Microsoft sagt der Datenbankspiegelung adé

Hochverfügbarkeit mit SQL Server 2014 wird teuer

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AlwaysOn Failover Cluster-Instanzen

Die Server-Symbole von SQL Server 2014
Die Server-Symbole von SQL Server 2014
(Bild: Microsoft)
In einem Datencenter lässt sich die Hochverfügbarkeit von SQL Server mit AlwaysOn Failover Cluster-Instanzen umsetzen. Diese Technologie nutzt „Windows Server Failover Clustering“ (kurz: WSFC) und bietet unterstützen ein automatisches Failover.

Lokale Hochverfügbarkeit erfordert redundante Server-Instanzen, die so genannten FCIs (Failover-Cluster-Instanzen), und gemeinsam genutzten SAN-Speicher. Bei einer FCI handelt es sich um eine einzelne Instanz von SQL Server, die verteilt über mehrere WSFC-Knoten (gerne auch über mehrere Subnetze hinweg) installiert wurde.

Im Netzwerk erscheint eine solche Installation als ein einzelner Computer. Microsofts SQL Server Management Studio verbindet sich mit dem Cluster wie mit einem gewöhnlichen Host. Fällt der aktive Knoten aus, erfolgt ein vollautomatisches Failover: Der zweite Knoten übernimmt die Aufgaben des ersten Knoten.

Nicht abgeschlossene Transaktionen gehen verloren

Für die Endanwender hat sich nichts geändert; denn FCI gibt sich nach außen hin immer noch wie der gleiche Host aus. Lediglich nicht abgeschlossene Transaktionen gehen beim automatischen Failover verloren. Bereits abgeschlossene Transaktionen sind von dem Vorfall nicht betroffen.

AlwaysOn Failover Cluster-Instanzen haben dennoch einen Nachteil: Sie schützen die Umgebung vor dem Ausfall eines einzelnen Servers in dem Cluster, nicht jedoch vor dem Ausfall des SAN-Speichers. Alle Knoten greifen nämlich auf denselben gemeinsam genutzten SAN-Speicher zu.

Ein Defekt dieser Hardware könnte im Extremfall zum Verlust aller Daten führen. Um das Risiko zu minimieren, empfiehlt sich der Einsatz von SAN-Replikation. Beim Ausfall des primären SAN-Speichers besteht in diesem Fall die Möglichkeit, die SAN-Replika dem Cluster manuell zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist diese Lösung mit erheblichen Zusatzkosten verbunden und erfordert normalerweise die Beteiligung eines SAN-Administrators.

Die Editionen Standard und BI von SQL Server 2012 und 2014 unterstützen jeweils genau zwei Knoten. Die Enterprise-Version geht diesbezüglich bis an die Grenzen des verwendeten Betriebssystems.

Ein Beispiel

Abbildung 3: Ein Beispielszenario für Hochverfügbarkeit beim Einsatz von SQLServer 2014
Abbildung 3: Ein Beispielszenario für Hochverfügbarkeit beim Einsatz von SQLServer 2014
(Bild: McKinley Denali Inc.)
Hier ein Beispielszenario für die Hochverfügbarkeit von SQL Server in einem Datencenter(siehe Abbildung 2): FCI INST1 unterstützt automatisches Failover zwischen Node1 und Node2; beim Hardwarefehler des gemeinsam genutzten Speichers der beiden Nodes ist dank synchroner Übergabe von T-Logs ein manuelles Failover auf die auf einem einzigen Node laufende INST2. Beim katastrophalen Ausfall der gesamten Infrastruktur des Datencenters A ist dank der asynchronen T-Log-Übergabe an INST3 im Datencenter B die manuelle Notfallwiederherstellung gesichert.

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