KI-Oligopol Warum Big-Tech-Konzerne nicht auch „Big AI“ werden dürfen

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Überhöhte Preise, zu wenig Datenschutz, verzerrter Wettbewerb, mangelnde Innovation und fehlende Kontrolle sind nur einige Nachteile, vor denen das Open Market Institute und Mozilla warnen. Deren Bericht skizziert nicht nur die düstere KI-Prognose, sondern auch, was nötig wäre, um das aktuelle Oligopol zu zerschlagen.

Wettbewerbsverzerrungen in der Technologie bremsen Innovationen.(Bild:  KI-generiert)
Wettbewerbsverzerrungen in der Technologie bremsen Innovationen.
(Bild: KI-generiert)

Unterstützt von Mozilla und verfasst von Max von Thun und Daniel A. Hanley vom Open Market Institute soll der 53-seitige Bericht aufzeigen, wie Wettbewerbspolitik genutzt werden könnte, um zu verhindern, dass große Technologieunternehmen die Kontrolle über die Künstliche Intelligenz (KI) übernehmen. Der Bericht argumentiere, dass die Dominanz weniger Unternehmen in der KI-Entwicklung zu Wettbewerbsverzerrungen, Innovationshemmnissen und Missbrauch von Marktmacht führen könnte.

Kaum Wettbewerb wegen „Big Tech“

Die Autoren betonten, dass große Technologieunternehmen (Big Tech) wie Amazon, Microsoft und Google bereits wesentliche Ressourcen wie Rechenleistung, Daten und Kapital kontrollierten (Gatekeeper-Macht), was es neuen und kleineren Akteuren erschwere, in den Markt einzutreten. Zudem könnten diese Unternehmen durch exklusive Partnerschaften und Übernahmen ihre Macht weiter festigen und den Wettbewerb einschränken.

Zudem könnten dominante Unternehmen überhöhte Gebühren und ungünstige Bedingungen durchsetzen, was sowohl Geschäftskunden als auch Verbraucher treffe. Die Konzentration von Daten bei wenigen Unternehmen führe zu Datenschutzproblemen und invasiver Überwachung, während die gesellschaftlichen Auswirkungen, wie wirtschaftliche Ungleichheit und eingeschränkte demokratische Kontrolle, ebenfalls besorgniserregend seien.

Demokratische Kontrolle durch Regulierung

Der Bericht schlage verschiedene Maßnahmen vor, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Dazu gehörten eine stärkere Fusionskontrolle, neue und vor allem durchgesetzte Kartellgesetzen und neue digitale Wettbewerbsregulierungen. Zudem sollten Regierungen sicherstellen, dass alle Marktteilnehmer fairen Zugang zu kritischen Ressourcen wie Rechenleistung und Daten hätten. Die Autoren forderen eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regierungsbehörden und internationalen Partnern, um die Herausforderungen der Marktkonzentration in der KI effektiv anzugehen.

„KI hat das Potenzial, der Gesellschaft erhebliche Vorteile zu bringen, aber nur, wenn sie auf eine offene, faire und rechenschaftspflichtige Weise entwickelt wird“, schreibt Mozilla im Unternehmensblog.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal ELEKTRONIKPRAXIS.

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