IT-Kosten im Roulette: Hinter einer Kostenstelle können sich viele Millionen oder Mini-Aufwendungen verstecken.
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Das entspricht den großen Kostenblöcken. Typischerweise ist noch zwischen den Primär-, Zwischen- und End-Verrechnungs-Stellen zu unterscheiden. Nimmt man außerdem noch einige Hilfskostenstellen hinzu, kann sich die Zahl leicht verdoppeln. Mehr sollten es aber auch nicht werden.
Bei vollständiger Betrachtung der Gesamtkosten aber ist die IT-Kostenrechnung die Basis für fakten-basierte Entscheidungsfindung. So ergibt sich eine weitere Quelle von Missverständnissen aus der Tatsache, dass bei IT-Bereichen, die fest innerhalb des Gesamt-Unternehmens eingebunden sind, bestimmte Gemeinkosten-Arten überhaupt nicht der IT zugerechnet werden, weil sie in einem größeren Pool untergehen.
Unterhalb der Wahrnehmungsschwelle
Oft sind zum Beispiel die Gebäudekosten oder das Grundstück, die Straßen-Anbindung, ja sogar der Energieverbrauch nicht einmal anteilig in den IT-Kosten zu finden. Dennoch wäre die IT ohne diese Kostenarten arbeits-unfähig; daher müssen sie ihr zugerechnet werden.
Da die IT meistens von dieser fehlenden Zurechnung profitiert, wird sie sich oft auch nicht um Klärung bemühen. So bleiben die echten Kosten der IT im Dunklen.
Für die oberste Unternehmensleitung bleiben die IT–Kosten auch aus diesen Gründen manchmal unter der Wahrnehmungs-Schwelle. Der Controller bekommt dann Wichtigeres zu tun.