Ionos Summit 2023 „Ohne Cloud keine KI. Ganz einfach.“

Von Elke Witmer-Goßner 5 min Lesedauer

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Zum ersten Mal machte der Ionos Summit in diesem Jahr Station in Berlin und das sogar wortwörtlich: Berlin Station am Gleisdreieck hieß die Eventlocation, zu der rund 400 Teilnehmer an zwei Konferenztagen kamen. Unter dem Motto „Level up“! ging es um die Zukunft der Cloud-Nutzung, um Technologiestrategien und natürlich KI.

„Level Up!“: Beim Ionos Summit 2023 sprechen mehr als 400 Besucherinnen und Besucher zwei Tage lang in der Station Berlin über aktuelle Trends der Digitalisierung. (Bild:  ewg - VIT)
„Level Up!“: Beim Ionos Summit 2023 sprechen mehr als 400 Besucherinnen und Besucher zwei Tage lang in der Station Berlin über aktuelle Trends der Digitalisierung.
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Die Cloud hat sich als zentraler Katalysator für moderne Anwendungen und erfolgreiche Business Cases etabliert und bewährt. Die Nutzung Künstlicher Intelligenz hebt das Ganze auf ein neues Niveau. „Technologie gepaart mit KI gibt uns Zeit zurück“, eröffnete Ionos-CCO Dr. Jens-Christian Reich den Teilnehmenden. „Das Zeitalter der Effizienz hat begonnen.“

Dass Deutschland ein Effizienzproblem hat, merkte dann auch Philipp „Pip“ Klöckner, Investor, Berater und Herausgeber des Wirtschafts-Podcasts Doppelgänger TechTalk, in der ersten Keynote des Summits an. Künstliche Intelligenz sei ein möglicher Lösungsansatz dafür.

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„Angst fressen Einsatz auf“

„AI ist tief in unserem Markennamen verankert“, behauptete denn auch Patrick Schaudel, SVP Product bei Ionos. Eine ChatGPT-Anfrage nach der richtigen Aussprache von „Ionos“ brachte schließlich „ai-onos“ als Ergebnis, auch wenn die Firmen-CI des Cloud- und Hostinganbieters eigentlich auf „i-onos“ beharrt. Tatsache ist aber, führt Schaudel weiter aus: KI wird immer stärker in die operative Arbeit von Unternehmen eingreifen. Laut einer von Ionos beauftragten aktuellen Studie hätten die Nutzer den Mehrwert erkannt und zeigen Investitionsbereitschaft.

Die Angst vor den Risiken der KI wie Falschinformationen, fehlender Qualitätskontrolle oder Datenschutzverletzungen bremse allerdings auch noch viele Unternehmen aus, KI-Anwendungen und Automatisierung zur Arbeitserleichterung und zum Auffangen des Fachkräftemangels zu nutzen. „Cloud ist ein Enabler für KI“, hatte bereits „Pip“ Klöckner in seiner Keynote resümiert. Ionos wolle hier als Cloud-Infrastrukturanbieter, betonte Schaudel, Unternehmen auf ihrer Cloud- und Digitalisierungsreise auch in Richtung KI weiter gut begleiten.

Roadmap 2023 und 2024

Wie genau führte Dr. Markus Noga, neuer CTO bei Ionos, näher aus. Die Künstliche Intelligenz, die mit Datenanalysen, Large Language Models und generativer AI gerade erst am Anfang stehe, unterstütze „die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, die vorher unmöglich bis überaus schwierig waren“, so Noga.

Die Techniktrends KI, Souveräne Cloud und nachhaltige Infrastruktur bestimmen die Roadmap im „Ionos Universum“ der nächsten Jahre. In diesem Jahr wurden zahlreiche Plattformen und neue Produkte wie Build-to-Order Server oder der KI-gestützte Website-Baukasten MyWebsite Now gestartet. Doch vor allem auf Cloud-Ebene, freute sich CTO Noga, „hat sich richtig was getan“. Neue Partnerschaften beispielsweise mit Nextcloud oder MongoDB erweitern das Produktportfolio. Auf dem Summit angekündigt wurde Red Hat Enterprise Linux.

Was ist von Ionos demnächst in Sachen Cloud zu erwarten? CTO Dr. Markus Noga hatte dazu einiges zu berichten.(Bild:  ewg - VIT)
Was ist von Ionos demnächst in Sachen Cloud zu erwarten? CTO Dr. Markus Noga hatte dazu einiges zu berichten.
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Ionos plant zudem noch im Oktober eine Beta-Version des großen Projekts „AI @ Ionos“ zu launchen. Darüber sollen Unternehmen große KI-Modelle bereitgestellt werden, die ausschließlich in europäischen Rechenzentren laufen. Auch soll keine Datenspeicherung auf fremden Rechnern stattfinden. Noga schwärmte von den breiten Möglichkeiten: „Das Spektrum ist unendlich“.

Dass die Cloud, bereitgestellt über skalierbare Rechenzentren auch zur Klimarettung beitragen kann, führte zu Beginn der Veranstaltung schon Dr. Reich aus: Nachhaltige Infrastruktur sei einer der Grundpfeiler der Ionos Roadmap 2023 und 2024. Auf drei Ionos-Rechenzentren sorgen Photovoltaik-Anlagen dafür, dass der Energieverbrauch trotz stetigen Wachstum um zehn Prozent reduziert werden konnte. Der Ausbau der nachhaltigen Energiegewinnung aus Solaranlagen wird künftig nicht nur auf Dächern oder Solarfeldern erfolgen, sondern beispielsweise auch über die Fenster. In Hattersheim entsteht ein Rechenzentrum, das die Abwärme in das lokale Fernwärmenetz einspeist.

Neu: Ionos ist jetzt Certified Cloud and Service Provider von Red Hat

Ionos wurde in das Certified Cloud and Service Provider Programm (CCSP) von Red Hat aufgenommen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Ionos, die weitverbreitete Linux Enterprise Edition, Red Hat Enterprise Linux (RHEL), auf seiner Cloud-Plattform weltweit zu vertreiben und dabei Level 1- und Level 2-Support anzubieten.
Die Entscheidung zur Integration beruht auf der starken Nachfrage der Kunden nach RHEL, insbesondere aus dem öffentlichen Sektor, und stellt eine wertvolle Alternative zur Ersetzung von CentOS dar.
Red Hats CCSP-Programm bietet Lösungsanbietern zusätzliche Flexibilität bei der Erfüllung von Kundenanforderungen im Bereich cloud-basierter Red-Hat-Technologien und versichert Kunden und Partnern, dass individuell entwickelte oder von Dritten bereitgestellte Anwendungen wie erwartet in einer Public Cloud oder von einem Managed Service Provider funktionieren werden. Ionos musste umfangreiche Tests und Zertifizierungsanforderungen bestehen, um die Zertifizierung und Validierung von Red Hat zu erhalten.

„KI bald unser Taschenrechner“

MySQL-Gründer und „Legende“ Michel „Monty“ Widenius widmete sich im Gespräch mit Tech-Journalistin Nicole Scott der Frage: „Wie ist es um die Freiheit des Internets bestellt?“ Open Source und Demokratisierung waren hier die Stichpunkte. Um die Finanzierung eines freien Internets sicherzustellen, schlug Widenius eine Open Source Tax vor. Zudem freute er sich auf den Taschenrechner-Moment für KI-Anwendungen: Immer dabei, leicht zu bedienen, nicht mehr wegzudenken.

Das Thema Open Source nahm auch Rainer Sträter, Head of Technology Office bei Ionos, auf. Als Gaia-X-Experte zeigte er in seiner Session, dass generative KI nicht immer nur aus den USA kommen muss. Das Gaia-X-Projekt Open-GPT-X sei dafür ein gutes Beispiel. Europäische Werte gäben den Nutzern mehr Sicherheit bei sensiblen Themen wie Big Data und KI. Die offenen Large Language Models seien hochperformant und könnten im europäischen Raum trainiert werden. Ziel des Gaia-X-unterstützenden Förderprojekts sei es langfristig, europäischen Firmen führende Sprachmodelle in geschützten Datenräumen zur Verfügung zu stellen.

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Ionos vergibt Partner-Awards 2023

Auf dem Ionos Summit 2023 zeichnete der Cloud- und Hostinganbieter seine erfolgreichsten Agentur- und Channel Partner sowie die besten Projekte 2023 aus. Mit den Awards aus insgesamt acht Kategorien würdigt Ionos Partner und Projekte, die in den vergangenen zwölf Monaten außerordentliche Leistungen erbracht haben.
Neben den bereits im vergangenen Jahr verliehenen Auszeichnungen für Agency Partner, Agency Project, Cloud Project, Consulting Partner, Sustainability Impact und Channel Partner wurden dieses Jahr auch Awards für die Community Voice of the Year sowie ISV Partner of the Year vergeben.

Die diesjährigen Gewinner sind:
• Agency Partner of the Year: Fastline GmbH
• Agency Project of the Year: reDim GmbH
• Channel Partner of the Year: Bechtle Clouds GmbH
• Cloud Project of the Year: Benz + Walter GmbH
• Community Voice of the Year: kreativbox GmbH
• Consulting Partner of the Year: CGI Deutschland
• ISV Partner of the Year: Conceptboard Cloud Service GmbH
• Sustainability Impact Award 2023: north.io GmbH

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