Seit der Broadcom-Übernahme von VMware Ende 2023 stehen viele Unternehmen vor tiefgreifenden Änderungen. Drastische Anpassungen bei Preisen und Lizenzen zwingen sie, das neue Modell zu akzeptieren oder Alternativen zu prüfen. Welche Optionen gibt es?
Unternehmen stehen nach der Broadcom-Übernahme von VMware vor der Wahl: im Ökosystem bleiben, Lizenzen weiterverkaufen oder gebrauchte Software erwerben.
Anstelle von einmaligen, unbefristeten Lizenzen sind Kunden nun gezwungen, auf ein Abo-Modell umzusteigen – erhebliche Preiserhöhungen von bis zu 1200 Prozent inklusive. Wer an den alten, unbefristeten Lizenzen festhält, verliert nicht nur den Zugang zu Sicherheitsupdates und Support, sondern auch die langjährige Verlässlichkeit dieser Modelle. Doch der Wechsel zu einer neuen Lösung bringt oft hohe Umstellungskosten und organisatorische Hürden mit sich.
Die Frage, ob ein kompletter Systemwechsel notwendig und zielführend ist oder ob der Verbleib im VMware-Ökosystem weiterhin die beste Option ist, stellt Unternehmen vor eine komplexe Herausforderung. Doch es gibt verschiedene Lösungsansätze, die dabei helfen können, Abhängigkeiten zu verringern und die IT-Strategie neu zu gestalten. Dazu ist es unabdingbar, sich mit den praktischen und rechtlichen Möglichkeiten zu befassen.
Kein Support, kein Problem
Viele Unternehmen fragen sich, was passiert, wenn sie auf unbefristeten Lizenzen ohne Support und Sicherheitsupdates weiterarbeiten, denn diese sind oft tief in den Arbeitsabläufen verankert. Wird die Software dadurch weniger funktional? Die Antwort darauf ist einfach: Die Software bleibt voll funktionsfähig und kann weiterhin problemlos genutzt werden. Die Befürchtung, dass die fehlenden Updates ein Sicherheitsrisiko darstellen, ist meist ebenfalls unbegründet.
Viel wichtiger für die Sicherheit eines Systems sind Maßnahmen wie Firewalls, Zugriffskontrollen und Netzwerkschutz. Ein gut gesichertes Netzwerk kann viele mögliche Risiken ausgleichen. Zudem gibt es die Möglichkeit, auf den sogenannten 3rd-Party-Support zurückzugreifen, der eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Lizenzen darstellt. Letztlich sollte die IT-Infrastruktur immer als Ganzes betrachtet werden, statt sich nur auf einzelne Komponenten wie Software-Lizenzen zu fokussieren.
Warum VMware-Lizenzen nicht zu Geld machen?
Für Unternehmen, die sich von VMware trennen möchten, aber noch über unbefristete Lizenzen verfügen, bietet sich die Möglichkeit, diese weiterzuverkaufen. Der Markt für gebrauchte Softwarelizenzen hat sich mittlerweile etabliert und viele Unternehmen nutzen diese Option, um die resultierenden Erlöse anderweitig einzusetzen.
In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern ist der Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen rechtlich abgesichert, solange bestimmte Bedingungen erfüllt sind: Die Lizenzen dürfen nicht an ein Abo-Modell gebunden sein und die Software muss ordnungsgemäß übertragen werden. Dies bedeutet, dass der Verkäufer die Software vollständig deinstalliert und keine technischen Sperren hinterlässt. Wer Lizenzen veräußert, muss außerdem die Lizenzkette vollständig nachweisen. Durch den Verkauf nicht mehr benötigter Lizenzen können Unternehmen letztlich die finanziellen Belastungen eines Systemwechsels deutlich verringern oder Budgets für neue Projekte generieren.
Eine weitere Möglichkeit, die Kosten für Software zu senken, besteht im Kauf gebrauchter VMware-Lizenzen. Gerade bei einer intransparenten Preispolitik wie der von VMware kann der Erwerb gebrauchter Lizenzen eine attraktive Option darstellen. Doch nicht jeder Anbieter von gebrauchten Lizenzen ist vertrauenswürdig. Unternehmen sollten darauf achten, nur bei seriösen Händlern zu kaufen, die die Herkunft der Lizenzen nachweisen können und eine klare Garantie für die rechtliche Sicherheit bieten.
Auch wenn unbefristete Lizenzen ohne Hersteller-Support und Updates in einer gut gesicherten IT-Infrastruktur weiterhin problemlos funktionieren, sollten Unternehmen beim Kauf von gebrauchten Lizenzen außerdem darauf achten, dass der Anbieter über Partner auch Wartungs- und Support-Dienste zur Verfügung stellt.
Neue Perspektiven für Unternehmen im VMware-Umfeld
Die Veränderungen im VMware-Ökosystem stellen Unternehmen vor Herausforderungen, bieten aber gleichzeitig Chancen zur Neuorientierung. Ob durch die Nutzung von unbefristeten Lizenzen, den Weiterverkauf von nicht mehr benötigten Lizenzen oder den gezielten Erwerb gebrauchter Software – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Abhängigkeit von VMware zu verringern und Kosten zu senken.
Um die Situation nicht nur zu meistern, sondern letztlich gestärkt aus ihr hervorzugehen, sollten Unternehmen daher jetzt aktiv werden. Optionen sorgfältig abzuwägen, eine langfristige, zukunftssichere IT-Strategie zu entwickeln und den richtigen Partner an der Seite zu haben, senkt auf lange Sicht Kosten und Ressourcenverbrauch.
Stand: 08.12.2025
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* Der Autor Thomas Huth ist Gründer und Geschäftsführer von Capefoxx, einem rechtssicheren Anbieter für gebrauchte Softwarelösungen und Lizenzmanagement. Mit über 20 Jahren Erfahrung in dieser Branche verfügt er über eine umfassende Expertise. Huth hatte eine maßgebliche Rolle in wegweisenden Gerichtsverfahren gegen Unternehmen wie Adobe und Oracle, welches zu einem rechtweisenden Urteil des EuGH führte und den Handel mit gebrauchten Lizenzen ermöglichte.