Super Leistung von Kamp DHP mit ein paar Schönheitsfehlern

Im Test: Das virtuelle Datacenter auf täglicher Mietbasis

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Eine einfache Snapshots-Funktion

DHP bietet als zusätzliche Funktionalität auch die von anderen Virtualisierungprodukten bekannten Snapshots an. Bei Kamp nennt sich dies „Recovery Point“. Es lassen sich jederzeit solche Snapshots erstellen und auch auf jeden Snapshot zurückstellen. Die Erzeugung eines Snapshots geht im laufenden Betrieb. Für das Zurückstellen auf einen bestimmten Snapshot muss der Server jedoch ausgeschaltet sein.

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Damit wird es möglich, vor umfangreichen Konfigurationen oder Update-Installationen einen Snapshot zur erstellen, und sollten die Arbeiten erfolgreich sein, kann der Administrator den Recovery Point wieder löschen. Allerdings belegt dieser Recovery Point eben genauso viel Plattenplatz wie der tatsächliche Server.

Bei nur 500 Gigabyte Storage muss der Administrator hier schon haushalten. Aber bei der Mindestvertragslaufzeit von einem Kalendertag kann man flexibel Storage-Erweiterungen für einen kurzen Zeitraum hinzubuchen und wieder kündigen.

Server-Kopien

Im ausgeschalteten Zustand kann der IT-Profi einen ganzen virtuellen Server auch kopieren. Hierfür kann der Administrator beispielsweise den fertig installierten Terminal-Server in einen zweiten Terminal-Server kopieren. Dieser bekommt zwar beim Booten eine eigene IP-Adresse, ist aber ansonsten komplett mit dem Originalserver identisch, inklusive System-ID und Name beziehungsweise Anbindung ans Active Directory. Um die Kopie richtig zu nutzen, muss der Administrator noch den neuen Server sauber konfiguriert ins Active Directory aufnehmen, ohne den Originalserver zu entfernen.

Auch eine Export-Funktion für virtuelle Server steht in Kamp DHP zur Verfügung. DHP erzeugt dabei eine VMDK-Datei, die der Administrator herunterladen kann. Ein starten und nutzen dieser VMDK im „VMware Player“, „VMware Sphere“ oder „Virtual Box“ auf einem lokalen System war problemlos möglich.

Für DataCenter-Insider hat Jürgen Wagner den Service "Dynamic Hardware Pool" der Kamp Netzwerkdienste GmbH auf den Prüfstand gestellt
Für DataCenter-Insider hat Jürgen Wagner den Service "Dynamic Hardware Pool" der Kamp Netzwerkdienste GmbH auf den Prüfstand gestellt
(Bild: Jürgen Wagner)

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Kamp DHP Basispaket erhält der Kunde für einen Tagespreis von 3,30 Euro (zzgl. MwSt.). Das entspricht in einem Monat mit 30 Kalendertagen in etwa 99 Euro (zzgl. MwSt.). Gefühlt scheint es erst einmal günstigere Angebote auf dem Markt der B2B-Anbieter zu geben.

Rechnet man jedoch bei anderen Anbietern den Preis ebenfalls auf einen monatlichen Endpreis dagegen schneidet DHP mehr als gut ab. Bei Host Europe zum Beispiel schlägt der Private Cloud Server XXL mit ca. 125,20 Euro (zzgl. MwSt.) zu Buche und bei IaaS-Anbieter Profitbricks liegt man bei einer ähnlichen Leistungsausstattung deutlich über 400 Euro pro Monat.

* Jürgen Wagner ist freier Berater zum Thema Infrastruktur- und Prozessoptimierung sowie Qualitätsmanagement und Training für IT-Abteilungen aus Augsburg .

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