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IPsec-basierte VPNs
IPsec ist das ältere der beiden Modelle. Es sollte den RAS-Zugriff vereinfachen. IPsec (Internet Protocol Security) ist im Kern ein Sicherheitsprotokoll zum Aufbau virtueller privater Netzwerke (VPN).
Das Protokoll setzt direkt auf der Vermittlungsschicht (OSI Layer 3) des TCP/IP-Protokollstapels auf. Um eine Kommunikation über IPsec zu ermöglichen, müssen die beiden Kommunikationspartner vorkonfiguriert werden. Denn das Verfahren basiert auf dem Aufbau einer Vertrauensbeziehung zwischen den beteiligten Partner. Beim Verbindungsaufbau werden vorher konfigurierte Zugriffschlüssel ausgetauscht. Dabei kommen entweder manuell konfigurierte Schlüssel oder automatische Schlüsselkonfigurationen zum Einsatz. IPsec arbeitet mit verschiedenen symmetrischen und asymmetrischen Schlüsseln.
Vor der eigentlichen Kommunikation über eine verschlüsselte IPsec-Verbindung müssen sich die Partner gegenseitig authentisieren und sich auf die zu verwendenden Schlüssel-Algorithmen einigen. Der Anwender erhält nach dem Aufbau einer IPsec-Verbindung einen transparenten Zugriff. Anwendungen müssen nicht modifiziert werden. Dies ist zweifelsfrei einer der größten Vorteile des IPsec-VPNs.
Der Nachteil der IPsec-basierten Kommunikation ist der nicht unerhebliche Aufwand zum Einrichten und Konfigurieren der Clients. Diese Vorbereitungen müssen durch die zentrale IT vorgenommen werden, denn der durchschnittliche Anwender wird damit überfordert sein.
Ferner müssen Schlüssel ausgetauscht und verwaltet werden. Dies bedeutet einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Zur Realisierung eines VPN werden am Unternehmensstandort in der Regel VPN-Gateways oder Access-Router eingesetzt. Diese zusätzlichen Baugruppen müssen ebenso konfiguriert und verwaltet werden. Oftmals werden deren Funktionen aber wiederum mit Firewalls oder ähnlichen Sicherheitseinrichtungen kombiniert.
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