Automatisierter Zertifizierungsprozess für Cloud-Dienste und -Anwendungen Fraunhofer AISEC ist beim EU-Projekt EMERALD mit an Bord

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Im Rahmen des EU-Projekts EMERALD entwickelt das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) gemeinsam mit Partnern einen automatisierten Zertifizierungsprozess für Cloud-Dienste und -Anwendungen.

Das Fraunhofer AISEC beteiligt sich am EU-Projekt EMERALD.(Bild:  Fraunhofer AISEC / stock.adobe.com)
Das Fraunhofer AISEC beteiligt sich am EU-Projekt EMERALD.
(Bild: Fraunhofer AISEC / stock.adobe.com)

Ziel des Projekts ist es, den Weg zu einem effizienten Certification-as-a-Service (CaaS) zu ebnen, der sowohl die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen von Cloud-Diensten und Anwendungen verlässlich überprüft als auch zugleich flexibel neue regulatorische Anforderungen berücksichtigen kann. Dafür will EMERALD den Technology Readiness Level (TRL) der im Vorgänger-Projekt MEDINA entwickelten Technologien von 5 („Validierung in relevanter Umgebung“) auf 7 („Prototyp in operativer Umgebung“) anheben.

„In einer dynamischen digitalen Welt benötigen Cloud-Anbieter sichere und effiziente Zertifizierungsprozesse, die Nachweise automatisiert erbringen, interoperabel sind und flexibel auf unterschiedliche Anforderungen angepasst werden können“, erklärt Christian Banse, Abteilungsleiter Service and Application Security am Fraunhofer AISEC. Die Leitung des Projekts Tecnalia aus Spanien inne, weitere Partner sind Fabasoft, Consiglio Nazionale delle Ricerche, Software Competence Center Hagenberg, Know Center, CaixaBank, IONOS, CloudFerro, OpenNebula und Nixu. Die Finanzierung stammt aus Mittels des „Horizon Europe“-Programms der EU.

Zertifizierungen und Audits erleichtern

EMERALD soll künftig Anbieter von Cloud-Diensten und Prüfer im Zertifizierungsprozess unterstützen, die Akzeptanz von Cloud-Diensten fördern und zudem sicherstellen, dass diese für alle Beteiligten zugänglich und sicher sind. Dazu sollen im Rahmen des Projekts Prozesse für die Vorbereitung, Verwaltung, Überwachung und Rezertifizierung entstehen.

Für Auditoren sollen ein Prozessrahmen und ein Konzept für die Benutzerinteraktion entstehen. Ziel ist es, Audits einheitlich durchzuführen und die Komplexität zu reduzieren. Cybersicherheits- und Normungsbehörden erhalten neuartige Strategien und Methoden zur Erstellung von Cybersicherheitsanforderungen und -metriken. Sie sollen auf Änderungen reagieren können und interoperabel genug sein, um auf andere Systeme übertragen zu werden. Konkrete Use Cases sind für den Finanz-, öffentlichen und Cloud-Sektor geplant.

Security-Tools Clouditor und Codyze werden weiterentwickelt

Für das Projekt steuert das Fraunhofer AISEC seine bereits entwickelten Security-Tools Clouditor und Codyze ein. Sie sollen Erkenntnisse für automatisierte und zugleich anpassungsfähige Prozesse der Zertifizierung von Cloud-Diensten und -Anwendungen gewinnen. Bei Clouditor handelt es sich um ein Tool zur automatisierten Sicherheits- und Compliance-Analyse von Cloud-Infrastrukturen. Codyze ist ein statisches Code-Analysewerkzeug, das zur automatisierten Überprüfung von Sicherheitslücken und Schwachstellen in Software dient.

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