Mesosphere-DCOS - einfach wie eine Smartphone-App und Google-stark

Ein neues Datacenter-Betriebssystem mit viel Startkapital

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Von allen Unternehmen nutzbar

Die Fähigkeit, bestehende Host-Betriebssysteme einzubinden und zu nutzen, macht einen kompletten Austausch der Technik überflüssig. Somit ist Mesosphere DCOS für jedes Unternehmen nutzbar, das mit Linux arbeitet – unabhängig von deren „Stack“- oder Hardware-Präferenzen.

„Moderne Applikationen sprengen den Rahmen eines einzelnen Servers“, erklärt Florian Leibert, CEO und Mitbegründer von Mesosphere. „Das Datacenter braucht ein Betriebssystem. Mesosphere DCOS automatisiert häufige Vorgänge und macht das gesamte Datacenter programmierbar. Wir geben Entwicklern die Möglichkeit, das gesamte Potential der zur Verfügung stehenden Ressourcen zu nutzen, ohne sich über die Komplexität der Verteilung über hunderte oder gar tausende Rechner Gedanken machen zu müssen. Wir entwickeln moderne, verteilte Systeme, die sich einfach aufsetzen und betreiben lassen – so als ob sie auf einem einzelnen Rechner laufen würden.“

Schritte einer Erfolgsgeschichte

Im Juni 2014 schloss Mesosphere die von Andreessen Horowitz geleitete zweite Finanzierungsrunde ab, die 10,5 Millionen Dollar einbrachte. Weitere Kapitalgeber waren Data Collective und Fuel Capital.

Im August nahm das Unternehmen „Mesosphere for Google Cloud Platform“ in Betrieb und brachte damit das Potential von Mesos und Google Kubernetes in die Cloud. Im September gab Mesosphere bekannt, dass der führende Cloud-System-Experte von der Universität Stanford, Christos Kozyrakis, für das Führungsteam gewonnen werden konnte. Im Oktober wechselte Benjamin Hindman, der Mesos am Berkeley AMPLab entwickelte von Twitter zu Mesosphere.

Er sagt: „Unsere Vision bei der Entwicklung des DCOS ist es, dass Applikationen im Datacenter die Hauptrolle spielen, nicht die Server. Administratoren und Entwickler sollen in der Lage sein, Applikationen unter Rückgriff auf die in einem Cluster verfügbaren Ressourcen mit derselben Leichtigkeit aufzusetzen, mit der ein Anwender ein Programm auf seinem Computer oder Smartphone startet.“

Entwickler in Deutschland gesucht

Genau wie ein Host-Betriebssystem (eines Einzelrechners) ermöglicht es Mesosphere DCOS, dass mehrere Entwicklungsteams mehrere Applikationen (jeweils bestehend aus mehreren Prozessen) gleichzeitig auf gemeinsam genutzten Ressourcen ausführen.

Das von den deutschen Software-Ingenieuren Florian Leibert und Tobias Knaup gegründete Unternehmen Mesosphere unterhält seit Juni diesen Jahres auch ein Büro in Hamburg. Um das Wachstum in Deutschland und Europa voran zu treiben und die europäischen Kunden besser bedienen zu können, werden für die Hamburger Niederlassung aktuell Software-Entwickler gesucht. Im Laufe des kommenden Jahres soll der Aufbau der Vertriebsabteilung folgen.

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