AWS-Studie zeigt Fortschritte in der „Digitalen Dekade“ Deutsche Unternehmen setzen zunehmend auf Cloud und KI

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Amazon Web Services (AWS) hat die Ergebnisse seiner Studie „Unlocking Germany’s AI Ambitions in the Digital Decade“ vorgestellt. Sie zeigen unter anderem, dass in deutschen Unternehmen zunehmend moderne Technologien wie Cloud oder KI zum Einsatz kommen.

Eine aktuelle AWS-Studie zeigt, dass sich Cloud und KI in Unternehmen durchsetzen. Dennoch gilt es zahlreiche Hindernisse zu überwinden. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Eine aktuelle AWS-Studie zeigt, dass sich Cloud und KI in Unternehmen durchsetzen. Dennoch gilt es zahlreiche Hindernisse zu überwinden.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im Auftrag von AWS befasste sich das Beratungsunternehmen Strand Partners mit der Frage, wo sich Deutschland derzeit auf dem Weg zu den Zielen der „Digitalen Dekade“ der Europäischen Kommission befindet. Die Studie wurde erstmals nach dem letztjährigen Boom von generativer KI (GenAI) und großen Sprachmodellen („Large Language Models“, LLMs) durchgeführt. Sie zeigt eine signifikante Beschleunigung des KI-Einsatzes, aber auch einige Hürden, die den bis 2030 vorgesehenen Zielen der „Digitalen Dekade“ im Weg stehen.

KI und Cloud auf dem Vormarsch

Den Ergebnissen zufolge hat mehr als ein Drittel (36 Prozent) der deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr KI genutzt. Im Jahr 2022 lag dieser Anteil noch bei 28 Prozent. KI-Nutzer berichten dabei von verschiedenen Vorteilen, wie vor allem erhöhter Effizienz (92 Prozent) und strafferen Abläufen (72 Prozent). AWS sieht Cloud und KI in deutschen Unternehmen als tragende Säulen der digitalen Transformation. Demnach nutzen sie Cloud Computing vor allem für die Digitalisierung und Rationalisierung ihrer Arbeit: Knapp die Hälfte (47 Prozent) hat durch die Technologie Papier oder manuelle Prozesse ersetzt.

Über die Hälfte (54 %) der deutschen Firmen schätzen sich als sehr vertraut mit der Cloud-Technologie ein – der europäische Durchschnitt liegt hier bei 39 Prozent. Bei hiesigen Großunternehmen ist dieser Anteil sogar noch höher (70 %), Kleinstfirmen mit weniger als zehn Mitarbeitern hinken dafür etwas hinterher (48 %). Grundsätzlich herrscht etwas Skepsis vor: 70 Prozent aller Unternehmen ist der Ansicht, dass die deutschen Firmen nicht genug in technische Infrastruktur und Entwicklung investieren. 72 Prozent sehen diese Problematik in Bezug auf den öffentlichen Sektor.

Unsicherheiten und Herausforderungen

Zudem bleiben etliche Stolpersteine, die den Einsatz der Technologien erschweren. Nur knapp ein Drittel (32 %) der Unternehmen glaubt, bereits das volle Potenzial der Cloud auszuschöpfen. In Hinblick auf das Potenzial von KI und maschinellem Lernen sind sogar nur 25 Prozent dieser Ansicht. Als weitere Hindernisse gelten fehlende Flexibilität bei der Wahl von KI-Anbietern (37 %) sowie die strengen Standards für den Datenaustausch zwischen KI-Providern (25 %). Hier gilt es laut AWS rechtliche und regulatorische Unsicherheiten zu beseitigen.

Ein weiteres Problem ist der Mangel an benötigtem Fachpersonal. Nur 15 Prozent der Unternehmen finden problemlos Mitarbeiter mit den nötigen Cloud- und KI-Skillsets. Dabei mangelt es nicht nur an fortschrittlichem Know-how: 57 Prozent berichten sogar von fehlenden grundlegenden digitalen Fähigkeiten, wie etwa dem Versenden von E-Mails oder dem Bearbeiten von Dokumenten. Damit bildet Deutschland im europäischen Vergleich das Schlusslicht.

Als Gegenmaßnahme setzen die Firmen auf Fortbildungen oder Umschulungen (42 %) sowie die Betonung dieser Maßnahmen während des Rekrutierungsprozesses (32 %). Weitere Alternativen sind der Ersatz durch KI oder Automatisierung (25 %) oder die Suche nach Mitarbeitern im Ausland (21 %).

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