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Im Szenario der Beispielgrafik ist die SQL-Applikation besonders gefordert und nutzt grundsätzlich den größten Anteil der gesamten CPU-Power. Reicht dieses Kontingent nicht mehr aus, etwa bei Zugriffsspitzen oder arbeitsintensiver Datensicherung, zieht man einfach Ressourcen von anderen Anwendungen ab (APP1/APP2), die gerade nicht benötigt werden, und weist sie der SQL-Seite zu.
Ist die Peak-Phase vorüber, kommt die Zusatzleistung wieder zum Ausgangsort zurück. Ähnlich funktioniert es beim Storage: Hinter APP1 verbirgt sich zum Beispiel eine Archivierungssoftware. Zum Stichtag X müssen sämtliche Compliance-relevanten Daten erfasst werden. Einfach mehr Speicherkapazitäten zuweisen, und schon ist sichergestellt, dass die wertvolle Fracht vollständig Platz findet.
Besonders nützlich ist die Ressourcen-Cloud auch beim Testen von Anwendungen. Man definiert die entsprechenden CPU- und Storage-Kapazitäten für diesen Prozess und holt sie sich von anderer Stelle, wo sie gerade nicht benötigt werden. Nach Abschluss der Testphase stehen die Ressourcen wieder anderweitig zur Verfügung. Auf diese Weise kann man auf umständliche separate Testumgebungen verzichten und kommt dem regulären IT-Betrieb auch nicht mehr in die Quere.
Planungssicherheit gewinnen
In allen genannten Beispielen wird deutlich, dass die Ressourcen-Cloud viele Vorteile für den IT-Betrieb mitbringt. Sie sorgt auch für wesentlich mehr Planungssicherheit, da sich die Gesamtkapazitäten viel effizienter ausnutzen lassen als bei sever-basierten Konzepten. Zudem kann man die IT viel gezielter auf andere Rahmenbedingungen hin ausrichten. Verändern sich Unternehmensorganisation oder Geschäftsschwerpunkt, lassen sich die betroffenen IT-Prozesse innerhalb der flexiblen Cloud besser anpassen als in weniger beweglichen Konzepten, vor allem wenn solche Entwicklungen recht kurzfristig anstehen.
Und natürlich sorgt dieses Modell auch auf der Kostenseite für viel Entspannung: Kalkuliert man den Bedarf mit Weitblick, kommt man eine ganze Weile mit den einmal zusammengestellten Ressourcen hin – die nächste Finanzierungsrunde für die IT steht so schnell nicht auf dem Programm. 
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