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IT-Infrastruktur - Was ist das? Was kostet sie? Teil 1

IT-Infrastrukturkosten – Da stimmt etwas nicht!

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Einteilung der Kostenstellen

IT-Kosten im Roulette: Hinter einer Kostenstelle können sich viele Millionen oder Mini-Aufwendungen verstecken.
IT-Kosten im Roulette: Hinter einer Kostenstelle können sich viele Millionen oder Mini-Aufwendungen verstecken.
(Bild: Sashkin/Fotolia.com)
Das entspricht den großen Kostenblöcken. Typischerweise ist noch zwischen den Primär-, Zwischen- und End-Verrechnungs-Stellen zu unterscheiden. Nimmt man außerdem noch einige Hilfskostenstellen hinzu, kann sich die Zahl leicht verdoppeln. Mehr sollten es aber auch nicht werden.

Bei vollständiger Betrachtung der Gesamtkosten aber ist die IT-Kostenrechnung die Basis für fakten-basierte Entscheidungsfindung. So ergibt sich eine weitere Quelle von Missverständnissen aus der Tatsache, dass bei IT-Bereichen, die fest innerhalb des Gesamt-Unternehmens eingebunden sind, bestimmte Gemeinkosten-Arten überhaupt nicht der IT zugerechnet werden, weil sie in einem größeren Pool untergehen.

Unterhalb der Wahrnehmungsschwelle

Oft sind zum Beispiel die Gebäudekosten oder das Grundstück, die Straßen-Anbindung, ja sogar der Energieverbrauch nicht einmal anteilig in den IT-Kosten zu finden. Dennoch wäre die IT ohne diese Kostenarten arbeits-unfähig; daher müssen sie ihr zugerechnet werden.

Da die IT meistens von dieser fehlenden Zurechnung profitiert, wird sie sich oft auch nicht um Klärung bemühen. So bleiben die echten Kosten der IT im Dunklen.

Ergänzendes zum Thema
Jochen Michels und Michael Prinz

Dipl.-Ing. Jochen K. Michels ist selbständiger Unternehmensberater und untersucht seit 1985 die Marktpreise von IT-Diensten. Er koordinierte gemeinsame Arbeiten zur IT-Dienste-Abrechnung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Über 40 Arbeitskreise hat er hierzu moderiert und viele Referate in Deutschland und USA gehalten. Neben seiner Beratungsarbeit setzt er sich in zahlreichen Veröffentlichungen mit der Betriebswirtschaft für die IT auseinander, beispielsweise in seinen Büchern „IT-Finanzmanagement", „IT-Betriebsabrechnung“, „Pricing für SAP-Dienste“, „IT-Benchmarking“, „IT-Dienste-Abrechnung“, „IT-Cloud-Pricing“ sowie in den periodisch erscheinenden Marktpreis-Analysen zum Cloud-Computing, zur IT-Infrastruktur und zu SAP-Diensten.

Nach seinem Wirtschafts-Ingenieur-Studium an der TU-Berlin, Universität Köln war er bei führenden US-Herstellern und Management Consultants in mehreren Ländern tätig, bevor er sich selbständig machte.

Michael Prinz ist freier Management Berater für „Nachvollziehbare IT Strategien mit kurzfristiger Umsetzung“. Schwerpunkte liegen im IT-Management von IT-Beschaffung und Leistungserbringung/-verrechnung. Stichworte wie IT Kostenoptimierung, IT Service Kataloge, Benchmarking, Sourcing Strategie, Vendor Management, Lizenz-Management umreißen grob das Beratungsportfolio.

Von 2005 bis 2012 gestaltete er bei RWE als Leiter Vendor Management & Sourcing die Beziehungen zu strategischen IT Lieferanten, die Steuerung des externen IT Budgets und die Verhandlung globaler Verträge. Zur Festsetzung konzerninterner IT Preise war er verantwortlich für den IT-Service-Katalog und Benchmarking. Zeitweise war er zusätzlich verantwortlich für die Bereiche IT-Controlling, IT-Infrastruktur, IT-Sicherheit und Lizenz-Management.

Von 1979 bis 2004 war er in unterschiedlichen IT Aufgabenfeldern – seit 1990 in Führungspositionen - bei WestLB, Stinnes-data-Service, Mannesmann-Demag und der Berufsschule des Westfälischen Genossenschaftsverbandes beschäftigt.

Michael Prinz studierte Mathematik und Physik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit dem Abschluss Diplom-Mathematiker.

Für die oberste Unternehmensleitung bleiben die IT–Kosten auch aus diesen Gründen manchmal unter der Wahrnehmungs-Schwelle. Der Controller bekommt dann Wichtigeres zu tun.

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