Nicht schlecht, aber Altsysteme hemmen die Digitalisierung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Zwar komme die Fertigungsindustrie bei der Digitalisierung recht gut voran, doch ältere Systeme drosseln dabei die Geschwindigkeit, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Valtech hat eine Umfrage unter IT-Entscheidern durchführen lassen. Dabei wurde die Frage beantwortet, wie es mit der digitalen Transformation in der deutschen Fertigungsindustrie aussieht. Hier kommen die Antworten.(Bild:  Valtech)
Valtech hat eine Umfrage unter IT-Entscheidern durchführen lassen. Dabei wurde die Frage beantwortet, wie es mit der digitalen Transformation in der deutschen Fertigungsindustrie aussieht. Hier kommen die Antworten.
(Bild: Valtech)

Das produzierende Gewerbe, einer der wichtigsten Industriezweige in Deutschland, muss aufgrund von hohem Wettbewerbsdruck, veränderten Kundenbedürfnissen und steigenden Kosten in die digitale Transformation investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch wie sieht es damit aus? Das bringt eine Befragung im Auftrag von Valtech, the Experience Innovation Company, ans Licht. Sie knüpft an deren kürzlich veröffentlichte Studie unter globalen Entscheidern „The Voice of Digital Leaders“ an.

Trotz eines höheren digitalen Reifegrads und greifbarer Vorteile durch die Transformation, sehen sich demnach deutsche Fertigungsunternehmen weiterhin mit Hindernissen konfrontiert. Für 60 Prozent der Befragten ist etwa die Implementierung in bestehende Altsysteme die größte Hürde. Rund 40 Prozent haben mit Widerständen gegen Veränderungen, Budgetbeschränkungen (32 %) und fehlendem technischen Wissen (24 %) zu kämpfen. Und 28 Prozent der Befragten sehen die Cybersicherheit als Bremsklotz für ihre Transformationsprozesse.

Die digitale Transformation ist in vollem Gang

Die jetzt veröffentlichte Studie bestätigt, dass die digitale Transformation in vollem Gange ist. Nur 1,3 Prozent der Befragten sind nämlich noch in der frühen Anfangsphase, während 40 Prozent angeben, dass sich ihr Unternehmen bereits in der mittleren oder sogar schon in der fortgeschrittenen Phase (28 %) der digitalen Transformation befindet. Und rund 15 Prozent haben diese vollständig integriert und optimiert. Eine fortgeschrittene digitale Transformation bietet vor allem gesteigerte Effizienz (63 %) und ein verbessertes Datenmanagement (38,5 %). Rund 28 Prozent der Befragten verzeichnen auch eine allgemeine Optimierung des Kundenerlebnisses. Der insgesamt gestiegene Reifegrad spiegelt sich auch im Investitionsniveau wider. Das macht sich folgendermaßen deutlich:

  • Bei fast 70 Prozent der Befragten bleiben die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr entweder gleich oder steigen.
  • Bei 26 Prozent der Befragten sollen die Investitionen sogar um mehr als 15 Prozent steigen.
  • Um Wachstum und Innovation voranzutreiben, investiert mehr als die Hälfte der deutschen Fertigungsunternehmen in Cloud Computing (53 %) sowie Künstliche Intelligenz und Machine Learning (51 %).
  • Weitere Investitionen fließen in die Bereiche Cybersicherheit (44 %), Verbesserung der Customer Experience (fast 23 %) sowie in Big Data (22 %) und IoT (21 %).

Die Ergebnisse der neuen Studie decken sich nach Aussage von Valtech mit der kürzlich veröffentlichten globalen Studie „The Voice of Digital Leaders“, die ebenfalls einen weltweiten Aufwärtstrend bei der digitalen Reife feststellt. Die Investitionen haben sich vom Neugeschäft hin zum Ausbau digitaler Kompetenzen entlang der gesamten Customer Journey verlagert. Insbesondere Investitionen in „After Sales“-Aktivitäten, wie Kundenportale und E-Commerce, haben demnach zugenommen.

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Jetzt gilt es, den Kunden in den Fokus zu nehmen

Die deutsche Fertigungsindustrie hat eine lange Tradition und ein hohes Innovationsniveau, doch der Druck aus dem Ausland nimmt stetig zu, kommentiert Herbert Pesch, Managing Director von Valtech B2B. Die generelle Zunahme des digitalen Reifegrads und das anhaltende beziehungsweise steigende Investitionsniveau – insbesondere in Bereichen wie KI und Machine Learning – sind dabei ein Schritt in die richtige Richtung, wie es weiter heißt.

Damit sich dieser Aufwärtstrend fortsetze, müssten deutsche B2B-Hersteller den Fokus bei der digitalen Transformation jedoch von der reinen Effizienzsteigerung hin zur Kundenzentrierung verlagern und sich nicht von Legacy-Systemen und fragmentierten Datenarchitekturen ausbremsen lassen.

Es braucht Dienstleistungen rund um Kunden-Assets

Pesch glaubt, dass die Schaffung digitaler Dienstleistungen für Kunden rund um ihre Assets eine große Chance für industrielle Hersteller und ein großer Vorteil für seine Kunden ist. Einerseits erhielten sie damit fachkundige Unterstützung auf der Grundlage ihrer Betriebsdaten, was zu einer höheren Effizienz und Zuverlässigkeit führt. Andererseits könnten diese Dienstleistungen als Plattform für die Lead-Generierung und Neukundengewinnung dienen – insbesondere angesichts der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit in der gesamten Branche.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Industry of Things.

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