Der digitale Arbeitsplatz entwickelt sich ständig weiter und wird von der Welt um ihn herum beeinflusst. Der Klimawandel, die faire und respektvolle Behandlung von Arbeitnehmern, effizientere Ressourcennutzung durch generative künstliche Intelligenz (GenAI) und die Zunahme der missbräuchlichen Nutzung von KI sind einige der verschiedenen Aspekte.
Nachhaltigkeit durch Digitalisierung, menschenzentrierte Arbeitsumgebungen und der Einsatz von GenAI zur Prozessoptimierung sind die Trends 2025 für den digitalen Arbeitsplatz.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)
Konica Minolta prognostiziert im Folgenden einige der wichtigsten Trends für den digitalen Arbeitsplatz im Jahr 2025:
Trend 1: Nachhaltigkeit und ressourceneffizientes Wirtschaften
Die Auswirkungen des Klimawandels werden für immer mehr Menschen spürbar, auch in Europa. Nachhaltigkeit, grüne Technologien und ressourceneffizientes Wirtschaften sind daher wichtige Themen für 2025. Das gilt auch für den Digital Workplace.
Die Digitalisierung eignet sich hervorragend, um Papierdokumente und den damit verbundenen Abfall zu ersetzen. Statistiken zeigen auch, dass Cloud-Lösungen energieeffizienter sind als IT-Umgebungen, die auf lokalen Servern betrieben werden. Andererseits verbrauchen die Digitalisierung und die wachsenden Datenmengen ebenfalls Energie, insbesondere durch die zunehmende Integration von KI.
Auch die IT-Infrastruktur wächst: Unternehmen bauen oder erweitern Rechenzentren, schaffen Hardware an und rüsten sie auf. Außerdem stellen sie sicher, dass Mitarbeiter Geräte erhalten, die den neuesten Anforderungen entsprechen. Das hat Folgen: Der Elektronikschrott wächst dreimal so schnell wie die Weltbevölkerung. Zusätzlich zeigen Studien, dass die Speicherung von einem Gigabyte Daten 0,28 Kilogramm CO2 verursacht.
Trend 2: Der Mensch im Mittelpunkt des Arbeitsplatzes
In den letzten Jahren ist der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Dieser Trend wird sich auch 2025 in der Arbeitswelt fortsetzen. Menschen wollen sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen und ihre Kreativität entfalten können. In der Praxis bedeutet dies, komfortable und ergonomische Arbeitsplätze zu schaffen und sowohl die physischen als auch die psychischen Bedürfnisse der Mitarbeiter zu berücksichtigen, um effizient arbeiten zu können. Die Förderung eines integrativen Umfelds, das Einfühlungsvermögen der Führungskräfte und die Einbeziehung in Entscheidungsprozesse tragen ebenfalls dazu bei, dass sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wertgeschätzt und unterstützt fühlen.
Die Ermutigung zur Teilnahme an sozialen Initiativen und gemeinnütziger Arbeit hilft den Mitarbeiter, sich in der Gemeinschaft zu engagieren. Darüber hinaus schätzen es die Mitarbeiter, wenn ihnen durch flexible Arbeitszeiten und berufliche Weiterentwicklung eine gesunde Work-Life-Balance ermöglicht wird. Eine faire Entlohnung für die geleistete Arbeit (inklusive Zusatzleistungen und Incentives) trägt zur Motivation und Loyalität der Mitarbeitenden bei.
Trend 3: Generative KI und Automatisierung
Der Einsatz von Gen AI und Automatisierung wird 2025 weiter zunehmen. Diese Technologien werden dazu beitragen, Prozesse zu rationalisieren, die Produktivität zu steigern und den Arbeitsalltag zu verbessern. Gängige KI-gestützte Tools können bei der Erstellung und dem Verfassen von schriftlichen Dokumenten wie Marketingtexten, Berichten oder E-Mails helfen. Darüber hinaus erstellt die künstliche Intelligenz (KI) qualitativ hochwertige (und häufig lizenzfreie) Bilder.
Einzelhändler und andere Dienstleister im Online-Kundendienst setzen häufig KI-gesteuerte Chatbots im operativen Geschäft ein, um Kundenanfragen sofort zu beantworten. In anderen Bereichen kann generative KI bei der Analyse großer Datensätze unterstützen, um genauere datengestützte Entscheidungen zu treffen. Sie kann auch zur Verarbeitung elektronischer Rechnungen oder zur Automatisierung von Personalbeschaffungsprozessen eingesetzt werden, indem sie bei der Suche nach geeigneten Bewerbern durch das Screening von Bewerbungen hilft.
Trend 4: KI-gesteuerte Cyber-Bedrohungen
Cyberkriminelle nutzen KI zunehmend für Angriffe. Anfang 2024 ist eine Nachricht veröffentlicht worden. In dieser ist von einem in Hongkong ansässigen Unternehmen die Rede, welches 40 Millionen US-Dollar verloren hat, weil ein Videogespräch mit überzeugend generierten KI-Versionen von Führungskräften gefälscht wurde, um Zahlungen zu autorisieren.
Deutschland setzt verstärkt auf Cloudsicherheit, um die sensiblen Daten seiner Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen. Es wird erwartet, dass der Umsatz mit Cloud-Sicherheit bis 2029 jährlich um 23,8 % wachsen wird zu einem prognostizierten Marktvolumen von 318,30Mio. Euro.
(Bild: Statista)
Der „Microsoft Digital Defence Report 2024“ hebt KI als eine der aktuellen und aufkommenden Bedrohungen für die IT-Sicherheit hervor. KI-Angriffe können sich gegen die IT-Infrastruktur richten. Beispiele sind KI-gesteuerte Malware und Ransomware, die automatische Erkennung und Ausnutzung von Schwachstellen, die Umgehung von KI-Angriffen auf Systeme des maschinellen Lernens und das Knacken von Passwörtern.
KI-Angriffe können sich auch gegen Menschen richten und Methoden wie Phishing, Vishing (Sprachphishing über Telefonanrufe) und Deepfaking einsetzen. Unternehmen sollten daher KI und maschinelles Lernen einsetzen, um diese Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen und darauf zu reagieren. Darüber hinaus sollten sie Mitarbeiterschulungen durchführen, um das Bewusstsein der Belegschaft zu schärfen und der Belegschaft den richtigen Umgang mit KI-Angriffen zu vermitteln.
Stand: 08.12.2025
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Trend 5: Enhanced Cloud Security
Da immer mehr Unternehmen auf die Cloud setzen, hat die Sicherung von Cloud-Umgebungen höchste Priorität, insbesondere angesichts der Entwicklung KI-gesteuerter Cyber-Bedrohungen. Unternehmen sollten sicherstellen, dass sie über die richtigen Sicherheitsvorkehrungen verfügen, um sensible Daten zu schützen und Compliance-Anforderungen (wie GDPR und NIS-2 in Europa) zu erfüllen, aber auch um das Vertrauen ihrer Kunden zu erhalten und die Skalierungsanforderungen des hybriden Arbeitens zu ermöglichen.
Zahlen von Statista zeigen, dass die Nachfrage nach Cloud-Sicherheit mit einer jährlichen Wachstumsrate von 26 Prozent bis 2029 deutlich steigen wird. Sicherheitsmaßnahmen umfassen die Implementierung robuster Zugangskontrollen, Verschlüsselung und Überwachung, um die in der Cloud gespeicherten Daten zu schützen.