Wie lässt sich künstliche Intelligenz in den Arbeitsalltag integrieren? Das ist eine Frage, die Slack bereits länger beschäftigt. Mit neuen KI-Funktionen in der Produktivitätsplattform wurden jetzt erste Antworten gegeben.
Informationssilos aus unterschiedlichen Apps und Tools sind wertlos – Slack will mit Hilfe intelligenter Automatisierungsfunktionen den Wissensschatz in Organisationen heben.
(Bild: AnnaStills - stock.adobe.com)
Wissen Sie immer, wer in Ihrem Team oder Unternehmen an welchem Projekt, welchem Problem oder welcher Anforderung arbeitet? Den Satz „wenn wir wüssten, was wir alles schon wissen“, höre sie sehr oft in Kundengesprächen, sagt Nina Koch, Director Customer Success, Central Europe bei Slack. Deshalb zielten alle Neuerungen in Slack darauf, mehr Transparenz für Anwender herbeizuführen, verschiedene Quellen zusammenzubringen und die Durchsuchbarkeit zu beschleunigen. So hilft die KI beispielsweise bei der Suche in individuellen Ablagesystemen der Mitarbeiter.
Zu viel „work for work“
Die Anforderung vieler Unternehmen sei, erklärt Koch, die Produktivität der Büromitarbeitenden stetig zu verbessern. Und auch die Angestellten selbst wünschen sich mehr Unterstützung bei Aufgaben, die sich wiederholen oder keinen sinnvollen Beitrag zu ihren Hauptaufgaben leisten, wie eine Studie herausfand, für die Slack mehr als 10.000 Büroangestellte weltweit befragen ließ. Dem entsprechend ist der Einsatz von KI am Arbeitsplatz deutlich gestiegen. Anfang dieses Jahres gab jeder vierte Büroangestellte an, bereits KI-Tools für die Arbeit ausprobiert zu haben (im September 2023 war es noch jeder fünfte). Rund 80 Prozent der befragten KI-User antworteten, dass diese Technologie bereits ihren Arbeitsalltag zum Positiven verändern habe. Vor allem Tools zur Automatisierung von Aufgaben trügen zu einer gesteigerten Produktivität bei, indem die Mitarbeitenden ihre Energie verstärkt auf hochwertige Aufgaben konzentrieren könnten.
Cross-funktionales Know-how wird zugänglich
Im vergangenen Jahr legte Slack verstärkt den Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI), um mit neuen Features auf die Vereinfachung des Büroalltags zu zielen. Slack Sales Elevate, die neue Benutzeroberfläche IA4, die in die Produktivitätsplattform integrierte Slack KI, ein verbesserter, automatisierter Workflow Builder und das neue Feature „Lists“ sorgen dafür, dass Benutzer in der Lage sind, in wenigen Schritten auf kontextbasiertes Wissen der gesamten Organisation zuzugreifen, selbstständig automatisierte Arbeitsprozesse zu erstellen und schneller einen Überblick über wichtige Projekte zu gewinnen.
„Der Entwicklungsprozess von Slack KI ist nun abgeschlossen“, erklärt Nina Koch gegenüber CloudComputing-Insider. „Anwender befinden sich somit nicht mehr im Experimentierstadium“, sondern könnten von mehr zielgerichteter Zusammenarbeit profitieren und einfach auf kontextbasiertes Wissen der gesamten Organisation zugreifen.
Nina Koch, Director Customer Success, Central Europe bei Slack.
(Bild: Salesforce Slack)
So liefern „Channel Recaps“ fokussierte Informationen über z.B. einen bestimmten Kunden. Die Zusammenfassungen können unter anderem auch zum Draften von Statusberichten von Projektchannel oder zum Extrahieren von Schlüsselthemen in Feedbackchanneln genutzt werden. Mit Hilfe von „Thread Summaries“ bleiben Nutzer zu jedem beliebigen Thema auf dem Laufenden, beispielsweise sich schnell über lange Diskussionen informieren oder erfahren, ob ihr Team gerade an einem Vorfall arbeitet, sich über die nächsten Schritte austauscht oder Ideen sammelt. Das Feature „Search Answers“ ist eine neue Suchfunktion, die nicht nur Ergebnisse mit relevanten Nachrichten, Dateien und Channel, sondern auch KI-generierte Zusammenfassungen liefert.
Der verbesserte Workflow Builder automatisiert Routineaufgaben durch die Erstellung benutzerdefinierter Workflows. Über Konnektoren von Partnern wie Google, Atlassian und Asana können Mitarbeitende innerhalb einer Organisation mit wenigen Klicks mehrere Tools in einen einzigen Workflow integrieren – ganz ohne Code oder Programmierkenntnisse. Zudem lassen sich benutzerdefinierte Apps, die in Slack gehostet werden, erstellen und bereitstellen. Außerdem befinden sich bisher genutzte Workflows und Vorlagen in einem neuen dedizierten Hub. Nutzer können so auf alle im Unternehmen verwendeten Workflows zugreifen, diese für eigene Automatisierungen anpassen und wiederverwenden.
Zentralisiertes Projekt- und Aufgabenmanagement mit Slack Lists
Für die meisten Unternehmen ist es laut Wall Street Journal schwierig, ein Projektmanagement-Tool zu finden, das den Anforderungen der Mitarbeitenden gerecht wird. Obwohl viele Produkte am Markt sind und eingesetzt werden, können doch nur ein Drittel der Projekte innerhalb des Zeit- und Budgetrahmens abgeschlossen werden. „Wir haben von unseren Kunden vielfach das Feedback erhalten, dass die heute verfügbaren Projektmanagement-Tools zwar gut funktionieren, von den Mitarbeitern selbst aber nicht effektiv genutzt werden“, sagt Slack-Managerin Koch. Oft verwendeten sie unternehmensweit unterschiedliche Tools oder Apps – mit Silobildung und Lizenzierungsprobleme als Folge.
Das Projekt- und Aufgabenmanagement-Tool Slack Lists lässt sich in andere Slack-Funktionen wie Workflow Builder und Canvas integrieren und bietet benutzerdefinierte Felder (Empfänger, Fälligkeitsdaten, Status und Prioritäten), in denen User organisiert bleiben und delegieren können.
Stand: 08.12.2025
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