Vor dem Schritt in die Cloud müssen die Anwenderrollen klar definiert sein

Client-Virtualisierung lohnt sich – aber nicht immer

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Einfache Verwaltung – auch im Fehlerfall

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Im Fall von Thin Clients kommt eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik zu Kosteneinsparungen von 23 bis 29 Prozent gegenüber gemanagten und voll ausgerüsteten PCs. Thin Clients haben außerdem einen geringeren Stromverbrauch und sie verursachen weniger Lärm. Last but not least liegt ihre Nutzungsdauer mit 60 Monaten deutlich über der von konventionellen PCs. Diese „leben“ nur 36 Monate.

Kaum Interesse bei Großunternehmen

Überraschenderweise besteht jedoch kaum Bereitschaft zur Virtualisierung in Unternehmen mit mehr als tausend PC-Arbeitsplätzen. Die Gründe liegen wahrscheinlich in den historisch gewachsenen, sehr heterogenen ICT-Landschaften mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Endgeräten.

Dieser Umstand macht die Virtualisierung aufwändig und schwierig. „Solche Unternehmen müssen ihre IT-Landschaften in der Regel erst einmal konsolidieren und standardisieren, bevor sich für sie eine Client-Virtualisierung auch aus der Kostensicht rechnet“, sagt IDC-Analyst Matthias Kraus.

Nach wie vor besitzen Großunternehmen 80 bis 90 Prozent gemanagte Desktop-Systeme. Somit lassen sich dort durch Virtualisierung keine großen Einspareffekte ableiten. Diese entstehen erst, wenn mindestens die Hälfte aller Arbeitsplätze virtualisiert ist. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Er erfordert eine ausgereifte Technologie im Hintergrund.

weiter mit: Managed Desktop, Feind der Virtualisierung

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