Kommentar von Uwe Specht, Pegasystems „Jetzt löst Low-Code sein Versprechen ein“

Ein Gastkommentar von Uwe Specht * 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Es wächst zusammen, was zusammengehört: Business und IT kommen sich immer näher und beschleunigen dadurch die Software-Entwicklung. Low-Code-Plattformen liefern ihnen dafür die gemeinsame technologische Basis.

Low-Code-Plattformen haben inzwischen Enterprise-Reife erreicht, wie Uwe Specht von Pegasystems unterstreicht.(©  Chan2545 - stock.adobe.com)
Low-Code-Plattformen haben inzwischen Enterprise-Reife erreicht, wie Uwe Specht von Pegasystems unterstreicht.
(© Chan2545 - stock.adobe.com)

Low-Code-Plattformen traten vor einigen Jahren mit dem Versprechen an, Business und IT zusammenzubringen und so für mehr Agilität in der Softwareentwicklung zu sorgen. Das ist auch dringend nötig, denn die Kundenanforderungen ändern sich immer schneller und Unternehmen benötigen deshalb am laufenden Band neue oder optimierte Software. Die Backlogs der IT-Abteilungen sind dadurch so prall gefüllt, dass sie mit der Abarbeitung nicht mehr hinterherkommen.

Die Idee hinter den Low-Code-Plattformen: Citizen Developer, also technisch versierte Mitarbeiter aus den Fachabteilungen, entwickeln wesentliche Bestandteile der benötigten Software mithilfe vorgefertigter Bausteine selbst und die zentrale IT unterstützt sie, wenn die Anforderungen komplexer sind. So wird die IT entlastet und die Entwicklung von Software beschleunigt.

Jetzt zeichnet sich ab, dass die Plattformen ihre Versprechen einlösen und sich in der Breite durchsetzen. Haben früher beispielsweise nur einzelne Behörden eine Low-Code-Plattform eingesetzt, weil sie unter großem Zeitdruck Anforderungen wie die Abwicklung der Corona-Hilfen umsetzen mussten, werden sie heute praktisch von ganzen Bundesländern genutzt. Und suchten große Unternehmen in ihren Ausschreibungen früher konkrete Lösungen für Fachprobleme, wie etwa die Neuentwicklung eines Kundendienst-Portals, schreiben sie heute oft nur noch eine Low-Code-Plattform mit den gewünschten Eigenschaften aus. Was sie damit vorhaben, erfährt man in der Ausschreibung gar nicht mehr.

Der Grund für die immer größere Marktdurchdringung: Die Plattformen haben inzwischen Enterprise-Reife erreicht. Sie bringen einen mächtigen Funktionsumfang mit, der sich von KI über die Erstellung von Benutzeroberflächen und den Support mobiler Endgeräte bis hin zur Anbindung unterschiedlichster Backends erstreckt. Das führt zum einen dazu, dass Citizen Developer auch relativ herausfordernde Probleme in Eigenregie lösen können. Zum anderen ist die zentrale IT zunehmend bereit, generische Funktionen, Bausteine und Module wie etwa komplexe Integrationssysteme umzusetzen, die immer wieder verwendet werden können.

Dieses Zusammenwachsen von Business und IT auf Basis einer gemeinsamen technologischen Plattform spiegelt sich in der zunehmenden Verbreitung von Fusion Teams wider. Immer mehr Unternehmen und Behörden richten solche Teams ein, die eine Matrixorganisation darstellen und zwischen Fachabteilungen und IT angesiedelt sind. Sie kommen immer dann zusammen, wenn die Komplexität oder Kritikalität einer Anwendung so groß ist, dass Citizen Developers sie nicht allein bewältigen können und deshalb die Unterstützung von professionellen Entwicklern und IT-Verantwortlichen benötigen.

Das Zusammenwachsen von Business und IT zeigt sich aber auch daran, dass der agile Ansatz zunehmend von der Softwareentwicklung auf die Fachabteilungen übergreift. Immer öfter beschreiben Business-Teams keine Anforderungen mehr, sondern formulieren Ziele und definieren Sprints für den Weg dorthin. Auch in diesem Sinne machen Low-Code-Plattformen also ihr Versprechen wahr.

* Über den Autor
Uwe Specht ist Senior Specialist Solutions Consultant bei Pegasystems.

Bildquelle: Pegasystems

(ID:49913808)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung