Auch wenn die digitale Transformation schon seit zehn Jahren in Unternehmen angekommen ist, so ist das Ende noch nicht in Sicht. Viele Manager unterlagen dem Trugschluss, dass es sinnvoll wäre, etwas komplett neu aufzubauen, anstatt auf vorhandene Ressourcen aufzubauen.
IT-Beschaffung als Marathon begreifen: Über die richtige Auswahl der Software können Unternehmen ihre digitale Transformation effizient und vor allem nachhaltig vorantreiben.
Doch die Welt verändert sich kontinuierlich weiter, genauso, wie die Geschäftsprozesse und IT-Lösungen. Aus diesem Grund werden die Bereitschaft und Fähigkeit sich an stetige Innovationen anzupassen, als grundlegender Pfeiler der digitalen Transformation betrachtet.
Bei der Umsetzung von Business-Anforderungen stellt sich eine wichtige Frage: Soll die Software selbst entwickelt (Make) oder eine Standard-Softwarelösung gekauft (Buy) werden? In der Vergangenheit lag der Fokus oft auf der Eigenentwicklung, da Unternehmen glaubten, dass ihre Bedürfnisse so einzigartig seien. Im Zuge der digitalen Transformation wurde es jedoch schnell ersichtlich, dass der Anspruch, jeden Prozess allein auf sich zu nehmen, schnell zur Unmöglichkeit wurde. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien, die jeweils spezifische Fähigkeiten und Kenntnisse erfordern. Die Nutzung von Standard-Softwarelösungen kann daher eine Lösung sein, um die eigene Entwicklung stärker zu fokussieren.
Mit der Auswahl der Software gehen jedoch auch Probleme einher. Zum einen ist der Zeitaufwand oft hoch und die Effizienz der Auswahlprozesse lässt zu wünschen übrig. Zudem kann es an ausreichender Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Teams und Abteilungen fehlen. Die Transparenz und Nachverfolgbarkeit der Auswahlentscheidungen ist häufig nicht gegeben. Dies birgt die Gefahr von Fehlentscheidungen und Ressourcenverschwendung. Es ist daher wichtig, diese Herausforderungen zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Software-Auswahlprozess effektiver und effizienter zu gestalten.
Warum digitale, kollaborative und intelligente IT-Beschaffung?
Die Beschleunigung der Entscheidungsfindung bei der Softwareauswahl sorgt für eine Steigerung der Zufriedenheit im jeweiligen Fachbereich und eine verkürzte Zeit bis zur Markteinführung. Eine effiziente und strukturierte Herangehensweise ermöglicht es, den Entscheidungsprozess zu beschleunigen. Dies führt zu einer Minimierung von Risiken und Fehlern, da klare Schritte und Kriterien festgelegt werden, um die Auswahl der Software zu unterstützen.
Darüber hinaus fördert die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der IT und den Geschäftsbereichen die Effizienz des Entscheidungsprozesses. Durch eine enge Zusammenarbeit können die Anforderungen und Bedürfnisse der Fachbereiche besser verstanden und berücksichtigt werden. Die IT kann ihr Fachwissen einbringen und die technische Machbarkeit bewerten. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung, die sowohl die technologischen Anforderungen als auch die Geschäftsziele des Unternehmens berücksichtigt.
Durch die Beschleunigung der Entscheidungsfindung werden nicht nur Engpässe und Verzögerungen vermieden, auch die Markteinführung kann in diesem Fall maßgeblich schneller erreicht werden. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Da die Anforderungen des Fachbereichs erfüllt werden und eine effektive Softwarelösung vorliegt, ist die Gestaltung der Arbeit im Umkehrschluss deutlich effizienter.
Best Practices für die erfolgreiche Software-Auswahl
Um erfolgreich die passende Software für das Unternehmen auszuwählen, ist es entscheidend, die Geschäftsanforderungen und Ziele klar zu definieren. Es ist auch wichtig, das richtige Mindset zu haben und anzuerkennen, dass die Softwareauswahl nicht unbedingt hundertprozentig vollständig sein muss, sondern dass ein schrittweiser Ansatz mit einem digitalen und kollaborativen Prozess umgesetzt werden kann.
Eine Integration des Softwareauswahlprozesses innerhalb der Unternehmensarchitektur (auch Enterprise Architecture) ist von großer Bedeutung, um das Zielbild umzusetzen. Durch die Ableitung von Standardanforderungen aus den Bereichen Sicherheit, Recht und Compliance kann der Auswahlprozess beschleunigt werden und gleichzeitig für Sicherheit gesorgt werden.
Insbesondere für größere Mittelständler kann es sinnvoll sein, Partnerschaften mit kleineren Anbietern einzugehen, beispielsweise wie es die Unternehmen Fressnapf und Enfore getan haben. Diese Partnerschaften ermöglichen es, die Standard-Software entsprechend den eigenen Anforderungen weiterzuentwickeln und anzupassen. Dieser Ansatz bietet Flexibilität, wodurch die Softwarelösungen optimal auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden können.
Stand: 08.12.2025
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Effiziente Ressourcen für höhere Produktivität
Die Auswahl und Implementierung der richtigen Softwarelösung ermöglicht die Realisierung von Effizienzgewinnen und Kosteneinsparungen. Durch den Einsatz einer passenden Software können Arbeitsabläufe optimiert und automatisiert werden. Eine effizientere Nutzung von Ressourcen und die Reduzierung manueller Aufgaben steigern die Produktivität im Unternehmen.
Darüber hinaus stärkt die richtige Softwareauswahl die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Durch den Einsatz moderner Technologien und die Integration von Softwarelösungen können neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle erschlossen werden. Mit diesem Fortschritt kann das Unternehmen sich besser auf die Anforderungen des Marktes einstellen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schaffung einer zukunftssicheren IT-Landschaft. Die Auswahl der passenden Softwarelösung muss im Kontext der digitalen Transformation betrachtet werden, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Es geht darum, eine IT-Infrastruktur aufzubauen, die flexibel, skalierbar und anpassungsfähig ist, um zukünftigen Veränderungen gerecht zu werden.
* Über den Autor Michael Stedler, Co-Gründer von Softwaregini, ist erfahrener IT-Experte im Bereich IT-Strategie, Enterprise Architecture und IT-Governance. Er begleitete bereits zahlreiche Unternehmen im DACH-Raum bei der Entwicklung ihrer IT-Zielbilder und Übersetzung in Transformations-Programme. Mit Softwaregini unterstützt er nun IT-Abteilungen bei der Umsetzung ihrer Ziele über den Software-Auswahl-Prozess.