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Frühwarnsystem ermöglicht aktives Projektmanagement
Software-Lagekarten unterstützen demnach verschiedene Herangehensweisen an die Überwachung eines Projekts: Manager können Code-Monitoring betreiben, indem sie regelmäßig bestimmte Werte – beispielweise Metriken – und Zusammenhänge abfragen und auf Auffälligkeiten prüfen. Ausgestattet mit diesen Erkenntnissen können sie die nächsten Schritte einleiten, um Verbesserungen für das Projekt zu erreichen. Umgekehrt können sie aber auch nach der Ursache bestimmter Phänomene forschen, die sie stutzig machen. Steht den Entwicklern ein Issue/Bug-Tracking-System zur Verfügung, können die Manager etwa gezielt Dateien anzeigen lassen, an denen Bug fixes durchgeführt wurden (Abb. 3 in der Bildergalerie). Die Software-Lagekarte gibt dann nicht nur Aufschluss darüber, in welchen Modulen Bug fixes gehäuft aufgetreten, sondern auch, wie hoch an diesen Stellen die Komplexität und der Grad an Code-Duplizierungen war. Indem Manager in Zukunft bei der Teamführung und beim Monitoring verstärkt auf diese Faktoren achten, können sie zeitraubende Nacharbeiten beim nächsten Projekt minimieren.
Software-Lagekarten zeigen also, wo ein Projekt zu einem bestimmten Zeitpunkt wirklich steht und macht „Zeitbomben“ im Code sichtbar, die der Projekt-Verantwortliche rechtzeitig in den Fokus nehmen kann. Projektmanager haben somit ein Frühwarnsystem an der Hand, das wirkungsvolles Risiko-Management in Entwicklungs- und Wartungsprojekten überhaupt erst möglich macht. Denn nur wer weiß, wo Schwachstellen liegen, kann auch rechtzeitig reagieren.
Der Autor

Marc Hildebrandt ist Geschäftsführer bei der Software Diagnostics GmbH
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