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Kleine Checkliste für eine gemeinsame IR-Strategie
Eine Zusammenarbeit der beiden Parteien nach dem „Shared Responsability“-Prinzip setzt Vereinbarungen zwischen dem Cloud-nutzenden Unternehmen und dem Provider voraus:
- Welche Überwachungsmaßnahmen hat der Provider implementiert?
- Welche Informationen erhält der Cloud-Nutzer zu potenziellen Security Incidents, die für seine Inhouse- Bewertung, -Analyse und -Behandlung erforderlich sind?
- Abhängig davon, welche Daten der Provider liefert, muss die Incident-Response-Strategie das Monitoring und die technischen Möglichkeiten einbeziehen. Für den Anteil einer hybriden Cloud innerhalb des eigenen Unternehmens kann das Cloud-nutzende Unternehmen Sicherheitsvorfälle eigenständig erfassen und die komplette Bandbreite an Gegenmaßnahmen ausrollen.
- Je größer der Public-Cloud-Anteil, den das Unternehmen nicht administriert, desto essentieller werden zusätzliche Maßnahmen: Im SaaS ist der Einsatz eines CASB für eine höhere Transparenz quasi obligatorisch.
Das Cloud-nutzende Unternehmen sollte
- sich bewusst machen, welche zusätzlichen Technologien für Sicherheit und Incident Response in der Cloud essentiell sind (bspw. CASB).
- alle Informationen in eigenen Incident-Management-Prozeduren erfassen. Dazu gehört auch die sorgfältige Dokumentation von Informationen vom und Vereinbarungen mit dem Provider.
- im Betrieb der Hybrid Cloud die gleichen Rollen einrichten wie bei der lokalen IT, also im Zweifelsfall sogar einen System-Administrator.
- zugleich für die ausgelagerten Anteile Vereinbarungen mit dem Provider treffen und sich bewusst sein, dass so eine gewisse Abhängigkeit vom Provider besteht.
- auch das Supplier Management einbinden, um die Einhaltung der Vereinbarung sowie die Steuerung und Interaktion mit dem Provider systematisch zu überwachen.
* Hendrik Andreas Reese, Cloud-Experte bei TÜV Rheinland
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