Die drei wichtigsten Trends KI für Unternehmen im Jahr 2024

Ein Gastbeitrag von Andy Wilson* 4 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz hat sich 2023 zu einem der Top-Themen entwickelt – und dieser Schwerpunkt wird auch 2024 fortbestehen. Unternehmen werden daher nicht umhinkommen, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie sich künstliche Intelligenz auf ihr Geschäft auswirkt.

Künstliche Intelligenz wird die Unternehmenslandschaft 2024 weiter verändern und über alle Branchen hinweg die Produktions- und Arbeitsabläufe beeinflussen. (Bild:  TarikVision - stock.adobe.com)
Künstliche Intelligenz wird die Unternehmenslandschaft 2024 weiter verändern und über alle Branchen hinweg die Produktions- und Arbeitsabläufe beeinflussen.
(Bild: TarikVision - stock.adobe.com)

Während 2023 viele Unternehmen ihre Arbeitskräfte wieder zurück ins Büro holten, wird 2024 zumindest die Option auf Remote Work zurückkehren müssen, um im Kampf um Talente überhaupt bestehen zu können. Hier gilt es, den Nutzen für die Mitarbeitenden zu fokussieren, denn für Nachwuchskräfte wird die Wahl des Arbeitsortes und die Art zu arbeiten 2024 zum wichtigen Entscheidungskriterium.

Die größte Herausforderung für Führungskräfte ist es, auch bei verteilten Teams dafür zu sorgen, dass jeder einzelne den Fokus beibehält und ohne Ablenkungen arbeiten kann. Aus diesem Grund müssen sich Unternehmen auch mit der Frage auseinandersetzen, wie die Produktivität einer verteilt arbeitenden Belegschaft verbessert werden kann. Künstliche Intelligenz in smarten Tools wird ein wichtiger Faktor sein, um auch beim dezentralen Arbeiten weiterhin höchste Produktivität zu garantieren. So lässt sich beispielsweise mit KI der E-Mail-Posteingang besser organisieren, Dokumente werden schneller gefunden und die allgemeine Arbeitstag- und Zeitplanung kann effizienter gestaltet werden.

Gleichzeitig bedeutet dies auch, dass Unternehmen von ihren Mitarbeitenden erwarten, ihre Kenntnisse über Künstliche Intelligenz zu verbessern und bereit zu sein, sich auf neue KI-Technologien einzulassen. Gleichzeitig werden neue Arbeitsplätze für die Erforschung von KI-Technologien zur Verbesserung von Arbeitsabläufen geschaffen werden.

Auswirkungen von KI auf die Kreativbranche

KI wird den Arbeitsplatz rasch verändern. Das gilt auch für die Kreativbranche, die 2023 aufgrund der andauernden Autorenstreiks einen Dämpfer erlitten hatte. Viele Prozesse waren lahmgelegt, die es 2024 wieder aufzuholen gilt. Eine enorme Nachfrage nach Inhalten für Bühne, Leinwand und TV ist zu erwarten, was den Druck auf die kreative Lieferkette erhöhen wird, und zwar gerade in der Postproduktion, die wohl am stärksten unter den Auswirkungen gelitten hat und Stellen abbauen musste.

Produktionsrückstand ist auch der Grund, warum das Jahr 2024 für die Kreativbranche entweder zum Fest oder zur Hungersnot wird: Alles hängt davon ab, wie sie KI in ihre tägliche Arbeit einbinden wird. Natürlich wird KI die kreative Arbeit nie ganz ersetzen können, es geht hier vielmehr darum, langwierige oder lästige Arbeitsroutinen mithilfe von KI zu vereinfachen und zu beschleunigen. Um effizient auf die hohe Nachfrage reagieren zu können und die eigene Bearbeitungsgeschwindigkeit zu steigern, kommt die Kreativbranche nicht umhin, Arbeitsprozesse in die Cloud zu verlagern. Die großen Gewinner werden diejenigen sein, die ihre Arbeitsabläufe so modernisieren können, dass sie rund um die Uhr an der Weiterentwicklung von Inhalten arbeiten können. Hier wird KI dazu beitragen, das Wachstum von Content-Unternehmen wieder anzukurbeln.

Während wiederkehrende und administrative Arbeitsprozesse in der Kreativbranche schneller durch KI optimiert werden können, wird es bei Industrielösungen länger dauern, bis ihre KI-Hotspots gefunden sind. Das hängt auch mit einer erhöhten Komplexität der Prozesse zusammen insbesondere dort, wo physische Maschinen und Geräte benötigt werden.

LLM: Neue Ideen verwirklichen und Karrierechancen ergreifen

Der KI-Trend wird sich vor allem wegen der Large Language Models (LLMs) fortsetzen. Diese ermöglichen es allen, die nur neugierig genug sind, Entwickler zu sein. Dadurch werden Ideen, die sonst niemals die Unterstützung von Entwicklern erhalten hätten, dank Künstlicher Intelligenz Realität werden. Dies wird tiefgreifende Auswirkungen auf Unternehmen haben, die bisher nicht in der Lage waren, eigene Tools oder Dienste zu entwickeln. Für Menschen, die diese Technologie erforschen, könnten sich zweite, dritte und vierte Karrieren eröffnen.

Mit chatbasierten LLMs wird zudem bald jeder in der Lage sein, eigene Lernkurse zu entwerfen und zu absolvieren, um das eigene Wissen zu verbessern und schnelle Antworten auf Fragen zu erhalten, egal wo man sich befindet. Diese APIs werden allmählich in immer mehr Geräte eingebettet sein und den Fortschritt kontinuierlich vorantreiben. Der Weg zu einer allgemein zugänglichen Wissensbasis wird tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesellschaft haben, die nächste Innovationswelle in Gang setzen und hoffentlich für mehr Chancengleichheit für alle sorgen.

KI ist ein Sprungbrett in eine bessere Zukunft

Auch 2024 wird KI weiterhin ein großes Thema sein − nicht nur für Tech-Unternehmen, sondern auch für viele andere Branchen. Dabei stehen die Vorteile einigen, wie etwa der Kreativbranche, schneller zur Verfügung, während die Industrie noch mehr Zeit in Forschung und Entwicklung stecken muss, um optimal von KI profitieren zu können. Dennoch kann und wird KI das Arbeitsleben beeinflussen, Prozesse optimieren und die Effizienz steigern − in erster Linie, weil Mitarbeitende durch Automatisierungen und bessere Tools entlastet werden und ihren Fokus zurückgewinnen.

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* Über den Autor
Andy Wilson hatte bereits über 18 Jahre Erfahrung in den Bereichen interaktive Fernsehdienste, Broadcast-Innovation, Produktmanagement und digitale Rechte für die BBC als er sich 2018 Dropbox anschloss. Hier bekleidet er heute den Posten als Senior Director of New Product Solutions und arbeitet weiterhin täglich eng mit Unternehmen aus der Medienwelt zusammen.

Bildquelle: Dropbox

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