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Handel profitiert am stärksten von Big Data

Marketing, Vertrieb und Kunden-Support steuern daher zusammen genommen mehr als 43 Prozent des Budgets für Big-Data-Projekte bei. Diese Abteilungen gingen 2012 von einer Return-on-Investment-Rate (RoI) zwischen 41,4 Prozent (Marketing) und 55,9 Prozent (Kundenservice) aus.
Mit 78,1 Prozent waren dagegen die Erwartungen der Logistikabteilung deutlich höher als die aller anderen Unternehmensbereiche. Vorteile durch Big Data sehen Logistik-Fachleute vor allem in zwei Bereichen: bei der Nachverfolgung des Lieferstatus von Produkten und dem Identifizieren von besonders großen Kostenblöcken.
RoI von über 50 Prozent?
Wenig überraschend ist, dass vor allem Handelsunternehmen sich den größten Nutzen von Big Data versprechen. Das gilt speziell für Firmen, die ihre Produkte online vertreiben. An die 35 Prozent der Studienteilnehmer aus diesem Bereich rechnen mit einem RoI ihrer Big-Data-Investitionen von mehr als 50 Prozent.
Zum Vergleich: bei Energieversorgern und Banken gehen nur 33 Prozent der Unternehmen von einem solch hohen ROI-Wert aus, bei Firmen aus der Konsumgüterbranche sind es nur 17 Prozent.
Größtes Hindernis: die Unternehmenskultur – nicht die Technik
Eines der interessantesten Ergebnisse der Studie von TCS ist, dass nicht nur technologische Faktoren die Umsetzung und den Erfolg von Big-Data-Projekten beeinträchtigen, sondern Punkte, die eng mit der Organisation und Kultur eines Unternehmens zusammenhängen. Die größte Herausforderung besteht nach Angaben der befragten Führungskräfte darin, die einzelnen Geschäftsbereiche dazu zu bringen, die in ihren Abteilungen vorhandenen Informationen für Big-Data-Initiativen zur Verfügung zu stellen.
An der Tagesordnung sind nach wie vor „Silos“, die einen Austausch von Daten über die Grenzen einer Organisation hinaus verhindern. In vielen Fällen ist dies aus Sicht von Abteilungs- oder Bereichsleitern auch gar nicht erwünscht.
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