In den letzten Monaten haben Branchen auf der ganzen Welt grundlegende Veränderungen durchgemacht. Ganze Belegschaften arbeiten jetzt im Homeoffice, Business Continuity ist wichtiger denn je und Resilienz und Innovation sind entscheidend, um die weltweit herrschende Unsicherheit zu überstehen.
Unternehmen müssen ihre internen Abläufe modernisieren und neugestalten, um auf dem wettbewerbsintensiven Markt zu bestehen. Dies gelingt auch durch Automatisierung.
Die Entwicklungen der letzten Monate haben die Business Transformation enorm beschleunigt. Sich ständig weiterentwickelnde Netzwerke vereinen Daten, neue Technologien und menschliche Erkenntnisse und entwickeln so die Geschäftswelt, wie wir sie bislang kennen, weiter. Das macht es für Unternehmen notwendig, interne Abläufe zu modernisieren und neuzugestalten, um sich zukunftsfähig aufzustellen.
Dafür sollten Organisationen Technologie als Geschäftspartner begreifen, der mit – und nicht anstelle von – ihren Mitarbeitern arbeitet. So verwandelt Technologie sich von einem Hilfsmittel zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Und so werden die Grenzen zwischen IT-Automatisierung und Business-Automatisierung verschwimmen, wenn immer mehr Unternehmen danach streben, ein Autonomous Digital Enterprise (ADE) zu werden.
Was ist ein Autonomous Digital Enterprise?
Das Konzept von ADEs basiert auf dem forcierten Einsatz intelligenter Technologien über alle Geschäftsfunktionen hinweg, um so Abläufe zu optimieren und Innovationen voranzutreiben. Um diese Ziele zu erreichen, werden Unternehmen, die sich zu ADEs wandeln wollen, Automatisierungsmöglichkeiten bei internen Prozessen nutzen und so die Beteiligung ihrer menschlichen Mitarbeiter minimieren. Infolgedessen werden sich die Jobprofile der Belegschaft weiterentwickeln.
Da die Automatisierung ihnen mühsame und arbeitsintensive Aufgaben abnimmt, können qualifizierte Mitarbeiter höherwertige Tätigkeiten übernehmen, für die menschliche Intelligenz benötigt wird. So können Organisationen den Unternehmenswert erhöhen und auf die Entwicklung intelligenter, einheitlicher und technologiegesteuerter Systeme hinarbeiten.
Der Wandel zu einem ADE wird allerdings nicht plötzlich erfolgen, sondern erfordert einen proaktiven Einsatz aller Beteiligten. Um Fortschritte zu machen, müssen Mitarbeiter verstärkt auf Automatisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) setzen und damit die Business Continuity sicherstellen, während die Organisation sich neu erfindet. Für Unternehmen, die sich auf diese Reise begeben, ist die Investition in Automatisierung daher ein wichtiger erster Schritt.
Automatisierte Fundamente legen
Die Grundlage von ADEs ist Automatisierung, die alle Prozesse umfasst. Deshalb sollten Unternehmen dies sowohl bei Kundeninteraktionen als auch bei internen Abläufen implementieren. Dies führt zum einen zu schnelleren Ausführung von Aufgaben und einem besseren Zeitmanagement und zum anderen zu einer Kostenreduzierung und weniger Fehlern. So schaffen Unternehmen letztlich ein optimiertes, effizientes Kundenerlebnis.
Bevor Unternehmen in Automatisierung investieren, sollten sie die folgenden Schlüsselfaktoren berücksichtigen:
Hyperautomation ermöglicht es Maschinen dank KI, verbesserter Konnektivität und Digitalisierung, Aufgaben automatisch durchzuführen. Durch die Automatisierung aller Geschäftsprozesse können Organisationen potenzielle Fehler genauso reduzieren wie die Beteiligung ihrer Mitarbeiter an einfachen Tätigkeiten.
Operations Automation verbindet Application Performance Management (APM) mit traditionellen IT Infrastructure Management-Lösungen (ITIM) zu einer Application and Infrastructure Performance Management-Lösung (AIPM). Diese ist das Herzstück automatisierter Prozesse, da sie sowohl präventive als auch reaktive Abhilfemaßnahmen ermöglicht und auf Erkenntnisse zurückgreift, die bei der Selbstheilung und automatischen Korrekturen unterstützen.
Enterprise Service Management (ESM) nutzt ein strukturiertes Service-Management-Framework mit dedizierten automatisierten Komponenten, um den Betrieb über traditionelle IT-Verfahren hinaus zu steuern.
Künstliche Intelligenz wird für automatisierte Abläufe entscheidend sein und kann von der Kernprozessautomatisierung bis hin zu ESM-Zusammenarbeit mithilfe von KI eingesetzt werden. Darüber hinaus können Unternehmen mit AIOps eine fundierte Handlungsfähigkeit im gesamten Betrieb sicherstellen.
Die Rolle von AIOps im ADE
AIOps-Fähigkeiten werden insbesondere für IT-Betriebsteams nützlich sein, wenn diese ihre Position innerhalb eines ADE neu definieren. Im Wesentlichen vereint AIOps KI, ML und Big Data-Analysen, um den IT-Betrieb (ITOps) zu verbessern. Durch Automatisierung kann AIOps selbstständig Probleme in IT-Systemen identifizieren, die entsprechenden Teams alarmieren und in einigen Fällen die Probleme sogar eigenständig in Echtzeit beheben.
Gestresste ITOps-Teams sehen sich häufig mit Herausforderungen konfrontiert, die die menschlichen Kapazitäten übersteigen. So nehmen die Datenmengen in Unternehmen ständig zu, währen die IT-Systeme gleichzeitig immer komplexer werden – vor allem derzeit, weil sich alle Mitarbeiter von Zuhause aus einloggen. Diese Herausforderungen werden weiter zunehmen. Deshalb ist der Einsatz intelligenter Autonomie der Schlüssel für künftige Erfolge.
Mithilfe von AIOps können ITOps-Teams eine höhere Geschwindigkeit, Agilität und Effizienz gewährleisten und gleichzeitig ihre Aufmerksamkeit erkenntnisreichen und umsatzsteigernden Aufgaben widmen. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung, um ADE-Fähigkeiten zu erreichen.
Eine automationsgestützte Zukunft
Wenn ADEs den Betrieb ihrer IT über die Handlungen von Menschen hinaus ausweiten und flächendeckend Automatisierung einsetzen wollen, müssen bestehende IT-Tools neu gedacht werden. Dafür müssen Unternehmen die Notwendigkeit von AIOps über verschiedene Prozesse hinweg verstehen, den aktuellen Status dieser Angebote und wie sie das Potenzial der Automatisierung am besten ausschöpfen können. Indem Führungskräfte interne Defizite bei der Automatisierung und AIOps proaktiv angehen, können sie Prozesse reformieren und so Wachstum, Entwicklung und Erfolg ermöglichen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
In den nächsten fünf Jahren werden Analysen und Geschäftsdaten in Unternehmen in den Vordergrund rücken. Durch den Einsatz von KI, um Einblicke in die Kunden zu gewinnen, können sie nahtlose und insgesamt bessere Erfahrungen entwickeln und gleichzeitig wertvolle Anwendungsfälle im gesamten Unternehmen schaffen. Durch die Automatisierung können ITOps-Teams ebenfalls die Agilität von DevOps erreichen und so sicherstellen, dass die Kernwerte eines ADE in allen Geschäftsbereichen umgesetzt werden.
Jon Thomas, BMC.
(Bild: BMC)
Um auf dem wettbewerbsintensiven und unsicheren globalen Markt zu bestehen, sollten Unternehmen sowohl nach Resilienz als auch nach Innovation streben. Die Automatisierung wird es ihnen ermöglichen, den Betrieb aufrechtzuerhalten während die Mitarbeiter an neuen und zukunftsweisenden Projekten arbeiten, durch die Unternehmen sich von ihrer Konkurrenz abheben können. Letztendlich werden diejenigen, die den Wandel zum ADE annehmen, indem sie neue Technologien, analytische Erkenntnisse und Automatisierung übernehmen, die Unternehmen sein, die sich in Zukunft durchsetzen werden.
* Der Autor Jon Thomas ist Senior Director Product Management bei BMC.