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Online-Umfrage zum CeBIT-Kompendium „Backup & Recovery“ von Storage-Insider.de, Teil 1

„Das Online Backup wird kommen“

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Spricht eigentlich die Datentransferrate des Internets beim Online-Backup gegen das Backup in der Cloud? Wie würden Sie Einsatzszenarien definieren?

Romanski: Daran arbeite ich noch gedanklich. Der momentane Stand meiner Erkenntnis ist der: Die Datentransferrate ist kein Hindernis. Das Online Backup wird kommen. Was wir uns bei Commvault schlecht vorstellen können ist: Ein Elefant irrt auf einem Hausboot mitten im Pazifik und sichert in die Wolke. Der rechtliche Aspekt spielt eine Rolle. Genutzte Szenarien in der Praxis sind: Erzeugung einer zweiten Datenkopie für meine Sicherung oder Archivierung in der Cloud, anstelle auf dem Band. Sicherung der Laptop-Daten in die Cloud. Für diese Einsatzgebiete bieten wir Deduplizierung, Verschlüsselung, REST als Übertragungsprotokoll und den Support für beispielsweise Microsoft Azure Storage an.

Glaubt man dem Marketing, dann ist das Disaster Recovery in wenigen Minuten erledigt. Bitte erläutern Sie, welche Vorgaben dafür erfüllt sein müssen und ob diese Aussage auch beim Austausch des Host-Rechners gilt.

Romanski: Commvault bietet Disaster-Recovery-Methoden auch für solch ambitionierte Recovery Time Objectives. Um diese zu erreichen, sind in der Tat bestimmte Voraussetzungen auf der technischen Seite nötig. Die zweite Frage würde ich für VMware, Hyper-V und Citrix Xen unterschiedlich beantworten.

Was spricht dagegen, Langzeit-Backup und Archivierung gleichermaßen per Backup-Software zu verwalten?

Romanski: Die Gewohnheit zum Beispiel. Für interessierte Kunden bietet Commvault mit Simpana eine Datenmanagementlösung an, die beides kann.

Warum wird LTFS, das Linear TapeFile System, die Backup-Welt nicht verändern?

Romanski: Nicht die meine. Das Linear Tape File System virtualisiert die Sicht auf ein Medium. Der „Hypervisor“ entscheidet heute nicht über den Erfolg einer Innovation, sondern die Applikation.

Wieso brauchen wir nun auch noch die objektorientierte Speicherung von Daten? Hat das Auswirkungen auf Backup- und/oder Archivierung-Konzepte?

Romanski: Für die Wahrnehmung ist das Gehirn und für den Kontext sein Gedächtnis zuständig. Ich verstehe den Nutzen der objektorientierten Speicherung beispielsweise im klinischen Umfeld. Sollte objektorientierte Datenablage eine größere Verbreitung erfahren, wird Commvault darauf reagieren.

Big Data ist in aller Munde. Zukünftige ERP-Datenbanken werden vielleicht vollständig auf PCIe-Speicherkarten laufen. Welchen Einfluss hat diese neue, mit kurzen Latenzzeiten agierende Speicherarchitektur auf die Backup-Software und Backup-Infrastruktur?

Romanski: Für den Backup-Hersteller ist das wie die Aufgabe einer Simultanübersetzung und im Fachvokabular heißt der Übersetzer Proxy. Die Frage der kurzen Latenzzeiten ist bedeutend. Um 820 Megabyte pro Sekunde oder bis zu 100.000 IOPS von einem schnellen Medium auf ein langsameres zu bringen, muss der Redner gelegentlich schweigen.

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