Sicherheitskonzepte für Mobilität, soziale Netzwerke und die Cloud

Unternehmen am Scheideweg: Cloud oder Sicherheit?

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Trotz aller Bedenken steigt der Stellenwert von Cloud-Lösungen und die Dienstleistung aus dem Rechenzentrum genießt inzwischen mehr Vertrauen. On-Premise-Hardware und Software werden gerade ob ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit zunehmend kritischer beäugt, die Nachteile deutlicher wahrgenommen. Einer davon: Unternehmen zahlen für einen prognostizierten und nicht den tatsächlichen Bedarf. Das ist das deutliche „Plus“ der cloud-basierten Lösungen. Sie sind bedarfs- und verbrauchsgerecht skalierbar sowohl nach oben wie nach unten. Kosten sparen ist ein wichtiger Grund, der Unternehmen motiviert, cloud-basierte Dienste zu beziehen, aber es ist nicht der einzige. Immer mehr CIOs halten sie für flexibler, agiler und im globalen Wettbewerb für die bessere Alternative. Cloud-basierte Sicherheitslösungen sind entsprechend der Bedürfnisse eines Unternehmens skalierbar, aber sie können auch mehr als traditionelle Lösungen.

Laut Analyst Gigaom ist „der Grund sich für die Cloud zu entscheiden und damit für Dienstleistungen aus dem Rechenzentrum, (...) längst nicht mehr allein der Preis. Unternehmen ist es wichtig, schnell und bedarfsgerecht handeln zu können, implementieren, skalieren, deinstallieren – je nach Arbeitsanforderung. Unternehmen wollen nicht mehr in Server oder Software investieren, die sie vielleicht im nächsten Monat nicht mehr brauchen.“ Und damit sind wir tatsächlich bei so etwas wie einem Paradigmenwechsel. Businessmodelle, die überwiegend auf der Cloud basieren, brauchen einen grundlegend anderen Sicherheitsansatz. Er muss die Bedingungen des Everywhere Enterprise, Mobilität und die Nutzung sozialer Medien zwangsläufig mit berücksichtigen.

Sicherheit und geschäftlicher Nutzen

Eine Grundvoraussetzung ist, dass CIOs und Sicherheitschefs die digitalen Werte eines Unternehmens und sämtliche Aktivitäten der Nutzer überblicken und entsprechend kontrollieren, unabhängig davon, ob sich die Daten innerhalb des Unternehmens oder extern im Internet befinden. Sichtbarkeit ist dabei einer der Schlüsselbegriffe geworden, ebenso wichtig wie, wenn nicht sogar wichtiger als die traditionelle IT-Sicherheit. Es ist kein „nice to have“ mehr, den Überblick über jeden Nutzer, jedes Gerät und jede Anwendung zu haben, die auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen. Es geht bei dieser neuen Generation von Sicherheitslösungen nicht mehr ausschließlich darum, Bedrohungen abzuwehren. Diese zu erkennen wird zwar ein unentbehrlicher Baustein bleiben. Aber in Zukunft wird es viel mehr darum gehen, inwieweit Sicherheitslösungen dazu beitragen, Geschäftsprozesse als Ganzes flexibler, wendiger und wettbewerbsfähiger zu gestalten, statt die Betriebskosten auf Jahre hinaus zu belasten.

Es reicht heute für einen CIO nicht aus, sich auf reine Infrastrukturprojekte zu konzentrieren. Vielmehr gehört es zu seinen Aufgaben, eine strategische Sicht auf die IT-Sicherheit mit dem geschäftlichen Nutzen zu verbinden. Das ist weit mehr als ein Gedankenspiel, es ist ein praktischer Transformationsprozess. Neben einem höheren Sicherheitslevel und den grundsätzlich niedrigeren Kosten kann der Lösungsansatz eines Direct-to-Cloud-Netzwerks Ressourcen freisetzen, die zuvor in die traditionelle Sicherheitsinfrastruktur geflossen sind.

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