Nach der Installation von Nextcloud sollten sich Admins zunächst an einige, wichtige Einstellungen machen, um die Umgebung in Betrieb zu nehmen und richtig abzusichern. Wir zeigen in diesem Beitrag die wichtigsten Schritte dazu.
Nach der Installation von Nextcloud sind einige, wichtige Schritte notwendig, um die Umgebung so sicher und gleichzeitig so stabil wie möglich zu betreiben.
Generell sollten Admins nach der Installation zunächst in die Admin-Einstellungen wechseln. Diese sind über das Benutzericon des Admins oben rechts zu erreichen. Die Entwickler von Nextcloud helfen sogar dabei, die verschiedenen Einstellungen richtig umzusetzen.
Sicherheits- und Einrichtungswarnungen sind essenziell
Unabhängig von den Einstellungen in Nextcloud, sollte vor allem bei der Anbindung von Nextcloud an das Internet die Sicherheit im Fokus sein. Dazu gehört die automatische Aktualisierung des Linux-Servers, auf dem die Installation vorgenommen wurde. Dazu kommt der Betrieb einer Firewall auf dem Server, um sicherzustellen, dass Angreifer keinen Zugang zum Server erhalten. Sehr sinnvoll ist der Betrieb von Fail2ban auf dem Nextcloud-Server. Dieser sorgt dafür, dass IP-Adressen, über die Angriffe auf den Server erfolgen, automatisch blockiert werden.
In den Admin-Einstellungen von Nextcloud sollte nach der Installation ein erster Blick in den Bereich „Übersicht“ geworfen werden. Hier zeigt die Umgebung bei „Sicherheits- & Einrichtungswarnungen“ wichtige Informationen, die zuerst behoben werden sollten. Für alle Warnungen, die hier zu sehen sind, zeigt Nextcloud auch Hilfen an, wie das jeweilige Problem behoben werden kann, sowie Links zur Nextcloud-Dokumentation, die genau beschreibt, wie sich das jeweilige Problem lösen lässt.
Die Behebung dieser Probleme ist in jedem Fall der erste Schritt nach der eigentlichen Installation. Danach sollte der Blick zum Menüpunkt „Protokollierung“ ganz unten in den administrativen Einstellungen gehen. Auch hier sind Probleme und Fehler zu finden, die vor dem produktiven Betrieb in jedem Fall behoben werden sollten.
Security Scan nutzen und Apps aktuell halten
Wenn Nextcloud in der Umgebung auch über das Internet zur Verfügung steht, ist es enorm wichtig, so schnell wie möglich mit dem Nextcloud Security Scan zu überprüfen, ob es Schwachstellen oder Sicherheitslücken gibt. Der Scanner ist über die URL scan.nextcloud.com erreichbar. Der Dienst scannt die Installation und zeigt an, was zu tun ist, um die Sicherheit zu erhöhen.
Im Bereich „Übersicht“ der Admin-Einstellungen von Nextcloud ist bei „Version“ die aktuelle Version von Nextcloud zu sehen. Bei „Aktualisieren“ wird eingestellt welcher Update-Kanal die Nextcloud-Installation nutzen soll. Steht eine neue Version zur Verfügung zeigt das der Bereich an und es lässt sich direkt der Updater öffnen, um die aktuelle Version zu installieren. Es ist in jedem Fall sehr sinnvoll, immer möglichst die aktuelle Version zu nutzen. Die Aktualisierung lässt sich direkt an dieser Stelle starten. Zuvor erstellt der Update-Assistent ein Backup der aktuellen Umgebung. Wenn die Aktualisierung nicht funktioniert, helfen die Tipps, die wir im Beitrag „Aktualisieren zu Nextcloud 26 in der GUI und per Skript“ behandelt haben.
Parallel dazu sollten natürlich auch die installierten Apps und Linux selbst auf dem aktuellen Stand sein. Dazu steht der Menüpunkt „Apps“ über das Benutzericon der Adminkonten zur Verfügung. Nach dem Aufrufen dieses Bereiches zeigt Nextcloud an, ob es neue Versionen von Apps gibt und aktualisiert diese gleich. An dieser Stelle kann es auch sinnvoll sein, gleich die neuen OpenAI-KI-Funktionen von Nextcloud 26 einzurichten. Wie das geht und wie diese KI-Funktionen genutzt werden können, ist im Beitrag „OpenAI und GPT: KI-Funktionen in Nextcloud 26“ nachzulesen.
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktivieren
Eine der ersten Schritte für mehr Sicherheit bei Nextcloud ist die Aktivierung von MFA für die Umgebung. Über das Benutzericon oben rechts steht bei Admins der Menüpunkt „Apps“ zur Verfügung. MFA lässt sich in Nextcloud zum Beispiel mit der App „Two-Factor TOTP Provider“ einrichten. Nachdem diese installiert und aktiviert ist, kann jeder Benutzer in seinen persönlichen Einstellungen bei „Sicherheit“ über „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ die Funktion aktivieren.
Sinnvoll ist aber auf jeden Fall das Erzwingen der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das erfolgt als Admin über die Administrationseinstellungen oben rechts und der Auswahl von „Sicherheit“ bei „Verwaltung“. Unter dem Gesichtspunkt maximaler Sicherheit sollten generell an dieser Stelle alle Optionen überprüft und an die jeweilige Umgebung angepasst werden.
Wenn die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert ist, kann der Admin mit einem Assistenten die Funktion einrichten. Am einfachsten ist es, wenn Benutzer den QR-Code mit einer Authentifizierungs-App scannen und dadurch Nextcloud anbinden. Mit „Backup-Codes erzeugen“ können Benutzer auch gleich selbst Codes erstellen als Vorsichtsmaßnahme, sollte zum Beispiel das Smartphone einmal verloren gehen.
Stand: 08.12.2025
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Automatisches Abmelden konfigurieren
Es ist sehr empfehlenswert, dass Nextcloud-Benutzer automatisch abgemeldet werden, wenn sie einige Zeit nicht aktiv sind. Die Einstellungen dazu werden in der Datei „config.php“ der Next-Cloud-Installation konfiguriert. Hier sind die Optionen „session_lifetime“ und „auto_logout“ wichtig. Bei „session_lifetime“ wird die Zeit in Sekunden festgelegt, nach der Nextcloud einen Benutzer bei Inaktivität abmeldet und der Wert „true“ bei „auto_logout“ aktiviert diese Funktion.
Da auf dem Server vermutlich viele Daten und Dokumente gespeichert werden, ist die Installation eines Virenschutzes sehr wichtig. Hier kann zum Beispiel auch auf die kostenlose Open-Source-Lösung ClamAV gesetzt werden. Am Beispiel von Ubuntu wird diese mit dem folgenden Befehl installiert:
Nach der Installation sollte zuerst die Datenbank der Scanengine aktualisiert werden. Das geht mit folgenden Befehlen:
sudo service clamav-freshclam stopsudo freshclamsudo service clamav-freshclam start
Danach ist der Virenscanner aktuell. Nach der Installation von ClamAV auf dem Linux-Server kann in der Nextcloud-Oberfläche über das Benutzericon des Admins durch die Auswahl von „Apps“ die App „Antivirus for files“ aktiviert werden.
Nach der Installation und Aktivierung der App stehen im Bereich „Sicherheit“ bei „Verwaltung“ in den „Administration Settings“ oder „Administrationseinstellungen“ die Optionen dazu bei „Sicherheit“ und „Antivirus für Dateien“ zur Verfügung. Bei „Modus“ wird an dieser Stelle „ClamAV-Daemon (Socket)“ ausgewählt. Bei „Wenn infizierte Dateien während eines Hintergrund-Scans gefunden werden“ kann auf „Nur protokollieren“ oder auch auf „Datei löschen“ gesetzt werden. Das hängt von den Anforderungen des Betreibers von Nextcloud ab. Bereits beim Upload prüft der Scanner nach Viren und verhindert den Upload.