USB-Pilotprojekt für ältere Windows- und Mac-Rechner Nachhaltigkeitsprogramm mit ChromeOS Flex auf Altgeräten

Von Bernhard Lück 1 min Lesedauer

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Back Market und Google wollen mit einem Pilotprojekt die Nutzungsdauer älterer Laptops verlängern. Über USB-Sticks mit ChromeOS Flex könnten Händler, Privatanwender, Schulen und kleine Unternehmen unkompliziert ein cloudbasiertes Betriebssystem auf bestehender Hardware installieren.

Back Market und Google starten ein partnerschaftliches Programm für längere Gerätenutzung und weniger Elektroschrott.(Bild:  Back Market)
Back Market und Google starten ein partnerschaftliches Programm für längere Gerätenutzung und weniger Elektroschrott.
(Bild: Back Market)

Im Mittelpunkt des Projekts stehen USB-Sticks, die ChromeOS Flex enthalten und über Back Market vertrieben werden sollen. Über den USB-Key sei die Installation auf kompatiblen Windows- und Mac-Geräten ohne tiefgehende technische Kenntnisse möglich. Das Pilotprojekt ist nach Angaben der beteiligten Unternehmen bewusst begrenzt angelegt, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie der Zugang zu solchen Lösungen weiter vereinfacht werden kann.

ChromeOS Flex: Cloud-first statt neue Hardware

ChromeOS Flex ist Googles Betriebssystem für bestehende x86-Geräte. Es richtet sich explizit an ältere Hardware, die mit neueren Versionen gängiger Desktop-Betriebssysteme nicht mehr kompatibel ist oder keinen Herstellersupport mehr erhält. Das System bezieht Updates, Sicherheitsfunktionen und einen Teil seiner Rechenlogik aus der Cloud, wodurch nach Angaben von Google auch Geräte mit schwächerer Hardware für Aufgaben wie webbasiertes Arbeiten, Videostreaming und Dokumentenbearbeitung eingesetzt werden könnten.

Alexander Kuscher, Senior Director bei Google, verwies in diesem Zusammenhang auf die bevorstehende Abkündigung verbreiteter Betriebssysteme: „Millionen Laptops verlieren bald ihren Software-Support, obwohl sie technisch einwandfrei funktionieren.“ Mit ChromeOS Flex könnten Nutzer selbst über die weitere Verwendung ihrer Geräte entscheiden.

Elektroschrott ist ein weltweites Problem

Als Hintergrund des Projekts führen beide Unternehmen das globale Elektroschrottproblem an. Laut Zahlen des UN-Instituts UNITAR fielen 2022 weltweit rund 62 Mio. Tonnen Elektroschrott an – ein Volumen, das nach diesen Angaben fünfmal schneller wächst als bestehende Recyclingkapazitäten. Ein Teil dieser Menge entfalle auf Geräte, die nicht wegen technischen Versagens, sondern aufgrund von Software-Abkündigungen ausgemustert werden.

Back-Market-CEO Thibaud Hug de Larauze formulierte die Stoßrichtung der Kooperation entsprechend: Innovation bedeute nicht zwingend den Kauf neuer Geräte, sondern könne auch darin bestehen, Bestehendes länger nutzbar zu machen.

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