Gartner-Prognose IT-Ausgaben werden 2023 weiter steigen

Von Elke Witmer-Goßner 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Trotz globaler Wirtschaftsturbulenzen werden die IT-Ausgaben dieses Jahr gegenüber 2022 um 5,5 Prozent höher sein. Laut der jüngsten Prognose von Gartner werden somit 4,6 Billionen US-Dollar für IT ausgegeben.

CIOs sollten Prioritäten setzen, um ihre Ausgaben zu optimieren, gleichzeitig aber digitale Technologien nutzen, um Kapital, Umsatz und Kundeninteraktionen zu steigern, rät Gartner.(Bild:  frei lizenziert Dirk Wouters - Pixabay /  Pixabay)
CIOs sollten Prioritäten setzen, um ihre Ausgaben zu optimieren, gleichzeitig aber digitale Technologien nutzen, um Kapital, Umsatz und Kundeninteraktionen zu steigern, rät Gartner.
(Bild: frei lizenziert Dirk Wouters - Pixabay / Pixabay)

„Makroökonomischer Gegenwind bremst die digitale Transformation nicht“, sagt John-David Lovelock, Distinguished VP Analyst bei Gartner. „Die IT-Ausgaben werden hoch bleiben, auch wenn für viele Länder 2023 ein nahezu stagnierendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und eine hohe Inflation prognostiziert werden.“

Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Turbulenzen zeigt sich in den Unternehmen eine Zweiteilung zwischen Technologien, die beibehalten werden, und solchen, die das Geschäft vorantreiben. Das hat Auswirkungen auf das gesamte durchschnittliche Wachstum der IT-Ausgaben.

So gebe es beispielsweise auf den Märkten für Rechenzentren genügend Ausgaben, um bestehende Rechenzentren vor Ort aufrechtzuerhalten, aber neue Ausgaben hätten sich auf Cloud-Optionen verlagert, was sich im Wachstum der IT-Services widerspiegele, erklärt Lovelock.

Gartner erwartet für das Marktsegment Software ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Unternehmen werden ihre Ausgaben priorisieren, um Wettbewerbsvorteile durch Produktivitätssteigerung, Automatisierung und andere softwaregesteuerte Transformationsinitiativen zu erreichen. Im Gegensatz dazu soll das Gerätesegment um fast 5 Prozent zurückgehen. Verbraucher schieben Anschaffungen aufgrund sinkender Kaufkraft und mangelnder Kaufanreize auf.

Das IT-Servicesegment wird laut Gartner seinen Wachstumskurs bis 2024 fortsetzen, vor allem angetrieben durch den Infrastructure-as-a-Service-Markt, für den in diesem Jahr ein Wachstum von über 30 Prozent prognostiziert wird. Zum ersten Mal ist der Preis ein Haupttreiber für steigende Ausgaben für Cloud-Services-Segmente, und nicht nur für eine erhöhte Nutzung.

Prognose der weltweiten IT-Ausgaben in Millionen US-Dollar. Quelle: Gartner (April 2023):

Ausgaben 2022 Wachstum 2022 (%) Ausgaben 2023 Wachstum 2023 (%) Ausgaben 2024 Wachstum 2024 (%)
Datacenter Systeme 216.095 13,7 224.123 3,7 237.790 6,1
Devices 717.048 -10,7 684.342 -4,6 759.331 11,0
Software 793.839 8,8 891.386 12,3 1.007.769 13,1
IT-Services 1.250.224 3,5 1.364.106 9,1 1.502.759 10,2
Kommunikationsdienste 1.424.603 -1,8 1.479.671 3,9 1.536.156 3,8
Gesamte IT 4.401.809 0,5 4.643.628 5,5 5.043.805 8,6

Fachkräftemangel trotz vieler Entlassungen

„Entlassungen in der Tech-Branche bedeuten nicht, dass der IT-Fachkräftemangel vorbei ist“, so Gartner-Analyst Lovelock. Denn die Nachfrage nach IT-Fachkräften übersteigt das Angebot bei weitem und wird, ausgehend von den prognostizierten IT-Ausgaben, bis mindestens 2026 anhalten. „Die IT-Ausgaben für interne Dienstleistungen gehen in allen Branchen zurück und die Unternehmen können mit den Lohnsteigerungen nicht Schritt halten. Infolgedessen werden die Unternehmen mehr Geld ausgeben, um weniger Mitarbeiter zu halten, und sie werden sich an IT-Dienstleister wenden, um die Lücken zu füllen.“

(ID:49329314)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Cloud Computing

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung