Open-Source-Rewrite vorgestellt Grommunio bietet quelloffene Exchange-Alternative

Von Martin Hensel 1 min Lesedauer

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Der österreichische Spezialist für Open-Source-Groupware Grommunio hat seine gleichnamige Kommunikationslösung aktualisiert. Im Fokus der Version 2023.11.1 steht eine quelloffene Alternative zu den Exchange Web Services von Microsoft.

Das Release 2023.11.1 von grommunio führt einen Open-Source-Rewrite der Exchange Web Services ein.(Bild:  grommunio)
Das Release 2023.11.1 von grommunio führt einen Open-Source-Rewrite der Exchange Web Services ein.
(Bild: grommunio)

Die autonomen Exchange Web Services im Release 2023.11.1 von Grommunio entstanden mit hohem Aufwand und sind vollständig quelloffen. Sie sollen einen wichtigen Schritt zur Unabhängigkeit von nativen Microsoft-APIs darstellen, deren „Deprecation“ oder Abkündigung für 2026 vorgesehen ist. Microsoft hat bereits einen Nachfolger angekündigt, der allerdings noch dank offener Kompatibilitäts- und Lizenzfragen für Diskussionen sorgt.

Grommunio will derartige Debatten vermeiden und hat deshalb eine eigene Version der Exchange Web Services entwickelt, die nun in Form einer Public Beta zur Verfügung stehen. Sie integrieren Outlook für Mac und Mobile sowie Apple Mail nahtlos in die Groupware. Zudem konnte eine Leistungssteigerung um den Faktor 2,7 gegenüber Microsoft Exchange realisiert werden. Die neue Funktion soll nicht nur die Kompatibilität von Grommunio verbessern, sondern auch für eine optimierte Nutzererfahrung auf unterschiedlichen Endgeräten sorgen.

Planungssicherheit schaffen

„Wir wissen nicht genau, welche Pläne Microsoft hat und das Jahr 2026 ist noch weit – aber es ist uns immens wichtig, unseren Nutzern schon heute Planungssicherheit zu geben. So müssen sie sich diese Frage gar nicht erst stellen und wissen, dass keine neuen Zusatzkosten drohen“, erklärt Grommunio-CEO Norbert Lambing.

Die Open-Source-Alternative zu den Exchange Web Services steht vorerst als öffentlicher Test bereit. Das finale Release ist für den 24. Dezember geplant – quasi als Weihnachtsgeschenk an die Grommunio-Community.

Weitere Neuerungen

Das Update enthält neben der Exchange-Alternative noch weitere Neuerung. So unterstützt Grommunio ab sofort Authentifizierung via SPNEGO/Kerberos. Dabei handelt es sich um eine Single-Sign-on-Lösung für Microsoft Active Directory und Samba4-Umgebungen wie etwa Univention oder NethServer. Token-basierte Authentifizierung für integrative Lösungen mit direktem Token- und protokollbasiertem Zugriff ist nun ebenfalls möglich. Gleiches gilt für die redesignte Web-Oberfläche von Grommunio und OpenID Connect. Zwei-Faktor-Authentifizierung lässt sich nun auch über Grommunio Auth realisieren.

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