Mehr Sicherheit und Datensouveränität für KMU TH Köln „träumt“ von Dezentralisierung in der Cloud

Von Elke Witmer-Goßner 1 min Lesedauer

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Die TH Köln hat ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) helfen soll, sicherere und datensouveränere Cloud-Infrastrukturen zu nutzen. Unter dem Titel „DREAM“ forscht ein interdisziplinäres Team an dezentralen IT-Lösungen für mehr Cybersicherheit, Datenschutz und Anbieterunabhängigkeit.

Die Forschungsgruppe der TH Köln des DREAM-Projekts (v.l.): Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen, Vimal Seetohul, Prof. Dr. Matthias Böhmer und Selim Perk.(Bild:  TH Köln, Monika Probst)
Die Forschungsgruppe der TH Köln des DREAM-Projekts (v.l.): Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen, Vimal Seetohul, Prof. Dr. Matthias Böhmer und Selim Perk.
(Bild: TH Köln, Monika Probst)

Cloud-Anwendungen eröffnen Firmen zwar neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, dennoch nutzen weniger als 40 Prozent der deutschen Unternehmen diese Dienste. „Die Sorge um die digitale Souveränität spielt hierbei eine zentrale Rolle“, erklärt Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen vom Advanced Media Institute der Technischen Hochschule Köln (TH Köln). Viele Cloud-Angebote, vor allem von US-Anbietern, entsprächen nicht den notwendigen Daten- und Sicherheitsstandards, was besonders für KMU problematisch sei.

Ziel des Projekts: Dezentrale Architekturen

Das Forschungsprojekt DREAM – die Abkürzung steht für „Dezentrale Datenräume für mehr Sicherheit und Souveränität bei der Cloud-Nutzung“ – zielt darauf ab, dezentrale Software-Architekturen und Technologien zu entwickeln, die eine höhere Sicherheit und Datensouveränität ermöglichen. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von KMU, die häufig über begrenzte Ressourcen verfügen und daher vor besonderen Herausforderungen stehen. Die Ergebnisse des Projekts sollen kostenlos als Demonstratoren, Leitfäden und Tools zur Verfügung gestellt werden.

DREAM wird in Zusammenarbeit mit der HK Business Solutions GmbH, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Luckycloud GmbH umgesetzt. Während die TH Köln die Technologie-Bausteine zur Schaffung dezentraler Datenräume entwickelt, übernimmt die HKBS die Projektkoordination und Praxisanbindung. Die JLU konzentriert sich auf die Evaluation und Anwenderperspektive, während Luckycloud als unabhängiger Cloud-Provider wertvolle Praxiserfahrung einbringen kann.

Ausblick und Förderung

Das Projekt wird bis Oktober 2028 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit rund 1,28 Millionen Euro gefördert. „Wir wollen eine Grundlage schaffen, auf der KMU digitale Dienste sicher und flexibel nutzen können“, betont Nguyen, um den Einstieg in souveräne Cloud-Technologien zu erleichtern.

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