Super Leistung von Kamp DHP mit ein paar Schönheitsfehlern

Im Test: Das virtuelle Datacenter auf täglicher Mietbasis

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Kleine Schwäche

Leider werden einigen Tasten (@ und \) nicht von der VNC-Konsole unterstützt. Diese Zeichen mussten im Test über die einblendbare „Onscreen“-Tastatur angeklickt werden – was sich im Umgang mit Windows-Servern als lästig herausstellte. Aber fairer Weise muss erwähnt werden, dass der HTML5 basierte „Remote Screen“ ein Administrationswerkzeug zur Einrichtung oder schnellen Kontrolle des Systems ist. Zum produktiven Arbeiten auf Servern gibt es sicherlich bessere Lösungen mit Client-Software oder RDP-Zugang.

Nachdem im Test der Domain-Controller fertig konfiguriert war, wurde aus derselben Appliance-Vorlage heraus ein Windows 2008 R2 File-Server aufgesetzt. Allerdings bekommt dieser Server eine größere virtuelle Festplatte mit 100 Gigabyte, statt der vorgeschlagenen 50 Gigabyte, spendiert. Auch diese Installation war nach wenigen Minuten fertiggestellt (siehe: Abbildung 3).

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Allerdings nutzte die Appliance zunächst nur die Partitionsgröße von 50 Gigabyte. Der restliche Festplattenplatz wurde im Test erst einmal nicht genutzt. Die Systempartition musste mit Windows-Bordmitteln auf den gesamten zur Verfügung stehen Speicherplatz erweitert werden. Das ist glücklicherweise für einen Administrator kein Hexenwerk und Kamp weißt auf diesen Umstand bei der Erstellung der Appliance hin.

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Die Zuordnung weiterer virtueller Festplatten ist bei KAMP DHP ebenfalls möglich. Jedoch musste hierfür der Test-File-Server heruntergefahren werden. Eine Zuordnung im laufenden Betrieb sieht die Lösung derzeit nicht vor.

Um den File-Server in die Domäne aufnehmen zu können, muss er den Domain-Controller im Netzwerk finden. Hierfür wird der bereits konfigurierte Domain-Controller im File-Server als DNS-Server eingetragen. Jeder Server bekommt von der Virtualisierungssoftware eine eigene, über das Internet erreichbare IP-Adresse zugeordnet. Sowohl eine IPv4 als auch eine IPv6-Adresse.

Alle Server in einer virtuellen Infrastruktur sind somit grundsätzlich über das Internet erreichbar. Jeder Server wird dabei über eine eigene, selbst konfigurierbare Firewall geschützt.

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