Einrichten einer Test- und Entwicklungsumgebung für die Private Cloud OpenStack Cloud auf CentOS 8 und Ubuntu installieren
Wer eine private Cloud mit OpenStack aufbaut, kann die Installation auch auf Ubuntu 20.04 und CentOS 8 vornehmen. Wir zeigen in diesem Beitrag wie die Installation vorgenommen werden kann.
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OpenStack ist schnell einsatzbereit, wenn es um die Installation auf einem einzelnen Server geht. Das ist für Test- und Entwicklungsumgebungen problemlos möglich und auch in VMs umsetzbar. Wer Openstack produktiv einsetzt, sollte auf Dauer einen Cluster einrichten, um die Hochverfügbarkeit zu gewährleisten.
OpenStack-Paket in CentOS 8 verfügbar machen
Für die Installation von CentOS muss das Repository zunächst hinzugefügt werden:
sudo dnf config-manager --enable PowerToolssudo dnf install -y centos-release-openstack-ussurisudo dnf -y updateAuf CentOS erfolgt als Nächstes die Installation des Packstack Packages. Damit handelt es sich um ein Tool der OpenStack-Entwickler, das mit Modulen der Automatisierungslösung Puppet die Installation von OpenStack vereinfacht.
Danach wird das Advanced Virt Module aktiviert:
sudo dnf -y module enable virtAn dieser Stelle kann CentOS wieder aktualisiert und neu gestartet werden:
sudo dnf update -ysudo systemctl rebootAnschließend wird OpenStack mit Packstack bereitgestellt:
Sudo packstack –allinoneDurch diesen Befehl richtet Packstack einen OpenStack-Server ein, auf dem alle Dienste zentral auf einem Server vorgenommen werden. Das ist ideal für den Aufbau einer Test- und Entwicklungsumgebung. Um den Demo-Modus zu deaktivieren, wird „sudo packstack --allinone --provision-demo=n“ eingegeben. Alternativ kann die Installation auch mit einer Konfigurationsdatei durchgeführt werden.
Die einzelnen Optionen werden in der Antwortdatei an Packstack übergeben:
sudo packstack --answer-file /root/packstack-answers.txtDer Installationsassistent erstellt automatisch eine externe OVS-Bridge auf dem Netzwerkinterface. Die Einstellungen können mit „sudo ovs-vsctl show“ überprüft werden.
Fehler bei der Installation von OpenStack auf CentOS 8 beheben
Für die Installation von OpenStack kann es sinnvoll sein, einige Dienste wie firewalld und NetworkManager kurzzeitig zu deaktivieren, damit die Einrichtung nicht blockiert wird. Vor allem, wenn Probleme auftreten, hilft die nachfolgende Vorgehensweise. Für die Installation wird das Paket „network-scripts“ installiert.
Das ist auf CentOS hilfreich, um Netzwerkfunktionalitäten zur Installation und Betrieb von CentOS steuern zu können:
sudo dnf install -y network-scriptssudo systemctl disable --now firewalld NetworkManagersudo systemctl enable networksudo systemctl start networkAnschließend kann mit „systemctl status network“ überprüft werden, ob das Netzwerk funktioniert.
Auch SELinux kann deaktiviert werden, um Probleme bei der Einrichtung zu vermeiden:
sudo setenforce permissiveMit „sestatus“ wird der Zustand von SELinux angezeigt, der Befehl „sudo setenforce 0“ deaktiviert SELinux temporär. Um SELinux dauerhaft zu deaktivieren, wird mit einem Editior, zum Beispiel vi oder nano die Datei „/etc/selinux/config“ geöffnet. Die Zeile „SELINUX=enforcing“ wird zu „SELINUX=disabled“ gesetzt. Nach den Änderungen kann mit „reboot“ der Server neu gestartet werden. Nach dem Neustart kann mit „sestatus“ überprüft werden, ob SELinux deaktiviert ist. Auch die Namensauflösung sollte überprüft werden. Alternativ kann in der Datei „/etc/hosts“ der Name des Servers eingetragen werden.
OpenStack auf Ubuntu 20.04 installieren
Die Installation auf Ubuntu erfolgt über MicroStack. Dabei handelt es sich um eine OpenStack-Bereitstellung in einem Snap. Dadurch befinden sich alle notwendigen Dienste und Funktionen in einem gemeinsamen Paket. Dieses Paket kann schnell und einfach installiert, konfiguriert und genauso einfach wieder entfernt werden.
Zur Installation wird im Terminal der folgende Befehl eingegeben:
sudo snap install microstack --beta –devmodeAuch diese Installation ist ideal für Test- und Entwicklungsumgebungen auf Basis der aktuellen Version von OpenStack. Die erfolgreiche Installation wird im Terminal angezeigt. Bevor OpenStack genutzt werden kann, muss die Umgebung initialisiert werden.
Dabei richtet der Assistent die notwendigen Datenbanken und Netzwerke ein:
sudo microstack init --auto –controlDer Zugriff auf OpenStack kann mit der Weboberfläche oder im Terminal erfolgen, zum Beispiel zur Verwaltung der Umgebung. Der Zugriff auf die Weboberfläche erfolgt über die Eingabe der IP-Adresse des Computers. Die Anmeldung wird mit dem Benutzername „admin“ und dem Kennwort, das für die Umgebung erstellt wurde, durchgeführt.
Dieses kann im Terminal mit dem folgenden Befehl angezeigt werden:
sudo snap get microstack config.credentials.keystone-passwordNach der Anmeldung steht das Dashboard zur Verfügung und OpenStack kann auf dem Server genutzt werden.
Im Terminal erfolgt der Zugriff auf die Umgebung mit „microstack.openstack“. Die einzelnen Endpunkte der Umgebung können mit „microstack.openstack catalog list“ angezeigt werden.
Um eine OpenStack-Instanz auf diesem Weg zu starten, steht der folgende Befehl zur Verfügung:
microstack launch cirros --name testDie Instanz ist in der Weboberfläche zu sehen und kann hier auch gesteuert werden. OpenStack ist jetzt einsatzbereit und kann im Terminal und der Weboberfläche verwaltet werden. In der Weboberfläche sind auch die IP-Adressen der Instanz und deren Status zu sehen. Durch einen Klick auf die Instanz kann diese gesteuert werden. Bei „Console“ ist die aktuelle Oberfläche der Instanz zu sehen.
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