EU-Datenschutz-Grundverordnung

Wie Unternehmen personenbezogene Daten schützen können

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5 Tipps wie Unternehmen personenbezogene Daten schützen können

1. Wissen, wer Daten verarbeitet und welche Cloud-Apps dabei genutzt werden

Um sich auf die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung vorzubereiten, sollten Unternehmen in einem ersten Schritt alle Cloud-Anwendungen auflisten, die in ihrer Organisation eingesetzt werden. Daraufhin sollte sich der Zuständige ansehen, in welchem Land und wie die Daten gespeichert werden – denn der Hauptsitz des App-Anbieters ist in der Regel nicht der Ort, an dem die Daten gespeichert werden.

2. Verhindern, dass persönliche Daten in nicht-genehmigten Cloud-Diensten gespeichert und ausgetauscht werden

Informieren Sie sich: welche Apps entsprechen Ihren Sicherheitsstandards? Diejenigen, die es nicht tun, sollten blockiert beziehungsweise deren Nutzung kontrolliert werden. Zur Unterstützung stehen technische Lösungen zur Verfügung, die Cloud-Apps anhand von vielen Parametern analysieren und bewerten. Damit lassen sich ähnliche Dienste vergleichen und mangelhafte Apps aussortieren.

3. Vereinbarungen mit Cloud-Anbietern treffen, die die Verordnung und die unternehmensinternen Richtlinien einhalten

Sobald Sie den Überblick haben und wissen, wie viele und welche Apps genutzt werden, vergleichen Sie Apps mit ähnlichen Funktionen miteinander und treffen Sie dann eine Auswahl. Welche Apps entsprechen den Anforderungen der neuen Verordnung? Gehen Sie auf die ausgewählten Anbieter zu und schließen Sie Datenverarbeitungsvereinbarungen ab, die auch den Weg der Datenverarbeitung festhalten.

4. Nur notwendige Daten sammeln

In der Datenverarbeitungsvereinbarung sollten Sie festhalten, dass nur diejenigen personenbezogenen Daten gesammelt werden, die für den Betrieb der App erforderlich sind. Die Erfassung von Sonderdaten, beispielsweise Ethnie und Religionszugehörigkeit, sollte eingeschränkt werden.

5. Daten nach Ende der App-Nutzung löschen

In den Nutzungsbedingungen einer App sollte festgelegt werden, dass die eigenen Daten nach Ende der App-Nutzung heruntergeladen werden können und auf Seiten der App gänzlich gelöscht werden. Bringen Sie in Erfahrung, wie lange der App-Anbieter dafür braucht. Denn mit jedem Tag, den die Daten auf dem Server verweilen, steigt das Risiko der Offenlegung.

Netskope und der Autor

„Cloud with Confidence“: Netskope ist ein Lösungsanbieter zur Absicherung von Cloud-Anwendungen. Die Netskope Active Platform bedient sich sogenannter Cloud Access Security Broker (CASB), mit deren Hilfe genehmigte als auch ungenehmigte Enterprise-Cloud-Apps detailliert erfasst und kontrolliert werden können. Damit lässt sich die Nutzung von Apps – On-Premises oder Remote – kontrollieren, vertrauliche Daten schützen und die Einhaltung von Vorschriften und Richtlinien in Echtzeit auf jedem Gerät gewährleisten, einschließlich nativer Apps auf mobilen Geräten.

Fabian Sander, Director CEUR, Netskope
Fabian Sander, Director CEUR, Netskope
(Bild: Netskope)

Fabian Sander ist seit September 2014 Director CEUR bei Netskope. Zuvor war er Sales Manager bei Juniper Networks, Manager Central Europe bei Trapeze Networks, Regional Sales Manager bei Symbol/Motorola, Account Manager bei Computacenter sowie Viag Intercom/British Telecom. Er absolvierte seinen Betriebswirt an der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Essen.

* Fabian Sander, Director CEUR, Netskope

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