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Scale-Out und Hardware-Unterstützung
Bleibt noch zu diskutieren, wie eine Scale-Out-Architektur gegenüber einem Single Node zu bewerten ist. Im Grunde gilt sowohl für OLTP als auch für OLAP, dass bei gleicher Datenbankgröße der Single Node, sofern von den RAM-Kapazitäten möglich, die bevorzugte Alternative ist.

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe. Der erste wurde schon bei der Diskussion im Zusammenhang mit OLTP diskutiert. Die Kommunikation zwischen den Datenbankknoten kostet vergleichsweise viel Zeit und beeinflusst die Performance negativ. Speziell bei OLAP-Anwendungen ist das Problem der geschickten Zuordnung von Codestrecken zu den Daten nicht so relevant wie bei OLTP, da Queries sich von ihrer mathematischen Struktur in der Regel gut verteilt abarbeiten lassen. Trotzdem bleibt aber das Problem der Latenz, weil die Teilergebnisse einer Query schließlich auf einem Knoten zusammengeführt und in ein Endergebnis konsolidiert werden müssen.
Ein zweites Problem stellt sich beispielsweise bei Joins, die über Tabellen gehen, die über mehrere Knoten verteilt sind. Bevor der Join ausgeführt werden kann, müssen die Daten der beteiligten Tabellen auf den Knoten übertragen und zwischengespeichert werden, auf dem der Join durchgeführt wird. Das kostet einerseits Zeit und andererseits zusätzlich Hauptspeicher. Bei einem Single Node entfällt die Datenübertragung und Zwischenspeicherung, da ja alle Daten lokal sind. Damit ergibt sich als Empfehlung, dass Anwendungen so lange wie möglich mit einer Single-Node-Instanz bedient werden sollten.
Unterstützung durch die aktuelle Hardware
Die aktuellen Entwicklungen in der Hardwaretechnik kommen diesem Ansatz entgegen. Mit der im Februar 2014 offiziell verfügbaren Hardware wird es möglich sein, bis zu 12 Terabyte RAM in einer Fujitsu-Maschine zu installieren.

Der Autor:
Jürgen Meynert ist Consultant bei Fujitsu Technology Solutions, Standort Frankfurt am Main. Seinen Text, den wir mit Genehmigung von Fujitsu veröffentlichen, entstammt dem Fujitsu-Blog.
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