden – Zeit, in der er für andere Programmieraufgaben nicht zur Verfügung steht. Spinnt man dieses Szenario weiter, so ist irgendwann fast das komplette Entwicklerteam mit dem Support der eigenen Lösungen beschäftigt, sodass kaum noch Ressourcen für weitere Programmierungen bleiben.

Einfache Schritte zu einer Optimierung des Arbeitsaufwandes

Die Alternative besteht darin, die eigenen Entwicklungsressourcen ausschließlich für die Programmierung einzusetzen und den Betrieb der Lösungen zu delegieren – entweder an ein hausinternes Support-Team oder an einen externen Anbieter. Unternehmen, die den Betrieb mit eigenen Mitteln bewerkstelligen wollen, müssen dafür eine entsprechende Plattform aufbauen. Die damit verbundenen Kosten werden gern schöngerechnet. Schließlich sind die Entwickler vor Ort und bekommen ihr Gehalt, unabhängig davon, ob sie neue Funktionen programmieren oder bestehende supporten.

Fairerweise muss man aber den Aufwand für Support und Wartung, den die Entwickler betreiben, der Kostenstelle „Betrieb“ zurechnen. Ähnlich verhält es sich mit der Hardware. Selbst wenn der eigene Server noch freie Kapazitäten hat, so muss auch er gewartet und irgendwann aus Performancegründen ausgetauscht werden, was natürlich mit Investitionen verbunden ist.

Daher ist es empfehlenswert, wenn Unternehmen die Kompetenz ihrer IT-Abteilung mit der externer Plattformbetreiber kombinieren. Die eigenen Entwickler, welche die Prozesse verstehen, können sich so darauf konzentrieren, diese mit neuen Funktionen zu optimieren. Der Betrieb erfolgt dann über am Markt verfügbare Plattformen. Dies ist mittelfristig kostengünstiger, schont die eigenen Ressourcen und ermöglicht es, das Geschäft zu skalieren.

Wenn ein Unternehmen sich für den Einsatz einer Integrationsplattform entschieden hat, dann sollte ein Anbieter mit einem transparenten Abrechnungsmodell gewählt werden. „Pay per use“ ist hier der entscheidende Begriff. Unternehmen kaufen dann Lizenzen ein, die sich aus den tatsächlich genutzten und nicht aus den lediglich bereitgestellten Rechenkapazitäten ergeben. Somit steigen und fallen die Kosten mit der unmittelbaren Nutzung, was ebenfalls auf die Skalierbarkeit einzahlt.

Hendrik Siegeln, Chief Innovation Architect bei der Integration Matters GmbH

Bildquelle: Integration Matters GmbH

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