Umfrage zu Nachhaltigkeits-Strategien Deutschland bremst sich bei nachhaltiger Digitalisierung selbst aus

Von Barbara Gribl 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In digitalen Technologien, gerade KI und Cloud Computing, sieht man den Schlüssel für mehr Nachhaltigkeit. Doch gibt es bei ihrem Einsatz hierzulande einige Hindernisse. Deutschland liegt mit 69 Prozent hinter dem europäischen Durchschnitt zurück.

In KI und Cloud Computing sieht man zur Unterstützung nachhaltiger Entwicklungen Potenzial. Doch dieses wird lange nicht so genutzt, wie erwartet.(Bild:  CinimaticWorks - stock.adobe.com)
In KI und Cloud Computing sieht man zur Unterstützung nachhaltiger Entwicklungen Potenzial. Doch dieses wird lange nicht so genutzt, wie erwartet.
(Bild: CinimaticWorks - stock.adobe.com)

Digitale Technologien bieten ein enormes Potenzial für die Förderung von Nachhaltigkeit. Ihr hoher Energieverbrauch ist allerdings ein Bremsklotz. 78 Prozent der deutschen Unternehmen befürchten, dass ausgerechnet der Energiebedarf von KI und Cloud Computing ihre Pläne zugunsten der Nachhaltigkeit zunichte machen könnten. Zwei Drittel haben bedenken, dass KI sie umfassend bei der Umsetzung der Nachhaltigkeits-Ziele hindern könnte. Die Zahlen stammen aus einer Umfrage zu „Tech-Driven Sustainability Trends“, in Auftrag gegeben von Alibaba Cloud.

Deshalb scheitern ambitionierte Nachhaltigkeitsziele

83 Prozent der befragten deutschen Unternehmen fordern eine aktivere Rolle der Regierung beim Einsatz digitaler Technologien zur Förderung der Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit benötigt Förderung, Innovation und Expertise. Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen sind überzeugt, dass KI und Cloud Computing eine Schlüsselrolle spielen, wenn es um die SDGs bis 2030 oder das Net-Zero-Ziel 2050 geht.

Die globale Umfrage zeigt: Unternehmen sehen großes Potenzial digitaler Technologien für Nachhaltigkeit, kämpfen aber mit Energieverbrauch und Wissenslücken. (Bild:  Alibaba Cloud)
Die globale Umfrage zeigt: Unternehmen sehen großes Potenzial digitaler Technologien für Nachhaltigkeit, kämpfen aber mit Energieverbrauch und Wissenslücken.
(Bild: Alibaba Cloud)

Ein zentrales Hindernis sehen sie im fehlenden Know-how. 63 Prozent der Unternehmen räumen ein, dass ihnen das Verständnis im Unternehmen fehlt, wie digitale Lösungen konkret zur Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele beitragen können. Ohne dieses Wissen bleiben viele Potenziale ungenutzt – und ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategien scheitern an der Umsetzung.

Dabei sehen die befragten Unternehmen Software-as-a-Service (40 %) als die wichtigste digitale Technologie, um nachhaltiger zu werden, dicht gefolgt von künstlicher Intelligenz und Machine Learning (39 %) sowie Cloud Computing (34 %). Doch ohne gezielte Schulung und Weiterbildung fehle es vielen Unternehmen an den nötigen Kompetenzen, um diese Technologien effektiv einzusetzen.

Ja zu grüner IT, Prioritäten variieren

Bei der Auswahl eines Anbieters für „grüne“ Cloud-Lösungen legen deutsche Unternehmen vor allem Wert auf den Einsatz erneuerbarer Energien für Rechenzentren (54 %), Initiativen zur CO2-Reduktion (48 %) und energieeffiziente Rechenzentren (44 %).

Kosteneffizienz und ein überzeugender Return on Investment sind für 49 Prozent der Unternehmen entscheidender als nachhaltige Cloud-Lösungen. Auch ein starker Kundenservice (47 %) wird höher bewertet. Dennoch legen 45 Prozent der befragten deutschen Unternehmen bei der Wahl ihres Cloud-Anbieters besonderen Wert auf das Engagement für Nachhaltigkeit sowie auf die Reputation und Erfolgsbilanz bei der Bereitstellung nachhaltiger Lösungen.

So will Alibaba Cloud nachhaltiger werden

Alibaba Cloud treibt seine Green-Cloud-Initiativen gezielt voran. Das Unternehmen gibt an, im Geschäftsjahr bis März 2024 die durchschnittliche Power Usage Effectiveness (PUE) der unternehmenseigenen Rechenzentren von 1.215 im Vorjahr auf 1.200 gesenkt haben zu können. Gleichzeitig sollen 56 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen worden sein. Dank dieser Fortschritte sollen Kunden ihre CO2-Emissionen um 9,884 Millionen Tonnen reduziert haben können, was eine Verbesserung von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten würde.

„Unser Ziel ist es, bis 2030 vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen und die Energieeffizienz unserer Rechenzentren kontinuierlich zu verbessern. Durch optimierte Generative-KI-Technologien, wie leistungsfähigere große Sprachmodelle, kann KI effizienter arbeiten und den Energieverbrauch senken“, sagt Selina Yuan, President of International Business, Alibaba Cloud Intelligence, abschließend.

Kosteneffizienz und ein überzeugender Return on Investment sind für 49 Prozent der Unternehmen entscheidender als nachhaltige Cloud-Lösungen.

Dennoch wird bei der Wahl des Cloud-Anbieters (bei 45 %) auf sein Engagement für Nachhaltigkeit, die Reputation sowie Erfolgsbilanz diesbezüglich geschaut.

(ID:50352791)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung