IT Readiness Report von Kyndryl IT-Infrastrukturen sind nicht so gut wie gedacht

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Zu euphorisch sind deutsche Führungskräfte, wenn es um die Effizienz ihrer IT-Infrastrukturen geht. Doch das stimmt nur auf den ersten Blick. Ein Report von Kyndryl zeigt Sorgen und Verbesserungspotenzial.

Mehr als die Hälfte der von Kyndryl befragten deutschen Führungskräften zeigen sich wegen veralteter IT-Infrastruktur besorgt.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Mehr als die Hälfte der von Kyndryl befragten deutschen Führungskräften zeigen sich wegen veralteter IT-Infrastruktur besorgt.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Ihre IT-Infrastruktur ist „erstklassig“, davon sind 90 Prozent der deutschen Führungskräfte überzeugt. Gleichzeitig halten sie diese aber nur zu 34 Prozent auch für zukunftssicher. Dieses Paradox ist das Ergebnis des „IT Readiness Reports“ von Kyndryl, Anbieter von IT-Infrastrukturdiensten. Der Report zeigt, wie Unternehmen weltweit ihre IT-Infrastrukturen bewerten und welche Maßnahmen sie ergreifen, um diese für die Zukunft zu sichern. Für 94 Prozent der weltweit Befragten hat die Modernisierung der IT Priorität. Und 44 Prozent erachten ihre geschäftskritische IT-Infrastruktur als veraltet – 52 Prozent sind deshalb besorgt.

Unternehmen kommen nicht hinterher

Unter den deutschen Führungskräften fühlen sich lediglich 33 Prozent gut darauf vorbereitet, einen Cyberangriff auf ihre IT zu managen. Und das, obwohl 64 Prozent Hacks als größte Bedrohung ihrer Infrastrukturen sehen. Gleichzeitig sehen Führungskräfte durch die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur nur zu 34 Prozent eine Auswirkung auf die Datensicherheit und die Einhaltung von Vorschriften. Das kann mitunter daran liegen, dass weltweit 48 Prozent der Führungskräfte besorgt sind, dass das Tempo der Regulierung zu schnell voranschreitet. Auf der anderen Seite sehen 66 Prozent einen positiven Effekt der Regulierung.

Wenn es um das Tempo des technologischen Fortschritts geht, haben Unternehmen ebenfalls Mühe, mitzuhalten. 62 Prozent der Befragten gaben dies an.

Die Vorteile moderner IT

Doch es gibt andere Vorteile, die Unternehmen, die ihre IT modernisieren, sehen. Rückblickend auf das vergangene Jahr berichteten Führungskräfte weltweit von verbesserter Effizienz (85 %), größerer Innovation (71 %) und einem verbesserten Nutzererlebnis bei Mitarbeitenden und Kunden (60 %).

Bisher werden in den befragten Unternehmen im Durchschnitt acht Prozent der IT-Probleme durch Automatisierung und ohne menschliches Eingreifen behoben. Kyndryl zufolge könnten es jedoch bis zu 30 Prozent sein, was Unternehmen potenziell Milliarden von US-Dollar pro Jahr an Wartungskosten und vermiedenen Ausfallzeiten einsparen könnte.

Die Learnings aus dem Kyndryl IT Readiness Report

Führungskräfte fühlen sich nicht risikobereit und kämpfen mit verschiedenen Störungen und dem Tempo des Wandels.

Das Paradox der Technologiebereitschaft: Führungskräfte vertrauen auf ihre Technologie, sind jedoch besorgt über ihre Einsatzbereitschaft. Vor allem Technologien am Ende ihres Lebenszyklus sind eine drohende Herausforderung.

Die IT ist die beste Verteidigungslinie zur Risikominimierung, doch die meisten befinden sich noch in einem früheren Stadium ihrer Technologiemodernisierung.

Die Modernisierung der Technologie wird durch Komplexität und Priorisierungslähmung behindert.

Trotz erheblicher Investitionen in KI zur Förderung der Modernisierung haben Führungskräfte Schwierigkeiten, einen positiven ROI zu erzielen.

Führungskräfte in der Technologiemodernisierung berichten von einer besseren Abstimmung zwischen Unternehmen und Technologie, einem höheren ROI und einer größeren Bereitschaft für die Zukunft.

KI wird noch kritisch betrachtet

KI-basierende Integrationsplattformen seien, Kyndryl-CTO Stephan Hierl zufolge, die Lösung, um die Infrastruktur fit für die Zukunft zu machen. „Die Kosteneinsparungen sind dabei enorm und ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass dadurch in Zeiten des Fachkräftemangels Abläufe effizienter gestaltet werden können.“

Doch kommt es zur KI, gibt es einige Herausforderungen, die deutsche Unternehmen hemmen. 31 Prozent haben Datenschutzbedenken, 30 Prozent machen sich Sorgen wegen unsicherer Rendite und 26 Prozent sehen zu große Compliance-Herausforderungen. Weltweit beobachten derzeit nur 42 Prozent der Unternehmen eine positive Rendite aus ihren KI-Investitionen.

Roadmap zur modernen IT-Infrastruktur

Die Studie von Kyndryl zeigt eine detaillierte Roadmap auf, wie Unternehmen ihre IT-Infrastruktur verbessern können. Zum einen können die technologischen Fähigkeiten der Mitarbeitenden verbessert werden. Zum anderen sollte die Umstellung auf moderne IT-Systeme beschleunigt werden. Kyndryl nennt drei wichtige Punkte:

  • 1. Der Mensch ist genauso wichtig wie die Technologie: In erfolgreichen Unternehmen geht IT jeden etwas an. CIOs und CTOs, die abteilungsübergreifend arbeiten, können Mitarbeitende besser bei technologischen Veränderungen mitnehmen. Führungskräfte, die in Talententwicklung investieren, sind besser für zukünftige Risiken gerüstet.
  • 2. Balance zwischen neu und bewährt: Neue Technologien müssen sich in bestehende Unternehmenskultur und -prozesse einfügen. Besonders bei KI-Projekten ist ein solides Datenfundament entscheidend für den Erfolg.
  • 3. Technische Schulden aktiv angehen: Fast alle Unternehmen stehen vor der Herausforderung einer alternden Infrastruktur. Die Reduzierung technischer Schulden schafft Effizienz und Potenzial für Innovation und Wachstum.

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