KI-gesteuert – die Zukunft des API-Managements Boomi präsentiert neue Lösung für API-Steuerung und Integration

Von Elke Witmer-Goßner 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Boomi hat eine neue API-Management-Lösung vorgestellt, die Unternehmen dabei unterstützen soll, die wachsende Anzahl an Schnittstellen effizient zu verwalten. Die Lösung kombiniert API-Management mit Integration, Automatisierung, Datenverwaltung und KI-Fähigkeiten innerhalb der Boomi Enterprise Plattform.

Mit der neuen Plattform für API Management will Boomi ein starkes Ökosystem für Unternehmen zur Verfügung stellen, die ihre API-Strategie optimieren möchten.(Bild:  Tomasz Zajda - stock.adobe.com)
Mit der neuen Plattform für API Management will Boomi ein starkes Ökosystem für Unternehmen zur Verfügung stellen, die ihre API-Strategie optimieren möchten.
(Bild: Tomasz Zajda - stock.adobe.com)

Die neue Lösung basiert auf bestehenden API-Management-Funktionen sowie den kürzlich von Cloud Software Group und Apiida erworbenen Technologien. Unternehmen sollen von einer verbesserten Sicherheit, Skalierbarkeit und Governance profitieren, um den API Sprawl – also das unkontrollierte Wachstum von APIs – zu reduzieren.

Laut einer IDC-Studie haben Unternehmen, die generative KI intensiv nutzen, rund fünfmal mehr APIs als Unternehmen ohne signifikante KI-Investitionen. Ohne effektives Management drohen Sicherheitsrisiken und ineffiziente Prozesse. „APIs sind das Rückgrat der KI-Innovation und ermöglichen die Vernetzung zwischen KI-Modellen, Agenten und Unternehmenssystemen“, erklärt Shari Lava, Senior Research Director für KI und Automatisierung bei IDC. Ein effektives API-Management sei entscheidend, um Sicherheit, Skalierbarkeit und Governance zu gewährleisten.

Boomi API Management will die Auffindbarkeit und Steuerung von APIs optimieren und damit nahtlose Systemintegrationen sowie KI-gestützte Prozesse ermöglichen. Die Lösung unterstützt sowohl Boomi- als auch Drittanbieter-API-Gateways. Durch den Einsatz von Boomi AI Agents sollen Unternehmen ihre Technologieinvestitionen in Wettbewerbsvorteile verwandeln können.

Kernfunktionen von Boomi API Management:

  • Stärkung der Governance: Einheitliche Verwaltung von APIs zur Verbesserung von Sicherheit, Qualität und Wiederverwendbarkeit.
  • Unbegrenzte Cloud-Skalierbarkeit: Sicherstellung hoher Performance und Zuverlässigkeit für geschäftskritische Anwendungen und KI-Systeme.
  • Vernetzung auf einer Plattform: Verbindung von APIs, Anwendungen, Daten und KI zur Schaffung neuer Geschäftschancen und verbesserter Effizienz.
Im Interview

Markus Müller, CTO von Boomi, erklärt im Interview mit CloudComputing-Insider die neue Lösung für API-Management:

Warum ist API Sprawl ein wachsendes Problem für Unternehmen und wie genau kommt es dazu? Welche Probleme treten konkret auf, wenn große API-Landschaften verwaltet werden müssen?

Markus Müller: In modernen Unternehmen wird häufig der API-First-Ansatz verfolgt. Dieser ist besonders effektiv, wenn die APIs nicht zentral, sondern von den jeweiligen Teams definiert werden. Es werden also eine Vielzahl von APIs erstellt, viele davon außerhalb der Kontrolle des zentralen Plattform-Teams. Dies führt zu einer schlechten Auffindbarkeit, was wiederum zur Folge hat, dass die gleichen oder ähnliche APIs mehrfach implementiert werden. Ebenso unterscheiden sich die erstellten APIs oft stark, was den Aufwand der Nutzung dieser APIs deutlich erhöht. Für APIs außerhalb des Management-Bereichs kann außerdem nicht garantiert werden, dass diese entsprechend den Unternehmensvorgaben sicher konfiguriert und betrieben werden.

Boomi setzt für das API-Management auf KI-gestützte Automatisierung. Wie genau wird Agentic AI in der Lösung eingesetzt?

Müller: Das Boomi API Management kann auf das gesamte Wissen der Boomi AI Teams zurückgreifen. Dies werden wir nutzen, um den gesamten Lebenszyklus einer API mit künstlicher Intelligenz zu unterstützen. Den Anfang macht das Erstellen der Dokumentation von APIs. Darüber hinaus stehen den API-Management-Kunden natürlich alle Plattform-Agenten wie z. B. Boomi Answers zur Verfügung.

Welchen Mehrwert verspricht Boomi den Anwendern?

Müller: Der Mehrwert von Boomi zeigt sich in drei Bereichen: Zum einen wird das Thema Governance übergreifend über die gesamte API-Landschaft eines Unternehmens gelöst. Darüber hinaus erhalten Kunden tiefgehende Einblicke in ihr API-Programm. Dies umfasst z. B. statistische Auswertungen über Sicherheit und Qualität der APIs, Weiterbildungsbedarf der Teams, aber auch Auswertungen über das Aufrufverhalten und mögliche Fehlerquellen. Des Weiteren löst Boomi API Management diverse Probleme, die entstehen, wenn das API-Programm eines Unternehmens herauf skaliert wird. Dies umfasst beispielsweise gehostete Lösungen für hohen Traffic und global verteilte Infrastrukturen. Zuletzt führen die angebotenen Funktionen im Bereich „API as a Product“ und die KI-gestützten Management-Funktionen zu einer Steigerung des Geschäftspotenzials von APIs.

Was unterscheidet die Boomi-Lösung von anderen API-Management-Lösungen?

Müller: Im Gegensatz zu anderen Lösungen wurde Boomis API Management nach dem Prinzip des Federated API Managements aufgebaut. Dies bedeutet, dass sämtliche Funktionen in den Bereichen Management, Produkte und Governance nicht nur für API Gateways von Boomi verfügbar sind, sondern auch für bereits existierende API Gateways anderer Hersteller. So erhalten Kunden ein Control Plane für ihre gesamte API-Landschaft. Des Weiteren ist Boomi API Management Teil unserer Enterprise-Plattform. Wir können den Kunden also eng integrierte Lösungen in den Bereichen Integration und Automation, Datenmanagement und AI Management anbieten. Dies ist in dieser Form einmalig am Markt.

Wie werden sich APIs im Zeitalter der generativen KI verändern? Welche Entwicklungen und Auswirkungen sind zu erwarten?

Müller: APIs werden ein noch zentralerer Teil der Infrastruktur eines Unternehmens. Sie werden die zentrale Schnittstelle zwischen KI-Lösungen und den verschiedenen Systemen und Datenbanken. Sie werden also die gleiche Bedeutung innerhalb von Unternehmen erhalten, die sie bereits in der Kommunikation mit Partnern und Kunden innehaben. Zusätzlich hängt die Leistung von KI-Systemen sehr stark von der Qualität der sogenannten Tools, also der APIs, die Funktionalitäten zur Verfügung stellen, ab. Zusätzlich zu den generalistischen APIs, die wir heute sehen, wird es viele sehr spezifische, auf genau einen Anwendungsfall ausgerichtete APIs geben. Letztlich erwarten wir im Bereich der künstlichen Intelligenz eine weitere Demokratisierung. Die Anzahl der Mitarbeiter in einem Unternehmen, die KI-Agenten und KI-Tools entwickeln und konzipieren, wird deutlich steigen. Dies bedingt API-Technologien, die nicht nur Experten verstehen.

(ID:50330973)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung