5 Skills für die heimlichen Helden der IT Wie Netzwerkadmins ticken sollten

Von Bernhard Lück

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Digitalisierung, Cloud-Lösungen, „As-a-Service“-Angebote oder neue Arbeitsmodelle wie Remote Work – ohne Netzwerke funktioniert nichts. Sie am Laufen zu halten, zehrt zuweilen an den Nerven und Kräften. Opengear empfiehlt Netzwerkadministratoren, sich fünf Skills anzueignen.

Administratoren sollten auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren können.(Bild:  © – metamorworks – stock.adobe.com)
Administratoren sollten auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren können.
(Bild: © – metamorworks – stock.adobe.com)

Ohne Netzwerke steht die Welt still. Auf deren Administratoren, den heimlichen Helden der IT, ruht daher eine immense Verantwortung. Opengear nennt fünf Kernkompetenzen, mit denen sie ihre täglichen Herausforderungen meistern.

Skill 1: Innovationsbereitschaft

Den Satz „Das haben wir aber schon immer so gemacht“ sollten Netzwerkadministratoren aus ihrem Denken erbarmungslos streichen. Natürlich ist nicht jede Neuerung immer gleich die bessere Wahl – manchmal ist Althergebrachtes auch nicht verkehrt. Die Administration des Netzwerks über das Command Line Interface (CLI) ist beispielsweise heute genauso stark wie noch vor 30 Jahren. Dennoch gibt es mittlerweile Tools, die den gleichen Funktionsumfang über eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) bereitstellen. Sie helfen Netzwerkadministratoren, Zeit zu sparen, und ermöglichen ihnen eine intuitivere Bedienung. Offen für Neues zu sein, ist daher eine der wichtigsten Eigenschaften für die heimlichen Helden der IT.

Skill 2: Automatisierungs­enthusiasmus

In Zeiten der digitalen Transformation steigt die Komplexität der Netzwerkumgebungen rapide. Gleichzeitig steigt die Anzahl an verbundenen Geräten. Für Netzwerkadministratoren bedeutet jeder neue Knotenpunkt und jedes vernetzte Device mehr Aufwand. Ab einem gewissen Punkt ist die IT-Abteilung kaum noch in der Lage, die Arbeitslast mit herkömmlichen Methoden zu bewältigen. Doch selten können Unternehmen beliebig in mehr Manpower investieren. Netzwerkadministratoren sollten sich daher mit Tools wie Docker, Ansible oder Git auseinandersetzen, die eine Automatisierung vieler Arbeitsschritte ermöglichen. Sie eignen sich auch, um den Faktor Mensch als Fehlerquelle bei diesen Arbeiten aus der Gleichung zu streichen.

Skill 3: Spezialisierungswille

Es gab eine Zeit, da waren Netzwerkadministratoren oft Generalisten. Die IT-Welt hat sich allerdings weiterbewegt. Bereiche wie Netzwerksicherheit, Hardware-Distribution, Virtualisierung, Out-of-Band-Lösungen oder das Endpoint-Management sind mittlerweile jeder für sich ein Fachgebiet. Es ist nahezu unmöglich, auf all diesen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und Experte für jeden Bereich zu sein. Natürlich brauchen Administratoren nach wie vor ein umfangreiches Grundlagenwissen all dieser Teildisziplinen. Dennoch sollten sie sich auf ein Gebiet spezialisieren und sich nicht nur mit dem aktuellen Stand der Technik, sondern auch mit Trends und neuen Lösungswegen vertraut machen.

Skill 4: Selbstreflexion

Gerade Netzwerkadministratoren jüngeren Semesters neigen dazu, sich zu viel Arbeit aufzuhalsen. Natürlich ist es gern gesehen, wenn sie möglichst viele Aufgaben übernehmen. Erfahrenere IT-Profis wissen aber, dass diese Aufopferung schnell zu einem Burn-out führen kann. Wer in diesen Beruf einsteigt, sollte daher nicht nur so viele Aufgaben automatisieren, wie sinnvoll möglich ist, sondern auch immer das eigene Arbeitsethos auf den Prüfstand stellen. Netzwerke sind sehr anfällig und verzeihen Fehler selten. Daher ist eine hohe Leistungsfähigkeit zu jeder Zeit notwendig – und die können Administratoren nur erbringen, wenn sie nicht überlastet sind.

Skill 5: Nerven wie Drahtseile

Der wichtigste Skill für Netzwerkadministratoren sind gute Nerven und ein dickes Fell. Gerade weil von ihnen und einwandfreier Konnektivität so viel abhängt, stehen sie ständig unter Leistungsdruck. Fällt ein Netzwerk aus, ist das in vielerlei Hinsicht teuer: Unternehmen drohen finanzielle Schäden und Reputationsverlust. Zuweilen wird es während der Fehlersuche stressig und manchmal auch laut, wenn der Druck steigt. Und da Netzwerke fragil sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Ausfall ansteht. Daher sollten Administratoren auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren können.

„Netzwerkadministratoren sind tatsächlich so etwas wie die heimlichen Helden der IT – ohne sie geht gar nichts“, betont Dirk Schuma, Sales Manager Europe bei Opengear. „Umso größer ist der Druck, der auf ihnen lastet. Daher sollten sie sich einerseits das Leben so leicht wie möglich machen, vorausschauend planen und sich – z.B. mit einer Out-of-Band-Lösung – für den Notfall rüsten. Es schadet außerdem nicht, wenn sie gut mit Stress klarkommen und bei Überlastung frühzeitig die Reißleine ziehen können.“

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