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Größenwahn oder realistische Ambition?

Deutsche Telekom: 2020 gibt es nur noch zwei globale TK-Anbieter

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Fazit

Man kann über den richtigen Zeitpunkt oder das Ausmaß von Höttges „Telco 2020“-Vision streiten, allerdings zeigt die Industrie jetzt schon Tendenzen, langfristig diesen Konsolidierungskurs einzuschlagen. Die Frage ist eher, welche Rolle die Deutsche Telekom in dieser Vision spielt.

Derzeit befindet sich die Telekom in einer guten Ausgangssituation, aber auch der durchaus positive und vielleicht manchmal etwas provozierende Höttges muss einräumen, dass das europäische Regulierungsumfeld gelockert werden muss, um den Konsolidierungsprozess zu beschleunigen und vor allem zu vereinfachen. Diesbezüglich hat er sicherlich Recht, denn die Mühlen bei der Europäischen Gesetzgebung mahlen sehr langsam und hemmen die Evolution des Marktes. Dennoch ist IDC der Meinung, dass die Deutsche Telekom gut daran tut, den dynamischen Restrukturierungsprozess der letzten Jahre weiterzuführen und nicht auf die Unterstützung durch die Politik – gleichgültig ob auf europäischer oder deutscher Ebene – zu warten.

Die Fünf-Punkte-Strategie, die Höttges für das Unternehmen anstrebt, basiert auf gezielten Verkäufen, Akquisitionen und Partnerschaften und ist somit ein Schritt in die richtige Richtung. Diesen Weg sollte er aber recht schnell nach seiner Amtseinführung im nächsten Jahr einschlagen, denn sonst könnte man ihm unterstellen, dass bellende Hunde nicht beißen – aber bekannterweise manchmal selbst gebissen werden.

Über die Autorin

Ariane Mackenzie ist Consulting Manager bei IDC

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