Vorinstalliert ist bequem – aber... So finden Nutzer den passenden Browser

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Viele Nutzende bleiben beim Browser, der auf PC, Smartphone oder Tablet bereits installiert ist. Das ist praktisch, weil die Programme sofort startklar sind und in der Regel zuverlässig funktionieren. Fachleute raten jedoch dazu, die Voreinstellung nicht automatisch als optimale Lösung zu betrachten.

Vorinstallierte Browser sind praktisch, aber nicht immer die beste Wahl. Worauf Nutzer bei Datenschutz, Features und KI achten sollten – und wie leicht ein Wechsel gelingt.(Bild: ©  Sentavio - stock.adobe.com)
Vorinstallierte Browser sind praktisch, aber nicht immer die beste Wahl. Worauf Nutzer bei Datenschutz, Features und KI achten sollten – und wie leicht ein Wechsel gelingt.
(Bild: © Sentavio - stock.adobe.com)

Denn vorinstallierte Browser sind oft eng mit dem jeweiligen Anbieter-Ökosystem verknüpft und darauf ausgelegt, weitere Dienste über Apple-, Microsoft- oder Google-Konten zu fördern. Besonders unter Windows werden Nutzende teils deutlich in Richtung Microsoft-Services gelenkt.

Technisch ähneln sich viele Browser, weil zahlreiche Angebote auf Googles Chromium-Engine basieren – darunter etwa Edge, Opera, Vivaldi oder Brave. Das sorgt meist für hohe Geschwindigkeit und gute Webseitenkompatibilität. Alternativen wie Firefox und Safari setzen dagegen auf eigene Browser-Engines. Safari ist allerdings an Apples Plattform gebunden, sodass Firefox als unabhängige Alternative mit eigener technologischer Basis heraussticht.

Darin unterscheiden sich Browser

Die Unterschiede für Anwender liegen vor allem im Funktionsumfang und in der Bedienoberfläche. Während Chrome eher schlank gehalten ist, bringen Browser wie Opera oder Vivaldi teils Zusatzfunktionen wie integrierte VPN-Features oder Mail-Tools mit. Standard sind heute bei vielen Anbietern Sync-Funktionen über mehrere Geräte sowie Passwort-Manager; hinzu kommen Übersetzungs- und zunehmend auch KI-Funktionen.

Ein zentrales Entscheidungskriterium bleibt der Datenschutz: Browser gehen sehr unterschiedlich damit um, wie sie Tracking und Werbung handhaben. Bei Chrome und auch Edge spielt die enge Verzahnung mit den Plattform- und Werbemodellen der Anbieter eine Rolle, was tendenziell mehr Werbung und eine leichtere Auswertung des Surfverhaltens begünstigen kann. Datenschutzorientierte Alternativen wie Firefox, Brave oder DuckDuckGo setzen dagegen stärker auf integrierten Tracking-Schutz und datensparsamere Standard-Einstellungen.

Standardbrowser wechseln ist einfacher als gedacht

Wer auf mehreren Geräten arbeitet, profitiert häufig davon, überall denselben Browser zu nutzen – Lesezeichen, Passwörter und offene Tabs lassen sich dadurch komfortabel synchronisieren. Gleichzeitig bedeutet die Synchronisation, dass viele persönliche Daten beim jeweiligen Anbieter landen. Wer Datensparsamkeit priorisiert, kann Sync-Optionen mit geringerer Datenerhebung nutzen oder bewusst auf externe Dienste ausweichen – etwa separate Bookmark- und Passwort-Manager.

Der Wechsel des Standardbrowsers gilt als unkompliziert: Nach der Installation fragen neue Browser üblicherweise beim ersten Start, ob sie als Standard gesetzt werden sollen. Für Mobilgeräte gelten zudem besondere Anforderungen wie Energieeffizienz, geringer Speicherbedarf und eine übersichtliche Bedienung auf kleinen Displays – hier ist oft weniger Funktionsfülle sinnvoller. Installationen lassen sich über App-Stores sicher erledigen, ohne aus Versehen eine falsche Version zu erwischen.

Zusätzlich rückt künstliche Intelligenz (KI) stärker in Browser: Funktionen wie automatische Tab-Sortierung, Zusammenfassungen von Webseiten oder Assistenten werden häufiger integriert, teils fest in Produkte eingebaut. Experten mahnen dabei zur Vorsicht, welche Dokumente und persönlichen Informationen Nutzer KI-Funktionen anvertrauen. Kritik gibt es vor allem dort, wo KI-Dienste ohne echte Wahlfreiheit verknüpft werden oder sich proaktiv in den Alltag drängen. Gleichzeitig gilt: In vielen Browsern lassen sich KI-Features als Erweiterung nachrüsten – und sollten auch künftig deaktivierbar bleiben.

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