Technische Architektur ist definiert Gaia-X-Projekt Tellus erreicht nächsten Meilenstein

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Tellus, das Gaia-X-Entwicklungsprojekt unter der Leitung des Internet-Exchange-Betreibers DE-CIX, hat die Definition der technischen Architektur für die vorliegenden Anwendungsfälle erfolgreich abgeschlossen.

Die Tellus Architektur soll Vernetzung über verschiedene Cloud-Dienste und Datenquellen hinweg bis zum Endnutzer ermöglichen.(Bild:  greenbutterfly - stock.adobe.com)
Die Tellus Architektur soll Vernetzung über verschiedene Cloud-Dienste und Datenquellen hinweg bis zum Endnutzer ermöglichen.
(Bild: greenbutterfly - stock.adobe.com)

Ziel des Projekts Tellus ist die Entwicklung und Bereitstellung einer Gaia-X-konformen Vernetzungsinfrastruktur für sensible Anwendungsfälle, die die bestehende Internet-Infrastruktur nutzt und um eine Softwareschicht ergänzt. Ein brauchbarer Prototyp für diese softwarebasierte Vernetzung soll bis Ende 2024 zur Verfügung stehen.

In einem ersten Schritt hat das Tellus Konsortium zunächst konkrete Anwendungsfälle definiert, die sich durch besonders hohe Anforderungen in Bezug auf Vernetzung zum Beispiel von verschiedenen Cloud-Diensten und -Ressourcen auszeichnen. Darunter fallen die Echtzeit-Erstellung eines „digitalen Zwillings“ von Maschinen und Anlagen in der Industrie 4.0 oder die Übertragung von Bewegungsimpulsen an Roboter.

Auf Basis dieser Anforderungsprofile hat das Projektteam nun eine technische Architektur aus integrierten Softwareinstanzen und homogenen Schnittstellen entworfen. Diese soll eine softwarebasierte Vernetzungsebene (domänenübergreifendes SDN) schaffen, die auf der technischen Grundlage des öffentlichen Internets basiert, aber die Komplexität für Verbindungen durch automatisches Matchmaking mit passenden Providern reduziert und Performance-Garantien erlaubt.

Ein Kern der technischen Architektur ist ein hierarchisches Konzept mit Tellus Nodes bei jedem Teilnehmer und einem Super Node. Der Super Node übernimmt die Berechnung der jeweils besten Route. Dazu greift er auf eine Service Registry zurück, in das andere Provider ihre Services mitsamt der garantierten Performance und erfüllten Sicherheitsanforderungen registrieren. Der Super Node gleicht diese Einträge dann mit dem Anforderungsprofil für den jeweiligen Anwendungsfall ab und übernimmt automatisch das Matchmaking mit passenden Providern. Der Super Node ist dabei eine logisch zentrale Komponente, die aber physisch dezentral auf verschiedene Systeme aufgeteilt sein kann.

Das Projekt wird von einem Konsortium aus zehn Unternehmen und Organisationen getragen und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit rund 8,75 Millionen Euro gefördert.

Zahlen, Daten & Fakten zum Tellus Projekt

• 10 beteiligte Unternehmen & Organisationen: DE-CIX, Cloud&Heat, Kaemi, Mimetik, Plusserver, CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit, SpaceNet, Wobcom, Trumpf, Ionos
• 45+ Teammitglieder
• 8,75 Millionen Euro Fördersumme
• 36 Monate Projektlaufzeit seit November 2021
• 3 konkret ausdefinierte, zukunftsorientierte Anwendungsfälle

Projekt-Meilensteine:
1. Abschluss der Anforderungsanalyse – bereits erreicht
2. Definition der technischen Architektur – bereits erreicht
3. Abschluss der Konzeption von Network und Cloud Layer – voraussichtlich im Sommer 2023
4. Abschluss der Implementierungsphase – voraussichtlich im Herbst 2024
5. Tellus Prototyp ist implementiert und verfügbar – voraussichtlich Ende 2024

(ID:49330205)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung