KI kommt, tausende Jobs gehen Das Cloud-Geschäft der SAP hebt ab

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Und es soll bis mindestens 2025 noch deutlich ausgebaut werden. Trotzdem müssen 8.000 Mitarbeiter gehen, wie CEO Christian Klein in der Bilanzkonferenz des Konzerns für 2023 in Walldorf mitteilte. Sie machen Platz für noch mehr „KI-Architekten“.

Monika Schaller, seit September Kommunikationschefin der SAP, CEO Christian Klein und Finanzchef Dominik Asam in der Bilanzpressekonferenz des Konzerns für 2023.(Bild:  Müller)
Monika Schaller, seit September Kommunikationschefin der SAP, CEO Christian Klein und Finanzchef Dominik Asam in der Bilanzpressekonferenz des Konzerns für 2023.
(Bild: Müller)

„Was für ein Jahr für SAP!“ Mit diesen Worten eröffnete Christian Klein die Bilanzpressekonferenz der SAP. Tatsächlich haben die Walldorfer ihren Ausblick auf das Betriebsergebnis und den Cashflow für das Gesamtjahr 2023 übertroffen. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 31,2 Milliarden Euro zu, der Anteil der planbaren Umsätze um zwei Prozentpunkte auf 81 Prozent, und das Betriebsergebnis (Non-IFRS) um neun Prozent auf 8,7 Milliarden Euro (währungsbereinigt plus 13 Prozent).

SAP_Chef Christian Klein eröffnete die Bilanzpressekonferenz der SAP.(Bild:  Müller)
SAP_Chef Christian Klein eröffnete die Bilanzpressekonferenz der SAP.
(Bild: Müller)

„Wir konnten halten, was wir vor drei Jahren, als die Aktie der SAP sich in deutlich niedrigeren Regionen bewegte, versprochen haben. Wir sind wieder sehr profitabel geworden“, so Klein. „Die SAP hat geliefert, sie ist stärker denn je. Und wir wollen die ‚Nummer 1 Applications-Company‘ in der Welt werden.“

Besonders erfreut zeigte sich Klein über die Zunahme des Cloud-Erlöses um 20 Prozent, währungsbereinigt um 23 Prozent, insbesondere das vierte Quartal habe mit 25 Prozent Wachstum dazu beigetragen. Der aktuelle Backlog – das sind bereits abgeschlossene, aber noch nicht verbuchte Aufträge - sei um 25 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro bzw. währungsbereinigt um 27 Prozent gestiegen. Das Cloud-Bruttoergebnis (IFRS) erhöhte sich um 23 Prozent, das Cloud-Bruttoergebnis (Non-IFRS) um 23 Prozent bzw. währungsbereinigt um 27 Prozent. Sein Ziel für 2024 sei es, so Klein, den Cloud-Umsatz weiter und möglichst deutlich auszubauen.

Als zweiten herausragenden Punkt der Bilanz bezeichnete Klein die 11.000 neuen Kunden, die die SAP 2023 gewonnen habe. „Kunden wie Volkswagen oder Nestle mit ihrem internationalen Standing können ihre Human Ressourcen nur mit SAP verwalten, kein anderes Unternehmen könnte dies schultern“, erklärte Klein. Ein weiteres Beispiel für einen überzeugenden Kunden sei die Schweizer Bahn, mit der er kürzlich nach Davos gefahren sei, und die dank SAP immer pünktlich fahre.

Dominik Asam, Chief Financial Officer (CFO) und Mitglied des Vorstands der SAP, legte die Zahlen für 2023 vor.(Bild:  Müller)
Dominik Asam, Chief Financial Officer (CFO) und Mitglied des Vorstands der SAP, legte die Zahlen für 2023 vor.
(Bild: Müller)

Nach der Bekanntgabe der Zahlen durch den Finanzchef Dominik Asam dankte Klein den Mitarbeitern, von denen allerdings 8.000 gehen müssten. Angesichts der Entwicklung der künstlichen Intelligenz – gerade habe man eine neue Kooperation mit Nvidia dazu vereinbart – müsse die SAP umstrukturiert werden. Einerseits wolle die SAP dafür zwei Milliarden investieren, die Hälfte davon allein für die weitere Entwicklung des hauseigenen, im September angekündigten KI-Assistenten namens „Joule“. Dieser nutzt wie mittlerweile üblich natürliche Sprache und wird in das gesamte SAP-Cloud-Portfolio integriert, wofür Klein möglichst viele neue „KI-Architekten“ anheuern möchte.

Andererseits – und damit bestätigte Klein entsprechende Gerüchte der vergangenen Wochen - müsse die SAP sich auch von 8.000 Angestellten trennen. Umschulungen, Betriebsrenten und ähnliche Maßnahmen sollen die Umstrukturierung möglichst sozial gestalten.

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